Wo Leben Deutsche in Paraguay

In Paraguay lebende Deutsche

Heute leben etwa fünf bis sieben Prozent der Deutschen in Paraguay. In Paraguay ließen sich die Deutschen meist in sogenannten Kolonien nieder, wo sie zusammenleben konnten. Immigration in ein neues Leben! In kaum einem anderen interessanten Einwanderungsland der Welt herrschen so laxe Einwanderungsbedingungen wie in Paraguay. Was kostet das Leben in Südamerika?

Paraguay: Deutsche Emigranten sind hier herzlich eingeladen.

Schilder mit deutschem Namen, Fleischer mit Wurstwaren und Bäckereien, die für Kuchen wirbt - kaum ein Ort in Südamerika ist deutsche Lebensweise so präsent wie in Paraguay. Der langjährige paraguayische Exildiktator ist 2006 in Brasilien gestorben. Paraguay ist heute ein stabiles Land und gehört dem UN-Menschenrechtsrat an. Im Gegensatz zu seinen Nachbarländern Bolivien, Brasilien und Argentinien nimmt es jedoch kaum eine Stellung in der südamerikanischen Tourismusindustrie ein.

Auch wenn Paraguay ein "Auswanderungsziel" für Deutsche (Auswärtiges Amt) war und ist, gibt es keinen Nonstop-Flug von und nach Frankfurt mehr; die letzten Verbindungen dieser Art wurden nach dem Fall Stroessners von den Lineas Aéreas Paraguays (heute LATAM) gestrichen. Die Tatsache, dass das Bild von Deutschland in Paraguay laut Auswärtigem Amt besonders positiv" ist, wird vor allem den aus dem friesischen Raum kommenden und seit 1927 den Gran Chaco im westlichen Teil kultivierenden Täufern zu verdanken.

Dies ist eine Trockensavannenlandschaft, während der östliche Teil des Staates mit der Provinzhauptstadt Asunción von großen Strömen durchquert wird. Vor 480 Jahren ließen sich hier die ersten europäischen Bürger nieder - und Paraguayer ziehen es vor, hier herumzureisen. Schilder mit deutschem Namen, Fleischer mit Wurstwaren und Bäckereien, die mit Kuchen wirbt - kaum ein Ort in Südamerika ist so gut zu erkennen wie Paraguay, wo rund sieben von 6,6 Mio. Einwohnern deutscher Herkunft sind.

Berühmte "deutsche" Plätze sind Hohenau und San Bernardino (ehemals Neu-Bayern); leider hat New Germania sie berühmt gemacht. Getauften Indianern war es nicht erlaubt, nach einem Befehl der Spanier zu versklaven. "Die Paraguayerin, die glorreichste in Amerika", sagte Franziskus während eines Gottesdienstes im Jahr 2015 im marianischen Heiligtum von Caacupé in der Nähe der Stadt Asunción.

Wie Maria, die Heilige Mutter, hätten die Weiber sehr schwierige Zustände durchlebt. Francis verwies damit auf den Krieg der Dreierallianz von 1864 bis 1870, in dem Paraguay gegen Argentinien, Uruguay und Brasilien gekämpft und weit über 100.000 Mann verloren hatte. Ab 1870 gab es etwa drei Damen für jeden Mann in Paraguay.

Infolge des Kriegs musste das Vaterland die halbe Fläche an Argentinien und Brasilien abtritt. In Paraguay gibt es zwei Flussboote, die Ausflüge auf dem Paraguay River, der bedeutendsten Schifffahrtsroute des Landes, bieten: "MS Paraguay" und "Filomena". Auch der Rio Paraná, der über 190 km lang die brasilianische Landesgrenze darstellt, ist für Touristen von Interesse.

Es gibt auch auf beiden Seite Besuchszentren, aber nur von Paraguay aus sind die Touren - beginnend in Hernandarias - kostenfrei.

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