Tibet Tourismus

Tourismus in Tibet

Zewang Norbu: Tatsächlich hat sich der Tourismus in Tibet in den letzten zehn Jahren enorm entwickelt. Das Geld soll nun von den Touristenmassen eingebracht werden. ""Tibet-Repeater"" werden immer mehr enttäuscht. Die Autonome Region Tibet, in der die Tibeter die größte Nationalität haben, ist eines der fünf autonomen Gebiete. Ich suche Tibet:

Der Tourismus in Tibet: Überrannt von Gästen

Auf den Dächern der Erde steht eine einmalige Landschaft - aber nicht nur die chinesischen Soldaten bedrohen die tibetischen Schätze: China treibt die Tourismusentwicklung der Gegend mit Superlativprojekten voran. Beijing - Die Reichsregierung Chinas ziert sich im Jahr der Olympiade gerne mit Superkunst. China wird ab sofort den "luxuriösesten Reisezug der Welt" von Peking in die tibetanische Metropole Lhasa entsenden, wie die Staatsnachrichtenagentur Xinhua vor wenigen Tagen bekannt gab.

In Kanding soll im Monat Monat Mai der nach dem tibetanischen Qamdo Airport zweitgrößte Airport der Erde auf 4280 Metern über dem Meeresspiegel entstehen - der vierte im ehemaligen Tibet, der 330.000 Fluggäste pro Jahr aufnehmen kann. Das Lob der Chinesen schmeckt nicht erst seit den blutigen Aufständen dieser Tage.

Ängste, dass die tibetanische Zivilisation und die tibetanische Religionszugehörigkeit noch bedrohter werden könnte und die Risiken von ethnischen Konflikten zunehmen werden. Mit der Tibet-Eisenbahn, die im Juni 2006 in Dienst gestellt wurde, sehen die Kritiker ein Mittel der Volksrepublik China, um der zwangsweise eingegliederten Gegend endlich das Staatswesen der Volksrepublik aufzuzwingen.

Die tibetanische Religionsführerin und Exilantin warf der chinesischen Führung kürzlich vor, einen "kulturellen Völkermord" zu begehen. "Der Tourismus ist natürlich ein Pfeiler der chinesischen Entwicklungspolitik, aber er ist eine inakzeptable Belastung für Tibets fragile Umwelt", sagt Matt Whitticase von der Free Tibet Organization in der brit....

"Seit anderthalb Jahren hat die Eisenbahn Peking mit der tibetanischen Metropole Lhasa verbunden und befördert jedes Jahr mehr als eine Mio. Menschen über das Plateau, darunter viele Urlauber. Damit konnten im vergangenen Jahr Fahrten nach Tibet einen regelrechten Aufschwung erleben: Etwa vier Mio. Besucher kamen in die Gegend - ein Plus von 60 Prozent.

Zu den Urlaubern zählen viele Geschäftsleute, die ihren Aufenthalt in China mit einem Umweg ins tibetanische Bergland verbinden. Reisende, die nach Tibet reisen, werden den lang anhaltenden Einfluß der Chinesen an vielen Orten erkennen, nicht nur an den konkreten Sünden in der Großstadt. Bei der Besichtigung der geschichtsträchtigen Stätten sind es vor allem die Chinesen, die den Besuchern die tibetanische Kulturgeschichte näher bringen wollen.

Bereits 2003 wurden die lokalen Führer durch die chinesischen Mitarbeiter abgelöst. Die offizielle Erklärung besagt, dass sie "in- und ausländische Urlauber zu einem umfassenden und objektiven Bild der tibetischen Geschichte, Zukunft und der Gegenwart führen und damit allen Äußerungen und Aktionen, die die Fakten verzerren, um das Vaterland zu teilen, entschlossen entgegenwirken sollen".

Der Verzicht auf einheimische Führer wurde dadurch gerechtfertigt, dass die Chinesen über höhere Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Der Tourismusminister lehnt jede Form von Tourismuskritik ab. Das Ministerium für Tourismus behauptet, dass er zum Schutz der historischen Bauten und der Lebensweise Tibets beiträgt. Das bezweifelt Matt-Britticase von " Free Tibet ": "Die tibetanische Population wird zurückgelassen werden.

Der Tourismus wird von han-chinesischen Firmen betrieben, die nicht einmal in Tibet sind. "China konzentriert sich auf einen Hochdruck-Tourismus, der die wenigen Sehenswürdigkeiten mit vielen Touristen anlockt.

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