Somalia Reisen

Sommerreisen Somalia

Das Klima: Somalia hat ein tropisches Klima. Nord-Somalia und das Landesinnere sind trocken, während der Süden abwechselnd feucht ist. In Somalia ist die Sicherheitslage sehr gefährlich. Eine Reisewarnung des somalischen Außenministeriums. Enthält Urlaubsplaner, großes Forum und Somalia-Karte.

Ausflug nach Somalia

"Der Somalier bittet mich, während ich auf meinen Reisepass und meine Zigaretten warte." "Jedenfalls, Leute, willkommen in Somaliland!" Die staubige Grenzstadt Waijaale ist der amtliche Anfang von Somalia. Und das aus guten Gründen. Von ihren Basen an der Somaliküste terrorisiert die Piraterie aus dem Indianischen Meer mit einer Entfernung von bis zu 1.000 nautischen Meilen, kämpfende Klans und islamistische Gruppierungen haben das Lande zu einem der gefährdetsten Plätze der Erde gemacht.

Die einstige bezaubernde Stadt ist eine Burgruine, in der die von der Afrikanischen Union entsandten Ugander nur den Flugplatz und zwei oder drei Straßen unter Aufsicht haben, sowie das Gebiet der machtlosen "Übergangsregierung". Dann gibt es noch Somaliland, an der Landesgrenze zu Dschibuti und Äthiopien. Die Somalier freuen sich hier über eine stabile Regierung und Rechtsordnung, einen recht stabilen Friede und eine reale, aber gebrochene Ampelanlage an einer Straßenkreuzung der Sandhauptstadt Hargeisa.

Ein Nachteil: Kein Land der Erde anerkennt Somaliland als seine eigene Staatsbürger. Und die naivste Erwartung, dass die Sprödigkeit auch auf andere Regionen in Somalia übergreifen könnte. Doch wie dem auch sei - die Menschen in Somaliland haben dadurch viele Benachteiligungen. Ob Hilfswerke, Entwicklungszusammenarbeit, Kredite, Versicherungen oder Tourismus: Teil von Somalia zu sein, ist eine der schlimmsten Bedingungen.

Der hartgesottene Reisende, der alle paar Tage die Grenzen überschreitet, hat Vor- und Nachteile. Denn für ihn ist diese Lage von Vorteil. Das Dumme ist, dass man einen nutzlosen Soldat mit einem Kalashnikov nehmen (und dafür zahlen muss) und ein Fahrzeug mit einem Treiber mietet. Ärgerlich sind auch die vielen Paßkontrollen an den Kontrollpunkten alle paar km ( (vor allem, wenn der Wächter nicht in der Lage ist zu sehen und nur auf die wunderschönen, farbenfrohen Visen schaut).

Somalia? Somaliland?

"Der Somalier bittet mich, während ich auf meinen Reisepass und meine Zigaretten warte." Wieder dreht er sich zu dem neben ihm liegenden Astbündel um und rupft ein paar Bäume ab. "Jedenfalls, Leute.... willkommen in Somalia! An der steinigen Strasse, die Äthiopien mit Somalia verband, stehen kleine Häuschen und Kasernen.

Farbenfroh lackierte LKWs standen am Rande und warteten darauf, die Grenzen passieren zu dürfen oder mit Baustoffen, Nahrungsmitteln und allerlei anderen Handelswaren verladen zu werden. Unter den Lastkraftwagen fressen Ziege auf verfaulten Schalen, die Hitze des wolkenlosen Himmels verbrennt gefühllos. Das ist kein Menschenland zwischen zwei arme Länder, aber es ist voll: voller Plastikabfälle von Menschen, die auf beiden Seite der Grenzen zuhause sind.

Da ist eine Kette über der Strasse. lch erhebe sie - und ich bin in Somalia. Somalia? Somaliland? Somalia wurde während der Zeit der Kolonialherrschaft in zwei Bereiche geteilt: In dem viel kleinerem nördlichen Teil, an der äthiopischen Landesgrenze, haben sich die Engländer niedergelassen und machen die Stadt zu ihrem Hauptquartier. Im Jahr 1960 wurden beide Landesteile von Somalia selbständig, und nach einer kurzen Zeit beschlossen sie, sich zu einem vereinten Somalia zu vereinigen.

Die nördlichen Teile erklärten sich für eigenständig vom restlichen Somalia als Sommer. Die beiden grössten somalischen Grossstädte wurden durch den Norden und Süden nahezu vollständig zerstört. Aber nach 5 Jahren des Krieges kam der Friede nach Somaliland zurück, während der restliche Teil Somalias weiterhin von Schrecken und Kriegen erschüttert wurde.

Noch ist Somaliland nicht weltweit bekannt und gehört nach wie vor zu Somalia. Die Somalier freuen sich heute über ein dauerhaftes Regierungs- und Justizsystem, einen recht dauerhaften Friede und ein bombardiertes Jagdflugzeug, das als Monument an einer Schnittstelle der Sandkapitale Hargeisa errichtet wurde. Es gibt einen Nachteil: Kein anderes Land der Erde anerkennt Somaliland als eigenständigen Bundesstaat.

Und auch die Aussicht, dass sich die Sprödigkeit auf die anderen Regionen von Somalia ausbreiten könnte. Vielleicht auch, dass es in Somaliland keine interessante Ressource zu ernten gibt. Doch wie dem auch sei - die Menschen in Somaliland haben dadurch viele Benachteiligungen. Ob es sich um öffentliche Entwicklungshilfe, Darlehen, Versicherungen oder Fremdenverkehr handelt: Es ist in etwa die schlimmste Möglichkeit, Teil von Somalia zu sein, aber de facto von allen Auszahlungen an Somalia ausgeschlossen.

Wenn man nicht die nötige Beachtung als Vereinte Nation erhält, wird sich Somaliland nicht weiterbilden. In Äthiopien beginnen wir unsere Fahrt, in La Bajaale überqueren wir die Stadtgrenze. Rund 5-sitzige Toyota-Kombiwagen aus den 70ern und 80ern sind für den Reisenden verfügbar, sie sind das in Somaliland gebräuchliche Verkehrsmittel.

Da und dort ein paar Leute ruhen im Halbschatten kleiner Häuser und alter Bäume, ein wenig weiter weg ein paar Leute warten bei ihren Fahrzeugen und winkeln uns zu. Bei uns ist das Taxigelände komplett: Zwölf Leute setzen sich auf fünf Plätzen in den Gepäckraum und geniessen die nächste Stunde heißer und feuchter Körperhitze, während wir von der Grenzstelle in Fahrtrichtung Chargeisa dröhnen.

Unsere Nachbarin, die Ältere Somalierin, hat offenbar ein Mitgefühl. Mit Khat-Blättern gibt er mir ein paar Äste und ermutigt mich behutsam und mit Nachdruck, das Gleiche zu tun. Aus Äthiopien, wo sich auch die grössten Anbauflächen befinden, habe ich diesen Strauch bereits kennengelernt. Der Blattsaft wird über die Oralschleimhaut absorbiert und hat eine wohl beste Wirksamkeit im Vergleich zum Vergnügen von Cannabis.

Es gibt ein paar Häuschen entlang der Strasse, der Autofahrer möchte eine Mittagspause einlegen. Sorgfältig gehe ich auf den Snack zu, es gibt Spaghetti und ein paar Hammelstücke in einer Soße. Auf einem der Kunststoffstühle setze ich mich.

Es gibt natürlich andere Zeitpunkte, es gibt teuere und grössere Häuser als das Oriental in Chargeisa - aber keines ist so zentrumsnah und zugleich so billig. Ein Raum kostete fünfzehn Euro - natürlich ohne Klimatisierung, aber mit einem Straßenfenster. Bundles über Bundles legen sich die Somaliland-Versandscheine vor sie, gestapelt zu Dickwänden!

Am häufigsten sind die 500er-Scheine, und auch wenn ein solcher Schein nicht einmal 8 Euro-Cent kostet, gibt es hier immer noch riesige Summen auf der Strasse. Die Geldwechsler fuchteln auf kleinen Läufern, schlummern im Sonnenschirm oder plätschern mit ihren Mitstreitern. lch fragte den Wechselrichter, ob er keine Furcht um sein Bargeld hat.

Wenige Yards entfernt brüllt ein Mann. Mit einem fürchterlichen Säbel ausgerüstet, winkt er heftig, während er laut den neuesten Dschihad ankündigt. Ich bemerke ein besonders hübsches Pärchen, ich bremse meine Treppen. Noch heute frage ich mich in unruhigen Zeiten, wie Hochplateausohlen mit neon-grünem Kunstfell nach Somaliland kommen können.

Mehr und mehr Menschen zieht es in die grösste Metropole Somalilands. Dort werden wir hoffentlich mit einigen Schülern sprechen können, um mehr über das somalische Alltagsleben zu lernen. Viele von ihnen stehen vor einigen Rechnern, wo sie auf der Seite von Google auftauchen. Man versucht die Google-Bildsuche, ihm einige Titelbilder zu präsentieren und öffnete ein Word-Dokument in aller Hektik, wenn er uns sah.

Es gibt überall Lehrbücher. Nächster Tag geht es weiter nach Hause. Unterwegs nach Berbera, nur etwa fünfzig Kilometern nach Nordosten, kommen wir zu einer Abfahrt. Wir sind hier, um eine der wichtigsten Attraktionen von Somaliland zu erblicken. "Tatsächlich meint Las Geel Kamelwasser", erzählt uns der Autofahrer, während er das Fahrzeug mit der rechten Hand um die grössten Steinchen lenkt und ihm ein paar Khatblätter in den Rachen legt.

"Nichts davon ist zu erkennen, wenn das Fahrzeug vor ein paar felsigen Hügeln zum Stillstand kommt. Dahinter wurde eine schlichte Baracke errichtet, im schattigen Bereich der schlichten Terrasse steht ein Mann auf dem Zementboden. Wir müssen ihm nahe sein. Er bewegt sich nach einigen Augenblicken des Nachdenkens wieder: Sein rechter Hand reicht uns langweilig, und ich schiebe mit Erlaubnis des Ministeriums für Tourismus den Umschlag hinein.

Der Hoteldirektor des Oriental Hotel hat es für uns in Hongkong arrangiert und uns ein paar Dollars dafür bezahlt - aber man benötigt dieses Tuch, um Las Geel besichtigen zu dürfen. Ziege springt darin herum und alle paar Tage ein Touris. Das Gebüsch weicht einer kargen Felswüste, einige wenige hundert Höhenmeter von der ebenen Fläche empor.

Wenn wir die bisher einzigsten Fahrgäste wären, würden nach einer kurzen Zeit in einem kleinen Dorf am Straßenrand sieben Fahrgäste einsteigen, die auch an die Küsten fahren wollen. Auf einem kleinen Abhang mit einem aufwendigen hölzernen Balkon und viel Raum drumherum stand diese Wohnung im Vordergrund und so wollten wir sie aus der Nähe sehen.

Ich stehe im schattigen Bereich der Terrasse und spreche mit ihm, so gut ich kann. Die beiden kommen aus Hongkong, aber hier in Berbera fand er Beschäftigung im Fluss. Ein Abend ohne Raum, in einer merkwürdigen Küstenstadt Somalias - das war nicht das, was wir uns erträumt haben!

"Dann, endlich, in einem Innenhof steht in kurzen Intervallen eine Kaserne. Bereits in der Morgendämmerung weht der heisse und kräftige Sturm wie eine Heizung durch die weiten, unbefestigten Gassen der Stadt. Meistens sitzt man neben den großen Netzwerken auf dem Erdboden und flickt die Öffnungen mit neuen Bändern ein.

Ungefähr hundert m von der Küste befinden sich drei große Wracks, die halb in der Bucht versenkt sind. So irreal wie eine Hollywood-Landschaft, die sich ein etwas phantasieloser Bühnenbildner für einen Bürgerkriegs-Film in Somalia ausdachte. Es wird kreischend in den Wogen gespielt oder steht regungslos im Meer, um die Wärme besser aushalten zu können.

Manche von ihnen genießen es, einen Vierbeiner zu nerven, indem sie auf seinen Hintern hüpfen und dann wieder spöttisch schreien, wenn er sie greifen will. "Dort angekommen, sieht man zwei Mann mit einem kleinen Schiff in der seichten Surfbucht. Glücklich, dieses kleine Erlebnis zu wagen - denn die Welt vor Somalia ist schön.

Der strenge Islamismus der Somalier verfolgt offenbar eine sehr anti-fun-Philosophie - jedenfalls was den Spass betrifft. Wenige Stunde später schlagen wir an die Türe seines recht großen Zuhauses. Hier gibt es nicht viel, ein paar Teppichböden und Polster auf dem Fliesenboden, eine Energiesparlampe schwebt schlicht von der Zimmerdecke und breitet sich aus.

4 Jugendliche legen sich auf den Fußboden und grüßen uns herzlich. Man kaut bereits in Trauben, einige Cola-Flaschen herum, man raucht sie. Schon nach wenigen Augenblicken beginnen alle zu tanzen, seltsame Lieder, Mehrstimmigkeit. Schon nach wenigen Songs entfaltet der Chat seine beruhigende Kraft und die Unterhaltungen werden sehr offen.

Das wird auch per Mobiltelefon aufgenommen - vielleicht sind wir bald Somalilands heimliche YouTube-Stars? In Somaliland müssen ausländische Staatsbürger, wenn sie von Ort zu Ort reisen, einen Polizeibeamten der Spezialeinheit (SPU) mitbringen. Wir hatten das schon auf unserer Fahrt von Chargeisa nach Las Geel und Berlin erlebt: Der Bulle saß langweilig neben dem Autofahrer, knabberte und stöhnte, als wir zum Fotografieren oder um uns umsehen aufhörten.

Ein solcher Mann trägt jedoch enorm dazu bei, die alle paar km von gleich langweilenden Kriegern besetzten Strassensperren zu überwinden. Gerüchten zufolge könnte im Polizeipräsidium in Hongkong ein Schreiben herausgegeben werden, das uns erlaubt, ohne diesen Polizeibeamten zu reisen. In der Tat: Als wir dort um eine solche Erlaubnis baten, wurde sie uns unkompliziert gegeben - es wäre für Fremde absolut ungefährlich, auf den Strassen zwischen den beiden Orten zu reisen, sagte der Verantwortliche.

Langeweile, sie erwarten an den Bahnhöfen etwas (!), und ein paar Fremde sind genau richtig! Die Hoteldirektorin stellt uns einen Chauffeur, und am folgenden Morgen geht es - etwas aufgeregt - zu unserer letzten Fahrt durch Smaliland. Auf in die Bergwelt, dann nach Chargeisa und zurück zur äthiopischen Landesgrenze.

So wie wir die letzten Etappen zurück zur Landesgrenze von Chargeisa starten wollen, wird unser Toyota Kombi mit elf Fahrgästen zur Seite geschwenkt und genauestens kontrolliert. Keine Sorge, denn in der Regel können Sie als ausländischer Gast ohne Begleitung an die Grenzen reisen.

Gemeinsam besteigen wir ein klappriges Polizeiauto und donnern über die sandige Straße zum somalischen Polizeipräsidium. Jetzt bin ich etwas aufgeregt, denn am naechsten Tag muessen wir unseren Flieger nach Aethiopien nehmen! Zurück am Taxistand klettern wir zu den anderen acht Fahrgästen, die auf uns knapp zwei Std. warteten.

"Ich wünsche eine gute Fahrt! "Er winkte übermütig hinter uns her, als wir uns allmählich der Grenzlinie näherten. Wenn ich die Hängebrücke wieder überquere, die das Nirgendwo sonst zwischen Somaliland und Äthiopien liegt, bin ich glücklich. In Somaliland haben wir es uns nicht leicht gemacht. In ein paar wenigen Tagen ist es schwierig, ein so weit entferntes und ungewohntes Gebiet zu ergründen.

Die Anreise war sehr mühsam, die Wärme und die unangenehmen Ausfahrten waren für uns ein Problem. Einige Reaktionen auf der Strasse waren hart oder defensiv, und mit unserer kleinen Arroganz, selbst eine Erlaubnis zu schreiben, haben wir es schließlich nicht geschafft. Aber als wir ins GesprÃ?ch gekommen sind, lieÃ?en uns nette Leute wie die junge Amina, der Scheuche El-Dawid oder der scheue Afro-A, ein wenig in die Ideen und WÃ?nsche der Somalier blicken.

Die Entwicklung wie die steigende Anzahl von weiblichen Studierenden an der Hochschule lässt hoffen, dass Somaliland, obwohl es vom Rest vernachlässigt wird, seinen Einwohnern ein immer schöneres und friedlicheres Dasein ermöglichen wird.

Mehr zum Thema