Klima

Klima und Wetter in Paraguay

Paraguay und sein Klima sind hauptsächlich von zwei geografischen Fakten dominiert. Erstens: Das Land verfügt über keinen Meerzugang und liegt im nur maximal 842 Meter hohen Hinterland Lateinamerikas. Zweitens: Paraguay weitet sich nur wenige Breitengrade südlich des Äquators. Diese beiden Aspekte bringen dem Norden des Staates ein tropisches, weiter im Süden und Osten ein ausschließlich subtropisches Klima ein. Weil Paraguay auf der Südhalbkugel beheimatet ist, laufen die Jahreszeiten konträr zu denen in Eurasien und Nordamerika ab.

Der kälteste Monat ist der Juli, am heißesten wird es im Dezember. Dann klettert das Thermometer in der Gran Chaco, jener menschenleeren Ebene im Nordwesten, auf über 40 Grad. Die Gran Chaco ist der Hitzepol Südamerikas. Immer wieder misst man dort 48 Grad und mehr.

Regenreicher Osten, arider Westen

Paraguay

Wer einen Flug nach Paraguay bucht, landet zumeist auf dem Airport der Kapitale Asunción. Die Metropole schmiegt sich an die Ufer des gigantischen Rio Paraguay, der gleichsam einer Wetterscheide fungiert. Östlich seiner Fluten existieren ausgedehnte Regenwälder, die ein feucht-warmes Klima benötigen. Bis zu 2000 Millimeter Niederschlag pro Jahr sind dort keine Seltenheit. Auf die Hauptstadt fallen durchschnittlich 1400 Millimeter. Die meisten Regenmassen gehen im Januar darnieder. Über dem Amazonasdelta und dem äquatorialen Atlantik entstehen von November bis März warme Winde, die das Klima in Paraguay stark beeinflussen und dicke Regenwolken mitbringen.

Das Klima in Paraguay
1/1

Blick von oben auf die Iguazu-Wasserfälle an der Grenze zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay

Im Winterhalbjahr von April bis Oktober kühlen die Luftmassen ein wenig ab und transportieren deshalb nicht mehr so viele Wassertropfen. Der Winterwind dringt nicht bis in die Gran Chaco vor. Paraguay und sein Klima zeigen sich dann von ihrer trockenen Seite. Ganz im Westen der Ebene kommt es deshalb zwischen März und September nicht selten zu Dürren. Die während des Südhalbkugelsommers tropisch erscheinende Vegetation verwandelt sich dann in eine Trockensavanne und zwingt die Tiere des Gran Chaco zu langen Märschen. Der gesamte Tourismus in jener Region konzentriert sich ausschließlich auf jene Monate. Die zur Regenzeit überfluteten Straßen sind nun problemlos passierbar und die drückende Schwüle ist angenehmen Klimaten gewichen.

Temperaturen, Sonnenstunden & Co.

Asunción wartet mit einer jährlichen Tagesdurchschnittstemperatur von 24,2 Grad auf. Der Januar bringt Höchstwerte von tagsüber 34 Grad und nachts 22 Grad. Der vergleichsweise kühle Juli kommt auf 22 Grad untertags und 14 Grad nach Sonnenuntergang. Dieses angenehme Klima mag einer der Hauptgründe gewesen sein, warum sich ausgerechnet jenes ehedem kleine Städtchen zu einer Millionenmetropole aufschwingen konnte. Die Kapitale verfügt über nicht sehr ausgeprägte Jahreszeiten. Dies lässt sich auch an der Zahl der Sonnenstunden ablesen. Jene rangieren in allen zwölf Monaten zwischen sechs und sieben Stück pro Tag.

Die Grenzstadt Encarnación ist die größte Gemeinde im Süden Paraguays. Dort zählen Meteorologen täglich fünf Sonnenstunden in Juni und neun im Dezember. Auch in Sachen Temperaturen sind die saisonalen Differenzen im Vergleich zu Asunción signifikanter. Von November bis März liegen jene tagsüber höher als 30 Grad. Der heißeste Monat ist der Januar mit 33,5 Grad. Die Luftfeuchtigkeit fällt zu keiner Zeit unter 64 Prozent. Die größten Werte werden im Mai und Juni mit rund 80 Prozent gemessen. Es sei Ihnen deshalb angeraten, auf einer Reise nach Paraguay auch das Klima zu berücksichtigen.

Mehr zum Thema