Sprachen in Lateinamerika

Fremdsprachen in Lateinamerika

(....) und genießen großes Interesse, können auch für indigene Sprachen eingeführt werden.

Sprachen, Gesellschaften und Kulturen in Lateinamerika. Da sind unsere Sprachkurse genau das Richtige für Sie. Seit Mai beginnt unser Sommerkursprogramm für die Sprachen Spanisch, Portugiesisch und Deutsch. In eineinhalb Minuten auf den Punkt gebracht.

Spanische Sprachkenntnisse in Lateinamerika

In Lateinamerika ist die spanische Sprache von Staat zu Staat und auch in unterschiedlichen Gegenden desselben Landes unterschiedlich. Nachfolgend einige der wichtigsten Merkmale des Lateinamerikas: In jedem Staat außer Puerto Rico und der Dominkanischen Rep ublik gibt es Gebiete, in denen das Wort "vos" das Wort "tú" (Sie) konkurriert oder gar ganz austauscht.

Die Verwendung des Prädikats "vos" und des zugehörigen Verbes wird auch als "voseo" bezeichnet, während das Prädikat "tú" + Verben als "tuteo" bezeichnet wird. "Während es in Spanien in Kastellan zwei verschiedene Arten gibt, um "sie" (Plural - vosotros) und "sie" (Plural - ustedes) zu unterschieden, gibt es in Lateinamerika nur eine Ausprägung.

Die " Ústedes " und die dazugehörige Verbenkonjugation werden in Lateinamerika immer verwendet, um eine Personengruppe (formell oder informell) zu erreichen. Die Besonderheit der Landessprache ist vor allem in der karibischen Region, Mittelamerika, der ganzen Südpazifikküste Südamerikas, den Rio de la Plata-Staaten und einigen Gegenden Mexikos anzutreffen. Diese werden in Spanien in den meisten Gegenden wie ein englischsprachiges "th" gesprochen.

"Centros" (Zentren) klingen wie "sentros", obwohl es in Spanien wie "thentros" klingt. "ll " wird wie ein "y" ausgesprochen, während in Spanien diese Zeichen beinahe immer als sanftes "j" wiedergegeben werden. Die indischen Originalsprachen wie z. B. Nahezu, Mapudungun, Guarani, Quechua und die europäische Sprache wie Galicisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Französich haben sich in Lateinamerika zusammengeschlossen.

Altindische Sprachen, andere Sprachen Europas und manche ursprüngliche Sprachen Afrikas haben die Mundarten in einigen Gebieten Südamerikas beeinflusst. In Peru zum Beispiel gibt es eine große asiatische Bevölkerung und damit einen großen Teil japanischer und chinesischer Worte, die in die Landessprache eingearbeitet wurden. Das venezolanische Spanische hat die afrikanischen Worte in seine Muttersprache integriert, da viele Sklavinnen und Sklavinnen aus Afrika dort wirkten.

Ausgestorbene Sprachen in Lateinamerika

Es gibt ca. 6000 -6500 Sprachen in 400 Sprachenfamilien auf der ganzen Welt. Bis 2100 wird sich die Zahl der Sprachen halbiert haben, d.h. alle zehn Tage wird eine einzige Landessprache verschwinden. In Lateinamerika herrscht eine heterogene Ethnie. Alleine hier werden mehr als 660 Sprachen ausgesprochen, obwohl eine exakte Aufnahme nicht möglich ist.

Muttersprachen werden in der Regel nur innerhalb der eigenen vier Wände verwendet. Spricht man eine bestimmte Fremdsprache nur privat oder bei Ritualen, wird sie als Sterben betrachtet. Wer sie nicht verbalisiert, wird nicht mehr funktionsfähig und kann im Extremfall in die Bedeutungslosigkeit abrutschen. Umweltkatastrophen, (eingeschleppte) Erkrankungen oder Auswanderung verursachen Bevölkerungsverluste und kulturellen Abstieg.

Der Tod der Sprachen hat sich in Lateinamerika seit der Einreise von Christoph Kolumbus im Jahr 1492 und der anschließenden Kolonialexpansion stark verschärft. Auch wenn die indigenen Völker nie mit einer weissen Person in Berührung gekommen sind, wurden sie mit den bekannten Erkrankungen infiziert, was zum Massentod geführt hat. Der pädagogische "Bildungsbegriff" verfolgt eine offensive Sprachenpolitik.

Wurde in der Schulzeit die eigene Muttersprache verwendet, wurde dies in der Regel mit körperlichen Strafen oder öffentlichen Demütigungen bestraft. Bei einer Verhaftung des Kindes mussten die Erziehungsberechtigten hohe Bußgelder aufbringen. Damit haben die Bewohner schon privat darauf geachtet, dass die Schüler die vorgegebene Fremdsprache gelernt haben (worauf die neue Regel zunächst wenig Einfluß hatte).

Eine systematisch und systematisch abgewertete Muttersprache und die nachteiligen Folgen ihres Gebrauchs in der Bevölkerung können letztendlich zum Erlöschen der Muttersprache beitragen. Muttersprachen sollten durch die neue (koloniale) Landessprache vom sozialen Dialog ausgeschlossen werden. Diese neue Form der Kommunikation bedeutet nun Fortschritte, wirtschaftlichen Aufschwung und soziales Ansehen.

Unter diesem Gesichtspunkt sind sie das Spiegelbild einer Gemeinde. Durch die ungünstige Lage der Elternsprache sind sie besonders anfällig dafür, sich davon zu distanzieren. Häufig beschließen die Mütter jedoch, sich zu ändern, um ihren Kleinen eine größere Zukunftsperspektive zu geben. Die gebräuchlichen Kommunikationssprachen werden heute als attraktive Alternativen zur oft schwierig zu erlernenden einheimischen Landessprache angesehen, die selbst für Erwachsene nicht mehr verständlich ist.

Die alleinige Bewältigung von Muttersprachen behinderte nach der Selbständigkeit die Teilnahme der Politik. Die Ureinwohner wurden vom Entscheidungsprozess ausgenommen, weil Lese- und Schreibfähigkeit (und die Kenntnis der Kolonialsprache) als Grundvoraussetzung für die Stimmberechtigung angesehen wurde. Der bewusste Wechsel der Sprachen wird dem Unbewussten gegenübergestellt, das als kriechender Vorgang stattfindet und vom Menschen kaum wahrnehmbar ist.

Diese neue Landessprache wird Schritt für Schritt in die tieferen Bereiche des täglichen Lebens einfliessen. Bei den Kindern der überwiegend aus unterschiedlichen Gegenden kommenden Familien werden sie zweisprachig aufgezogen. Gegenseitiges Anleihen von Vokabeln und Idiomen schafft neue sprachliche Akzente. Die Ablehnung oder Ablehnung von Sprachen geht teilweise Hand in Hand mit einer Überlebensstrategie, die aus ethischen Auseinandersetzungen oder politischen Instabilitäten resultiert.

So jagten die Todeskommandos der Regierungen in El Salvador in den 1930er Jahren Eingeborene, die sich offen für ihre eigene kulturelle Identität einsetzten. Auch nachdem die Gewalttätigkeiten in friedliche Gefilde übergegangen waren, war die Angst in das kollektive Bewußtsein der Menschen eingedrungen, was die Rückbesinnung auf die einheimischen Ursprünge erschwert hat. Weshalb sind Sprachen jetzt schutzwürdig?

Das Absterben von Sprachen ist immer mit dem Wegfall von menschlichem Denken und Wissen über Umwelt, Wirtschaft und nachhaltige Ressourcennutzung verknüpft. Verliert man eine Fremdsprache, stirbt damit wertvolles Wissen über die Pflanze, das Tier oder die Heilpraxis. Menschliche Einfallsreichtum, Phantasie und Erkenntnis werden durch die Sprachen ermöglicht und begrenzt.

Sprachwissenschaftler auf der ganzen Welt beschäftigen sich mit der Erfassung und Erhaltung kleiner Sprachen für die Zukunft, aber auch bei der Übersetzung kann viel untergehen. Mit dem Tod einer Fremdsprache geht in der Regel auch die Historie der damit verbundenen Menschen unter. Abschließend möchte ich Ihnen Gebiete Lateinamerikas näher bringen, in denen der Umgangsformen von Muttersprachen nicht anders sein kann:

Brasilien hat eine Gesamtfläche von ca. 8,5 Mio. km und eine Bevölkerung von ca. 192 Mio. davon 735.000 Einheimische. Die Gesamtzahl der gesprochenen Sprachen beläuft sich auf ca. 190, von denen die meisten auf wenige sprechen. Die Kolonien herrschten - auch in Bezug auf die Amtssprache - mit strikten Regeln, wie dem Ausschluss aller indigenen Sprachen und der Erhöhung des Portugiesisch als einzige Lingua franca.

Die brasilianische Judikative wurde oft der Indifferenz bezichtigt, weil sie keine gewalttätigen Angriffe auf die Urbevölkerung unternahm. Der Großteil der hier lebenden Menschen ist indigen. Die Aymará mit etwa 2 Millionen Menschen und die Qechua mit etwa 10 Millionen Menschen sind die größte einheimische Sprachen in der Sierra-Region. Das Verhältnis der beiden untereinander legt nahe, dass es hier weniger eine europÃ?ische, sondern eine gröÃ?ere zu Verschiebungen fÃ?hren kann, die die Kleinen betrifft.

In Peru ist seit den 70er Jahren eine der offiziellen Sprachen, deren zahlreiche Dialekte neben dem Spanischen in die Konstitution miteinbezogen wurden. Die Aymara und andere Sprachen der Andenkulturen müssen daher nicht nur dem Spanischen, sondern auch dem allgemein anerkannten Quetschua standhalten. Der grösste Teil der hier vertretenen indigenen Sprachen ist Guarani.

Die meisten Menschen sprechen von mestizos oder Menschen europäischen Ursprungs, der einheimische Teil ist vernachlässigbar. Sie ist seit den 90er Jahren neben Spanisch eine weitere Sprache und ist voll in den Lebensalltag, die Landeskultur und die Landespolitik miteinbezogen. Aspekt des Sprachtodes. Cichon, Peter (Hrsg.) 1996 Das linguistische Kulturerbe des Colonialismus in Afrika und Lateinamerika.

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