Uruguay Deutsche Kolonie

Deutsche Kolonie Uruguay

Leben Sie autark in Uruguay: in einer gemäßigten Klimazone, in der Sie neun Monate im Jahr im Freien leben können. Ich konnte nichts über die Deutschen in Uruguay finden. Die Kolonie und Militärfestung Nova Colonia do Sacramento. Die deutschen Einwanderer gründeten die Kolonien Gartental und Delta. Deutsche Kolonie in den Subtropen Paraguays.

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Mit der Besiedelung der Umgebung vor 9000 Jahren begann die Uruguayische Zeitgeschichte. Juan Díaz de Solís war der erste spanische Forscher, der die Mündung des Rio de la Plata erforschte. Das Gebiet im Norden des Rio de la Plata und im Osten des Uruguay wurde dann Banda Oriental de Uruguay (Ostufer) benannt.

Jahrhunderts wurden die Gegenden des jetzigen Uruguay besiedelt, von denen sich die spanischen hauptsächlich im südlichen und die portugiesischen im nördl. Im Jahre 1724 gründen die Engländer die Stadt Montevideo, die jetzt die Haupstadt Uruguays ist, als Stadtbefestigung. Jahrhunderts war die Gegend zwischen den beiden Kolonialherren Spanien und Portugal wegen ihrer strategischen Bedeutung sehr kontrovers.

Seit Anfang des XVII. Jh. begannen Spanier und Portugiesen das heutige Uruguay zu unterjochen und zu kolonisieren, bis Spanien 1777 die Vormachtstellung über das östliche Band gewann. Anfang des neunzehnten Jh. wurden die Spanier nach heftigen Auseinandersetzungen endgültig verdrängt. Allerdings wurde die Eigenständigkeit des Landes von seinen beiden großen Nachbarländern, den Vereinten Nationen des Rio de la Plata (heute Argentinien) und Brasilien, nicht erkannt und versucht, Uruguay zu annektieren. Das Land wurde von den beiden großen Nachbarländern nicht akzeptiert.

In Uruguay gibt es eine Historie, die von den verschiedenen Großgrundbesitzern und der Bevölkerung der Stadt, vom sich wandelnden militärischen Einfluß, aber auch von weiterhin vorherrschenden Demokratisierungstendenzen gekennzeichnet ist. Inder am Fluss de la Plata von Hendrick Ottsen, 16603 Wissenschafter gehen davon aus, dass die fruchtbare Gegend des jetzigen Uruguay seit etwa 7000 v. Chr. von Menschen bevölkert ist, die in kleinen Bevölkerungsgruppen leben.

In Uruguay waren die Tupí-Guanas das zweitwichtigste indische Volk. Andere, kleine, heute auch ausgelöschte indische Gruppen auf dem Territorium des jetzigen Uruguay waren die Guanas, Yaros, Chanaes und Bohane. Als das Mündungsgebiet des Rio de la Plata und damit das spätere Uruguay von den europäischen Bürgern gefunden wurde, ist kontrovers.

Das östliche Ufer des Uruguay-Flusses, das dem Lande später seinen Titel gab, gehört zu dem im Abkommen von Tordesilla von 1494 festgelegten Territorium Spaniens - der Region Plata, Buenos Aires am südlichen Ufer des Rio de la Plata als Mittelpunkt wurde damals vom Fluß im nördlichen Teil des Landes abgegrenzt - im Hinblick auf das portugiesische Territorium (das heutige Brasilien, mit dem 1565 errichteten Rio de Janeiro als Hauptsitz).

Der Portugiese Ferdinand Magellan, der im Dienste der Spanier stand, entdeckte im Jahre 1520 den Fluss de la Plata auf der Suche nach einer westlichen Passage zu den Würzinseln in der "Südsee" (Pazifik). Vor Magellan wurde das heutige Punta del Esté als die südliche Spitze der Neuen Erde angesehen. 1526 erforschte Sebastiano Caboto den Lauf des Rio de la Plata und einen Teil seines 3.300 km langem Nebenflusses Rio Paraná.

1603 begann die spanische Viehzucht in Uruguay und förderte damit die Wirtschaftsentwicklung der Stadt. Im Jahre 1624 wurde die erste dauerhafte Siedlung auf dem Territorium des jetzigen Uruguay von den spanischen Bürgern in Soriano am Fluss Negro errichtet. Kurz darauf folgt Portugals erste Militärfestung im Orient: das zwischen 1669 und 1671 erbaute Kastell Nova Colonia do Sacramento (heute Colonia del Sacramento), das - zusammen mit anderen Festungen - dazu diente, das portugiesische Territorium im südlichen Teil gegen die spanischen zu sichern.

Die Colonia befand sich unmittelbar gegenüber von Buenos Aires, dem politischem und militärischem Mittelpunkt der "Great Province of the Indies", die vom Amazonas bis Feuerland fast das gesamte Territorium Spaniens umspannte. In der zweiten Jahreshälfte des achtzehnten Jahrhundert kam es zu Kämpfen zwischen den Engländern, Portugal und Spanien, die sich die Herrschaft über die Region zwischen dem jetzigen Brasilien und dem jetzigen Argentinien sicherten.

In den Jahren 1806 und 1807 versuchte man, Buenos Aires während eines Konflikts mit Spanien zwei Mal zu okkupieren. Während dieses Krieges wurde die Stadt von einer englischen Streitmacht von ca. 10000 Mann im Frühjahr 1807 eingenommen. Danach ging die Streitmacht nach Buenos Aires, wo sie von den spanisch-argentinischen Streitkräften unterworfen wurde.

Die Montevideoer gründeten einen eigenständigen Stadtrat, der dem gestürzten Spanier zur Seite gestanden hatte. Dem Militärkommandanten von Montevideo, Francisco Javier de Elío, gelang es endlich, die zentrale Junta, die sich im September 1808 zusammengeschlossen hatte, davon zu überzeugen, Buenos Aires eigenständig zu beherrschen. Nachdem im März 1810 die Aufständischen den Stellvertreter Baltasar de Cisneros in Buenos Aires abgesetzt hatten, wurde Montevideo zum Mittelpunkt der Spanier unter dem neuen Stellvertreter Elío.

Verwaltungstechnisch gehörte das jetzige Uruguay zunächst zum Vizekönigtum Peru, das mit Ausnahmen von der Einflußsphäre Portugals Südamerika einbezog. Nach der Abtrennung des Vizekönigs von Neu-Granada im Norden Südamerikas vom peruanischen Königshaus 1717 wurde 1776 auch das Vizekönigtum des Rio de la Plata im Süden Südamerikas von diesem abgetrennt.

Uruguay, Argentinien, Bolivien und Paraguay. Im Jahre 1777 kam mit dem Friede von Illdefonso die seit fünf Jahrzehnten umstrittene Banda Oriental hinzu. Das Hauptquartier des neuen Vizekönigs war Buenos Aires. Die Stadt Montevideo war die erste Bollwerkstadt Spaniens im Norden des Rio de la Plata (wie der Rio Uruguay nach seiner Wiedervereinigung - knapp oberhalb von Colonia del Sacramento - mit dem Rio Paraná aus Brasilien und Argentinien genannt wird).

Die portugiesischen Truppen haben 1723 mit den Ausgrabungsarbeiten für den Bau einer Burg an der jetzigen, von strategischer Bedeutung für die Region Montevideo begonnen und dieses Projekt wurde durch eine von Buenos Aires verlegte Expedition des spanischen Militärs aufgehoben. Im Jahre 1726 zog der erste Statthalter der Siedlung, Bruno Mauricio de Zabala, von Buenos Aires nach Montevideo, um das Wachsen der kleinen Ortschaft zu fördern.

Der neue Ort mit seinem Naturhafen konkurrierte bald mit Buenos Aires um die Warenströme in der Region La Plata. Der Krieg um die Bandas Oriental endete mit dem Friedensabkommen von Illdefonso nur für einige Zeit. Nach dem Zusammenbruch des Reiches und den einsetzenden Unabhängigkeitskämpfen wurde das Territorium des jetzigen Uruguay wieder einmal zum Thema des Konflikts zwischen Buenos Aires und Rio de Janeiro, doch dieses Mal arbeiteten sie auf eigene Faust.

Damals, um die Jahrtausendwende, hatte Uruguay nur etwa 60.000 Bewohner, von denen ein Viertel in Montevideo wohnte. Nach der Vertreibung des Vizekönigs Baltasar de Cisneros aus Buenos Aires im Jahre 1810 wurde Montevideo zum Mittelpunkt der königlichen Familie unter dem Vizekönig Francisco Javier de Elío, der 1811 die ganze Provinz besetzte, um die Herrschaft der Spanier in den aufständischen Provinzen La Plata wiederzuerlangen.

Unter der Leitung des jetzigen uruguayischen Volkshelden José Gervasio Artigas (1764-1850) wurde im Inneren des Landes ein breiter Aufstand organisiert, der von ortsansässigen Landbesitzern und - vor allem - von Viehzüchtern, Landwirten und auch Indianern unterstützt wurde. Mei 1811 in der Seeschlacht von Las Piedras, nur wenige km von Montevideo entfernten.

Allerdings musste die später zusammen mit Argentinien durchgeführte Besetzung von Montevideo wegen der portugiesischen und brasilianischen Streitkräfte ohne Erfolg beendet werden. Gut ein Jahr später, im Okt. 1812, belagern die Argentinier Montevideo wieder mit dem Bestreben, die Banda Oriental in die Vereinten Provenienzen des Rio de la Plata zu reintegrieren. Er beteiligte sich an dieser Besetzung, doch ein von ihm im Jahre 1813 veranstalteter Kongreß, an dem Repräsentanten aller Landesteile teilgenommen haben, formuliert seine Ideen einer Föderation der La Plata-Provinzen: völlige Selbständigkeit von Spanien, der republikanischen Verwaltung, Gewaltentrennung, Garantie bürgerlicher Freiheiten, Achtung der Selbständigkeit der Einzelprovinzen, Aufhebung aller Handels-Privilegien für Buenos Aires.

Für die Unitarianer aus Buenos Aires waren die beiden letztgenannten Aspekte nicht akzeptabel. Artigas und seine Gefolgsleute ziehen sich aus der Besetzung von Montevideo zurück, die im Juli 1814 mit der Übernahme der Burg durch die argentinische Armee endet. Nun beginnt ein weiteres Stück uruguayische Geschichte: der Krieg der Uruguayerinnen und Uruguayer nicht gegen eine Kolonialmacht, sondern gegen eine Einheimische.

Erfolgreich: Nur wenige Wochen später, im März 1815, mussten sich die Argentinier aus Montevideo verabschieden, weil sie dem Andrang der Künstler nicht standhielten. Inzwischen hat Artigas das ganze Band Oriental kontrolliert und sofort damit begonnen, es nach seinen Ideen neu zu gestalten: Die argentinische Provinz Buenos Aires, die unter dem zentralistischen Buenos Aires litt, hat er mit der Band Oriental zu einer "Bundesliga" (Liga Federal) vereint.

Das Bandas Oriental, das schon immer eine konservativere Rolle gespielt hatte als seine Umwelt, war unter der Herrschaft von Herrn Dr. J. Artigas eine revolutionäre Einheit geworden, die eine Bedrohung für die Stadt war. Im Jahre 1816 marschieren brasilianische und portugiesische Soldaten in das Bandatier. Die Stadt Montevideo selbst stürzte im Jänner 1817 und die Bandas Oriental wurde als Cisplatina Brazil gegründet.

Trotz der Hilfe aus Buenos Aires für die Brasilianer und Portugiesen dauerte der Kampf gegen die "Revolution der Armen" unter Artigas noch einige Jahre und konnte erst 1820 unterdrückt werden. Fahne der "33 Orientalen" Nach der Besetzung durch Argentinien kam Uruguay unter die Kontrolle Brasiliens. Bis die 33 orientalischen Truppen auftauchten, also Juan Antonio Lavalleja, der als "Befreier" von Uruguay in die Geschichte einging, und seine Kameraden.

Diese kleine Gruppe überquert am 18. 4. 1825 den Uruguay-Fluss und vereinigt sich später mit den Soldaten unter der Leitung von José Fructuoso Rivera, dem Gründer der Colorados. Florida, 100 Kilometer von Montevideo entfernt, wurde zum Regierungssitz einer Provisorium. Uruguay wurde am 25. 8. 1825 endgültig für unabhängig erklärt (nach mehreren Aufständen 1821, 1823 und 1825).

Heute ist der Feiertag in Uruguay. Unter britischem Zwang wurde am 28. Juli 1828 der Friede von Rio de Janeiro unterschrieben, eine von London geführte Interessenvereinbarung zwischen Argentinien und Brasilien, die auch die Autonomie von Uruguay (de facto ohne Teilnahme Uruguays) anerkannte, da dieser Friedensvertrag die Errichtung eines eigenständigen und hoheitlichen Uruguay vorsah.

So kamen die wirklichen "Befreier" von Uruguay nicht aus Argentinien über den Uruguay-Fluss, sondern (aus Großbritannien) über den Atlantik ins Lande. Britannien wollte einen Zwischenspeicher zwischen Argentinien und Brasilien - und hat ihn in Uruguay gefunden. Die erste uruguayische Landesverfassung wurde am 18. Juni 1830 angenommen (heute ein Nationalfeiertag), aber sie war noch weit weg von einer heutigen Landesverfassung.

Bei den ersten beiden Gegnern handelte es sich um die ersten beiden Staatspräsidenten: José Fructuoso Rivera, der die in Montevideo konzentrierte Fachwelt vertrat, und sein ehemaliges Mitglied der 33 orientalischen Länder, Manuel Oribe, der die Führung der Landwirtschaft innehatte. Er versorgte sein Volk zunächst mit hellblauen Armbändern (entsprechend der uruguayischen Nationalfarbe), die in der Abendsonne verblassten und sich kaum von den weissen Armbändern seines Gegners unterschieden.

In Buenos Aires ging er 1838 ins Exil, wo er sich mit dem diktatorischen Buenos Aires Juan Manuel de Rosas verbündet hatte, der Uruguay noch der Argentinienföderation anschließen wollte. Im Jahre 1843 kam er mit den Argentiniern zurück. Die " Guerra Grande ", der " Große Weltkrieg ", eine neunjährige Besetzung von Montevideo (1843-1852), an der auch Brasilien (auf der Seite von Rivera) teilgenommen hat, das die Latifundia von Orbé und ihre Gläubigen im nördlichen Teil des Staates einbezog.

Das lag erneut am Vorgehen der Grossmächte England und (in diesem Falle auch) Frankreich, die mit ihren von Giuseppe Garibaldi unterstützten Schlachtschiffen den Zugang zum Port von Montevideo offen gehalten haben (und damit die Belieferung der Metropole und die Erhaltung des Handelsverkehrs sichergestellt haben), während sie Argentinien eine Meeresblockade auferlegt haben.

1851 musste De Rosas unter innenpolitischem Zwang seine Soldaten vor Montevideo abberufen. 000 Menschen in Uruguay. Die Invasion war abgebrochen, Rivera und mit ihm Montevideo waren zwar weiterhin erfolgreich, aber die ganze Welt hatte unter der neunjährigen Besetzung zu leiden. Als Verbündete gewannen sie wieder Brasilien und diesmal Argentinien mit Soldaten und vor allem Gewehren, während die derzeitige paraguayische Landesregierung unter dem Präsidenten Francisco Solano López auf seiner Partei stehen konnte.

Nach der Intervention Brasiliens mit Soldaten 1864 zugunsten von Flandern gegen die Partido Nacional unter der Führung von Aguirre, nutzte Francisco Solano López die Gelegenheit, Brasilien den Kampf zu erklÃ?ren. Die Folge war die Guerra de la Triple Alianza, eine fünfjährige uruguayische, brasilianische und argentinische Kampagne gegen Paraguay, die er - vor allem dank der Rüstungslieferungen aus Brasilien - letztendlich durchsetzen konnte.

Die Stadt Montevideo und der Strandstreifen für die Colorado, das Umland mit seinen landwirtschaftlichen Gebieten für die Blanco, einschließlich der Gewalt der Polizei über vier Abteile. Erleichtert wurde der Rückzug der Weißrussen aus Montevideo auch durch eine halbe Millionen Dollars. In Uruguay stieg der Einwandereranteil von 48% im Jahr 1860 auf 68% im Jahr 1868.

Jahrhundert immigrierten weitere 100.000 Menschen in das Gebiet, so dass 1879 etwa 438.000 Menschen in Uruguay siedelten. Montevideo, wo damals ein viertel der Einwohner wohnte, ist gewachsen und hat seine Struktur ausgebaut. 1870 wurde der Typographenverband als erster seiner Gattung in Uruguay ins Leben gerufen, dem bald weitere Gewerkschaften nachfolgten.

In dieser Zeit wurde Uruguay und insbesondere Montevideo zu einem Wirtschaftszentrum der Gegend. Durch den Naturhafen ist es zu einem Umschlagsplatz für Waren von und nach Argentinien, Brasilien und Paraguay geworden. Auch Paysandú und Saltos, beide am Fluss Uruguay, haben zu dieser positiven Marktentwicklung beigetragen. Um diesen Parteikrieg, der die Mittel des Staates erschöpfte, endgültig zu beenden, wurde 1885 die Federación de los Trabajadores del Uruguay gegründet, eine für das ganze Volk sehr produktive und für das ganze Volk sehr wichtige diktatorische Regierung (1876-1890).

1880 gab er jedoch seinen Ruecktritt bekannt, nachdem er erklaert hatte, die Urguayer seien nicht regierbar und gingen nach Argentinien. Auf internationaler Ebene hat das Vereinigte Königreich seine Geschäftsbeziehungen verbessert, was dazu geführt hat, dass die britischen Unternehmer in Uruguay Firmen erworben haben. Wenn Uruguay dann den Goldstandard annahm, vereinfachte dies den Austausch zwischen den Staaten sehr.

1897 wurde aus Unbefriedigung mit der Verwaltung unter der Leitung von Aparicio Saravia, einem aus Brasilien stammenden Familienangehörigen von Blanco Caudillo, ein bewaffneter Putschversuch unternommen. Begleitet von der Jahrtausendwende und einer Weltwirtschaft, die das Vaterland begünstigte, begann in Uruguay eine lange Periode der Demokratie und des Wohlstands, die eng mit dem Ruf eines einzigen Menschen verknüpft war: José Batlle y Ordóñez, Gründer des sogenannten Battllismo, der auch heute noch die politische Bewegung in Uruguay dominiert (und der Grossonkel von Luis Ibáñez, der am 29. 11. 1999 zum Staatspräsidenten gewählt wurde).

Nach kurzer Zwischenpräsidentschaft 1899 war er zwei Mal der uruguayische Staatspräsident (1903-1907 und 1911-1915) und gründete den Wohlfahrtsstaat Uruguay, insbesondere während seiner zweiten Amtszeit. Neben dem für Uruguay sehr bedeutenden Bankensektor hat es Uruguay den guten Namen "Amerikas Schweiz" eingebracht, den es bis heute genießt. Die Einwohnerzahl von Uruguay hat sich von fast 500.000 im Jahr 1880 auf über 1 Mio. im Jahr 1910 verdoppelt, von denen etwa 30% in Montevideo waren.

Mit der ersten Lieferung von gefrorenem Rind nach London in einem Kühlboot im Jahr 1905 begann der wirtschaftliche Wandel in Uruguay. Mit der Inbetriebnahme des erneuerten Hafen von Montevideo wurde die Wichtigkeit als regionaler Handelsplatz weiter erhöht. Jahrhundert war Uruguay eine der progressivsten Staaten Südamerikas, wo Schule, Versammlungs- und Medienfreiheit regierten und ab 1916 Religion und Staatsangehörigkeit voneinander trennten.

Im Ersten Weltkrieg bricht Uruguay 1917 seine Verbindung zu Deutschland ab und vermietet im Anschluss daran deutsche Kriegsschiffe an die USA im Seehafen von Montevideo. 1920 wurde Uruguay Mitglied des Völkerbundes. In Uruguay kamen im Juni 1930 dreizehn Fußballnationalmannschaften zusammen, um zum ersten Mal die Fußballweltmeisterschaft auszutragen. In dem neu erbauten Estadio Centenario-Stadion in Montevideo, das damals eine Kapazität von 100.000 Zuschauern hatte (Baukosten: rund 400.000 Golddollar), endete die erste Fußball-Weltmeisterschaft am 30. Juni mit einem 4:2-Sieg für Uruguay gegen Argentinien.

Gabriel Terra wurde nach dem Tode von Fledermaus und der wirtschaftlichen Krise von 1929, die Uruguay als Exportland besonders stark getroffen hat, zum Präsidenten und erklärt sich nach einem erfolgreichen Staatsstreich am 3. Mai 1933 zum Diktierenden. Während er dieses Projekt verzögerte, veranstaltete die oppositionelle Partei eine der bedeutendsten Kundgebungen in der uruguayischen Geschichtsschreibung und forderte eine neue Konstitution und eine Rückbesinnung auf die Demokraten.

Baldomir erklärt 1939 die Unabhängigkeit Uruguays, doch die Schlägerei am Rio de la Plata statt. Im Zweiten Weltkrieg war Uruguay auf der Seiten der NATO. Sie haben die Kolorados in ihrer Zusammenarbeit mit den USA scharf kritisiert und gefordert, dass Uruguay weiterhin unabhängig ist.

Amézaga ( "Außenminister Rodríguez Larreta") hat Uruguay weiter zur Demokratisierung geführt, was auch in seiner Haltung gegenüber den Kriegsmächten zum Ausdruck kam. Im Jahr 1939 erklärte Uruguay seine Unabhängigkeit, brach aber 1942 die Beziehung zu den Machthabern der Achse ab und unterstützte von da an die NATO. Die Kriegserklärung an das Deutsche Kaiserreich und Japan erfolgte am 24. November 1945.

2] Wie im Ersten Weltkrieg schickte Uruguay keine eigenen Söldner. Im Jahre 1945 beschloss das uguayische Landtag ein neues Recht, das allen Arbeitnehmern bezahlten Urlaub garantiert. Sein Nachfolger Luis Battle Berres (1947 bis 1951) sorgte für wirtschaftliche Prosperität, die vor allem durch den Koreakrieg (1950-1953) durch den Export aus Uruguay unterstützt wurde.

Reichtum und eine Analphabetenquote von nahezu Null haben Uruguay den guten Namen einer der am weitesten fortgeschrittenen Länder Südamerikas eingebracht. Die Uruguayer gewannen im Juni 1950 das Finale der vierten Weltmeisterschaft als Außenstehender gegen die Brasilianer in Rio de Janeiro mit 2:1 (siehe auch: Maracanaço). Als Uruguay den Argentiniern Zuflucht gewährte, wurde Uruguay vom Präsidenten Juan Perón mit Reise- und Handelsrestriktionen belegt.

Dann bricht die uguayische Landesregierung im Jänner 1953 die Diplomatie mit Argentinien ab. In Montevideo kam es zu gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und es wurde eine Stadtguerilla-Bewegung gegründet. Von 1973 bis 1975 allein verliessen knapp 1,4 Mio. Menschen Uruguay. Der Wirtschaftsaufschwung in Uruguay wurde trotz einer Auslandsverschuldung von über 5 Mrd. USD und einer Teuerung von mehr als 70% in sehr kurzer Zeit durch die Konzentration auf die Außenwirtschaftsförderung und die Durchsetzung der innenwirtschaftlichen Stabilisierungsreformen erreicht.

Uruguay war während seiner Amtszeit 1991 Mitbegründer des Mercosur. Uruguay führte auch eine Devisenreform durch (1 Uruguayer peso ersetzt 1000 Pesos, die bis dahin geltende Währung). Ungeachtet des wirtschaftlichen Wachstums während der Herrschaft von Lacalle provozierten Privatisierungsbestrebungen die politischen Gegner, einige Verbesserungsvorschläge wurden per Volksentscheid zurückgewiesen, zum Beispiel die Privatisierung der defizitären Staatsunternehmen in der Energie- und Transportbranche sowie in der Nachrichten- und Versicherungswirtschaft.

Sanguinetti setzt die wirtschaftlichen Fortschritte und die wirtschaftliche Einbindung von Uruguay in den Merkosur fort. Zum einen die Entwertung des realen Brasilien im Jahr 1999 und der Maul- und Klauenseuche, die einen der wichtigsten Wirtschaftszweige in Uruguay hart getroffen hat, und zum anderen der politische und wirtschaftliche Zusammenbruch Argentiniens im Jahr 2001. 2002 führte die argentinische Krise zu einer Bankkrise in Uruguay, in deren Gefolge mehrere Kreditinstitute restrukturiert und einige aufgelöst werden mußten.

Die USA haben Uruguay am vierten 8. Juli 2002 ein Sofortdarlehen in Höhe von 1,5 Mrd. USD zur Stabilisierung des Bankensystems gewährt, bis neue IWF-Darlehen (Internationaler Währungsfonds) gewährt wurden. Uruguay, das lange Zeit als die "Schweiz Lateinamerikas" gegolten hat, hatte damals mit grossen ökonomischen und finanzwirtschaftlichen Schwierigkeiten zu tun. Hauptverantwortlich dafür war die von Argentinien ausgelöste Wirtschaftskrise, die die seit vier Jahren anhaltende Wirtschaftskrise verschärfte.

Die Ausfuhren nach Argentinien, dem neben Brasilien wichtigsten Partner von Uruguay, kamen Ende 2001 nahezu vollständig zum Stillstand. Außerdem haben sich viele Argentiniens auf ihre Bankeinlagen in Uruguay zurückgezogen, nachdem die Regierung Argentiniens im vergangenen Monat ihre Sparbücher gesperrt hatte. Das uruguayische Banksystem wurde im Jänner und Feber 2002 von rund 1,5 Mrd. US-Dollar verlassen.

In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender Bloomberg TV beschrieb er die argentinische Bevölkerung - allesamt "von der ersten bis zur letzten" - als "Haufen Gauner" und scheute keine schlechten Worte über seinen Argentinier Eduardo Muhalde. Bei einem Spaziergang nach Buenos Aires hat sich Battle am Abend des vierten Junis bei den Argentiniern und der Bevölkerung von Buenos Aires entschuldigt.

Uruguay war am vergangenen Wochenende aufgrund der in den vergangenen zwei Dritteln gefallenen Währungsreserven des Staates zur Freigabe des Wechselkurses des Pesos gegenüber dem US-Dollar verpflichtet. Rund 100.000 Menschen hatten sich bereits am vergangenen Wochenende in Montevideo gegen die " neokoloniale " Regierungspolitik gesammelt, und am vergangenen Wochenende wurde Uruguay durch einen 24-Stunden-Generalstreik gelähmt.

Insbesondere der Aufbau von zwei Zellstoff- und Zellstofffabriken entlang des Uruguay-Flusses hat zu erbitterten Kundgebungen und Diplomatiebeziehungen mit Argentinien geführt. Bewohner und Naturschützer der Städte auf der Argentinienseite haben zwei der drei zwischen den beiden Banken liegenden Weltbrücken blockiert. Den weltgrößten Anlagenkomplex dieser Bauart stellen die Werke Ence (Spanien) und Botnia (Finnland) dar, die Ende 2007 in der Anlage am Flussufer in Uruguay die Fertigung aufnahmen.

Das Investitionsvolumen von 1,8 Mrd. USD ist das grösste in der uruguayischen Unternehmensgeschichte, und die Weltbank will 400 Mio. USD an Krediten bereitstellen. Im Jahr 2006 hat Argentinien beim Weltgerichtshof in Den Haag gegen Uruguay geklagt und behauptet, dass die Bauprojekte gegen ein zweiseitiges Übereinkommen und anderes Völkerrecht verstoßen hätten. Der uruguayische Staatspräsident Tabaré Vázquez droht, das wirtschaftliche Bündnis des Mercosur aufzulösen.

Im Jahr 2006 lehnte er den dringenden Antrag Argentiniens auf Bauunterbrechung ebenso ab wie den dringenden Antrag Uruguays gegen die Schließung der Grenzübergänge im Jahr 2007 - deutschsprachig: Alain Labrousse: Die Tupamaros. Städtische Guerilla in Uruguay. Verlegerverband A, Hamburg 1990, ISBN 3-922611-14-1 Christoph Wagner: Politische Fragen in Uruguay 1984-1990 Lit, Münster 1991, ISBN 3-89473-099-4 Hans-Jürgen Puhle: Uruguay.

Ökonomie, Soziales und Politisches im Kolonial-Uruguay 1725-1811 Böhlau, Köln und andere 1999, ISBN 3-412-07399-7 Thomas Fischer: Die Uruguayerinnen. Frühere politische Aktivitäten im post-autoritären Argentinien, Uruguay und Chile. 531-155999 in englischer language: John Street: Artigas and the Emancipation of Uruguay, VS Verlag für Sozialeswissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15599-9. Die Cambridge University Press, Cambridge 1971, ISBN 0-521-06563-1, Jean L. Willis : Dictionnaire historique de l'Uruguay (Lateinamerikanische Historische Wörterbücher, Nr. 11).

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Der Palast des Libro, Montevideo 1957. ? Thomas Binder: Südamerika. Teil 2: Argentinien, Chile, Uruguay, Paraguay. Der DuMont Verlag, Köln 1978, ISBN 3-7701-1044-7, S. 175. Claudia Häfner: Homischwerdung am La Plata: von der Evangelisch-lutherischen La Plata-Synode.... Teil 2: Argentinien, Chile, Uruguay, Paraguay. Der DuMont Verlag, Köln 1978, ISBN 3-7701-1044-7, S. 180. ? Uruguayischer General in Haft.

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