Somalia Karte

Karte von Somalia

Atlas Wikimedia: Somalia - geographische und historische Karten. Auf der obigen Karte ist das bekannte fragmentierte Bild von Somalia dargestellt. Landkarte von Somalia (Land / Staat) mit Städten, Straßen, Flüssen, Seen, Bergen und Sehenswürdigkeiten. Die interaktive Karte von Somalia: Suchen Sie nach Orten und Adressen in Somalia mit unseren Straßen und Routen. Laden Sie jetzt die Vektorgrafik Somalia-Karte herunter.

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Als Somalia (somalisch Soomaaliya; ital. Somalia, Arabisch ??m?l, DMG a?-??m?l) oder Bundesstaat Somalia wird ein Bundesstaat im äussersten östlichen Afrika am Hoorn von Afrika angesehen. Die Bezeichnung leitet sich vom somalischen Volke ab, das die Mehrheit der Bevölkerung ausmacht und auch in den Nachbarstaaten zuhause ist. Das Land ist aus der Vereinigung der kolonialen Gebiete des britischen und italienischen Somaliland hervorgegangen, die 1960 zusammen die Unabhängigkeit erlangten ("Afrikanisches Jahr").

Der Indische Ozean liegt östlich, der Golfo de la L'Aden im nördlichen Teil, Dschibuti und Äthiopien im westlichen Teil und im südlichen Teil Kenias. Davon ist jedoch nur das nordwestliche Somaliland seit 1991 als unabhängige Nationalität international anerkannt. Alle anderen, darunter die Staaten Puntanland, Galmudug und Azania, behaupteten zwar Unabhängigkeit als Selbstverwaltungsstaaten, haben aber die Vorstellung von einem einheitlichen Staat in Somalia nicht aufgeben.

Die neuen Verfassungen treten am kommenden Tag in Kraft. Mit dem Datum des Inkrafttretens der neuen Bundesverfassung am kommenden Tag sind diese selbständigen Länder nun Mitglied der neuen Föderativen Föderalen Republik Somalia (ehemals Somalia). Der Erfolg gegen die radikal-islamischen Mächte im Jahr 2012 ermöglichte es erstmalig, im August 2012 wieder eine paritätische Staatsregierung zu bilden und die von anderen Ländern und Weltorganisationen immer mehr als Vertreter Somalias anerkannte Neuordnung der staatlichen Institutionen in Auftrag zu geben.

Die Stadt Somalia befindet sich im östlichen Teil des Kontinentes, am Hoorn von Afrika auf der somalischen Halbinsel. Im Norden des Staates ist es überwiegend gebirgig und befindet sich im somalischen Hochland auf einer Höhe von 900 bis 2100 Metern über dem Meer; der größte ist der Shimbiris (2460 Meter). Der Jubba - und der Shabeelle-Fluss stammen aus Äthiopien und münden durch Südsomalia und damit durch die somalische Wüste in den Indianischen Ocean.

In Somalia herrschen Monsunwind, ganzjährig warmes Wetter, unregelmäßiger Regen und immer wieder auftretende Trockenheit. Das Hauptproblem Somalias sind die Auswaschung und die Verbreitung der Wüsten. Aber auch die zwischen Kismaayo und der Kenianer Grenzlinie im südlichen Teil des Staates sowie die Korallenriffs am Adener Meerbusen und in der Nähe von Kenia sind von Bodenverschlechterung und -schäden geprägt.

Somalia wird als Somalis bezeichnet. Der Begriff Somalisch wird manchmal auch ungenau gebraucht, schließt aber nur die ethnische somalische Minderheit ein, d.h. er deckt nicht die nicht-somalischen Minderheiten im Lande ab. Etwa 25 % aller somalischen Bürgerinnen und Bürger sind heute ganz oder zum Teil als sogenannte ³eNomaden³c unterwegs. Mit 42% wohnt der Großteil der Bevölkerung im Stadtgebiet.

In Somalia gibt es immer noch über eine Millionen Flüchtlinge (9% der gesamten Bevölkerung) und die meisten von ihnen wohnen in 107 Flüchtlingslagern. Wichtigste ethnische Gruppen sind mit Abstand die Somalier, deren Siedlungsraum sich auch auf Ostäthiopien (Somaliregion), Dschibuti und Nordost-Kenia ausdehnt und die nach heutigem Kenntnisstand kuschitisch-afrikanischen und teils arabisch-persischen Ursprungs sind.

Für die somalische Bevölkerung und die somalische Kultur ist das somalische Clan-System von großer Wichtigkeit, das vermutlich von der Stammesgemeinschaft der arabischen Bevölkerung mitbestimmt wurde. Alle Somalier gehören durch ihre Vaterlinie einem Volk oder einer Sippe an. Die traditionellen Nomaden Dir, Darod, Isaaq und Hawiye werden als " wirkliche Somalis " oder Samaals betrachtet, während die sesshaften ländlichen Gebiete von Ramanweyn als "gefälschte Somalis" oder als Säbel bezeichne.

Diese Clan-Familien gliedern sich in eine große Anzahl von Unterclans und "Geschlechtern" (Somali: rer, was "Menschen von", "Nachkommen von" bedeutet). Traditionsgemäß schützt dieses Verfahren für den somalischen Staat Menschen Leib und Seele, hat aber auch zur Folge, dass es zu einer Blutfehde kommt, die sich nicht nur auf individuelle Straftaten bezieht, sondern auch Streitigkeiten über Wasser- und Weiderecht und Macht beinhaltet.

Nicht-somalische Minderheiten machen etwa 15% der Gesamtbevölkerung aus. Dazu zählen unter anderem die verschiedenen schwarzafrikanischen Ethnien im Süden Somalias, die die Somalier zusammen nennen als" Jarer" ("harthaarig" oder "lockighaarig"). Einige von ihnen stammen von Knechten ab, die im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts aus Tansania, Malawi, Mosambik und Kenia durch den Handel mit Ostafrikanern nach Somalia verschleppt wurden, von denen sich die meisten nach ihrer Entlassung oder Entlassung im Jubba-Tal siedelten.

Seit den 90er Jahren sind sie unter dem Namen Somalia Bantus bekannt. Bei anderen Jarergruppen, wie den Shidles, ist der Ursprung noch unklar; sie können von einer Population vor der somalischen Küstenregion abstammen. Andere Minoritäten sind Mitglieder der Suaheli-Gesellschaft und gemischte Herkunftsgruppen an der Kueste (z.B. Benadiri, Brawanese, Benadiri/Reer Hamar), im ganzen Lande weit verstreute Gruppierungen wie Yibir und Midgan, die auf gewisse Berufsgruppen begrenzt sind, sowie mehrere tausend Arabern und mehrere hundert Indianer und Pakistanis.

Somalias wichtigste Landessprache ist Somalisch (Af-ka Soomaali-ga) - eine ostkushitische Landessprache aus dem Zweig der Kuschitensprachen und damit Teil der afro-asiatischen Sprachenfamilie - die heute von etwa 12 Mio. Menschen in Somalia und den Nachbarregionen ausgesprochen wird. Auch in Somalia wird die somalische Landessprache von allen Minoritäten benutzt.

In einem kleinen Teil des Somalibantu wurde die Bantu-Sprache auch weiterhin verwendet. Somalia war neben Tansania der einzige afrikanische Bundesstaat, der sich nach der Befreiung vom Einsatz europäischer kolonialer Sprachen entwickelt hat. Die Somalis streben eine Vereinheitlichung und Scripting der Somalis an. Somalier gewannen schnell an Akzeptanz in Administration, Bildung und Presse, während Italien, England und Arabien an Wichtigkeit einbüßten.

Nahezu 100% der somalischen Zivilbevölkerung zählt zum Sunnitenzweig des Islams. In Somalia sind die wenigen Nicht-Muslime mehrere hundert Menschen, die nahezu alle aus dem Ausland stammen. Zu der äthiopisch orthodoxen Tewahedo Kirche zählen die wenigen christlich-somalischen Gläubigen. In Somalia ist die Tradition des Islams in den Gemeinden und unter den nomadischen Völkern recht moderat und gemischt mit dem gewohnten Recht der Sippschaften.

Der zunehmende Einfluß des Islams hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Situation der Frauen: Das Bildungssystem im nahezu unabhängigen Teil Somalilands wurde seit der Erklärung der Unabhängigkeit erweitert. Der Grund dafür ist die islamische Religionszugehörigkeit und die Tatsache, dass seit Ausbruch des Krieges relativ wenige Menschen von außerhalb in das Lande gekommen sind. In Somalia leben die meisten Flüchtlinge und Binnenvertriebenen der Welt.

Im Jahr 2016 werden etwa 977.000 Somalier beim UNHCR gemeldet sein. Davon sind vierzehntausend nach Kenia geflohen: in Dadaab, dem weltgrößten Flüchtlingscamp, fünfundzwanzigtausend im Kakuma-Lager und vierundzwanzigtausend in der Stadt. 18 ] 215.000 Somalier sind nach Äthiopien geflüchtet und wohnen in fünf Flüchtlingslagern in der Region Dollo Ado.

Es gibt auch 235.000 Somalier im Yemen und sie sind dort in den Camps von Al-Kharaz und Al-Mazrak aber auch in Großstädten wie z. B. ?Aden, ?Amran, Al Mukalla und Sana'a untergekommen. Die Lage im Yemen ist vergleichbar mit der in Somalia, wo sich das Volk auch in einem Krieg befindet: 10% der jemenitischen Zivilbevölkerung haben ihre Häuser verlassen und sind Binnenvertriebene und 80% sind auf die Unterstützung durch Hilfsorganisationen angewiesen. 2.

20] 37.000 Somalis sind nach Uganda geflohen. Im modernen Somalia wurden die frühesten erhaltenen Menschenspuren in der südsomalischen Stadt Büur Heybe wiedergefunden. Die Höhlenmalerei in Laas Geel bei Chargeysa datiert von 4000 bis 3000 v. Chr. Die Urväter der Somalis sind um 500 v. Chr. bis 100 n. Chr. aus dem südäthiopischen Bergland ausgewandert und haben sich mit maurischen und persianischen Immigranten, vor allem in den Handelsplätzen an der Atlantikküste wie Zeila, Hobyo und Mogadischu, die ebenfalls ab dem Sieben.

Am Ende des neunzehnten Jahrhundert erlebte das von Somali besiedelte Land seine Teilung, die bis heute anhält. Das Nord-Somalia wurde von Großbritannien als britisches Somaliland, der Süd-Somaliland und der Ost-Somaliland als italienisches Somaliland von Italien kolonisiert. Die beiden Siedlungen wurden am 11. Juni 1960 als Somalia selbstständig. Die Beziehungen zu den Nachbarländern waren durch die territorialen Ansprüche Somalias belastet (siehe Groß-Somalia), vor allem in der heute äthiopischen Ogaden.

In den Jahren 1977/78 kämpfte er den Ogadener Krieg gegen Äthiopien, den Somalia unterlag. Durch den Machtkampf zwischen seinen Führern Mohammed Farah Aidid und Ali Mahdi Mohammed löste sich der Vereinigte Somali-Kongreß, der den Umsturz von Barres anführte, auf. In Somalia kam es zu Auseinandersetzungen mit Clans und Kriegsherren. Wie auch in anderen Ländern Somalilands hat sich der nördliche Teil des Staates unilateral und ohne jegliche staatliche Unterstützung für selbständig erklärt.

Im Jahr 2000 wurde nach den Friedensgesprächen in Dschibuti eine Übergangs-Bundesregierung (TFG) unter dem Präsidenten Abdiqasim Salad Hassan gegründet. Die gemäßigten islamistischen Kräfte in Somalia waren nett zu ihr, aber sie wurde von den starken Kriegsherren des Landes abgewiesen. In Somalia konnte die Regierung nicht an die Macht kommen und brach 2003 zusammen Eine neue Übergangs-Bundesregierung unter dem Präsidenten Abdullahi Yusuf Ahmed wurde 2004 auf einer Friedens-Konferenz in Kenia eingesetzt.

Es hatte nicht die Zustimmung der islamistischen und der meisten von ihnen, die das Land beherrschten. Die neue Transitionsregierung siedelte sich dann in der nordwestlichen Provinz Bidoa an. Die Vereinigung der Islamischen Höfe besiegte zur Jahresmitte 2006 von den bis dahin dort regierenden Kriegstreibern das Land und große Teile des Landes, verhängte nach der Sharia eine gewisse - anders strikt angewandte - Ordnung und bekämpfte die Transitionsregierung an den Rändern der beiden Teilgebiete.

Mit finanzieller Hilfe und mit Hilfe von Rüstungsgütern unterstützten die USA die Somaliübergangsregierung. Auch die USA haben mehrere zielgerichtete Luftschläge gegen islamische Institutionen unternommen. Um die Afrikanische Einheit zu schützen, leistet die EU einen finanziellen Beitrag zur Unterstützung der Transitional Government and Peacekeeping Force (AMISOM). Bis Ende 2010 beherrschten die kämpferischen Isländer, insbesondere al-Shabaab, den größten Teil von Süd- und Zentral-Somalia.

Der Interimsregierung unter Scheich Scharif Scheich Ahmed musste sich in einigen Gebieten Mogadischus etablieren und wurde von mehreren tausend AMISOM-Soldaten tagtäglich geschützt. Die Al-Shabaab hat die Menschen strengen Vorschriften unterworfen, die auf einer extremen Auslegung des Islams beruhen. Aber es gab auch Somalis, die al-Shabaab profitierten, indem sie Frieden und Ordnung brachten und die Verbrechen effektiv bekämpften.

Anfang des Ramadan haben al-Shabaab und Hizbul Islams gemeinsam eine militärische Großoffensive gestartet, um TFG und AMISOM endlich zu zerschlagen. Gemeinsam hatten die Isländer etwa 8000 Jäger. Der hizbulische lslam löste sich sichtbar auf. Die Überreste des Hizbul Islams wurden im Dez. 2010 in al-Shabaab einverleibt. Die TFG und AMISOM, die von den ASWJ-Einheiten und einem Teil der Äthiopischen und die kenianische Army Unterstützung erhielten, haben ab Feb. 2011 Maßnahmen gegen al-Shabaab ergriffen.

Die Al-Shabaab wurde geschlagen und verliert immer mehr Unterstützung in der Gesellschaft. Einer der Gründe dafür war die unzufriedenstellende Antwort der al-Shabaab Führung um Emir Ahmed Abdi Godane auf die sich seit einigen Wochen verschlimmernde Trockenheit in Somalia. Al-Shabaab lehnte es ab, internationalen Beistand zu gewähren. Der Gruppensprecher stellte die Hungerkatastrophe im Juni 2011 als Westpropaganda dar.

Al-Shabaab musste sich im August 2011 aus Mogadischu zurueckziehen. Die TFG und ihre Unterstützer konnten al-Shabaab jedoch erst zur Jahresmitte 2011 endgültig unterlegen. In Somalia marschieren am Donnerstag, den 14. November 2011, zwei kenianische Verteidigungsbataillone (KDF) mit rund 2.400 Mann in der Aktion Linda Nchi (deutsch: Verteidigung der Nation) gegen Al Shabaab ein.

Kenyanische Soldaten zogen nach Afmadow und in den ökonomisch und ökonomisch wichtigen Hafen von Kismayu im südlichen Somalia. Die Militaeraktion wurde durch Entfuehrungen von Auslaendern in Kenia ausgeloest. Die Kenianer konnten bis zu einer Tiefe von etwa 110 Kilometern in Somalia eindringen und kontrollieren nach eigenen Informationen eine Ausdehnung von 95.000 Quadratkilometern.

Das somalische Nationalparlament hat am kommenden Tag eine neue vorläufige Satzung verabschiedet. Damit wurde die somalische Transitionsregierung ersetzt und zum ersten Mal eine normierte staatliche Ordnung wiederhergestellt. Aus Somalia wurde eine Föderative Republik, obwohl noch keine Staaten gegründet wurden. Gemäß der Satzung sollten die Europaabgeordneten festlegen, wie viele Staaten Somalia haben wird.

Der Übergangs-Bundesstaat wurde weltweit ausgezeichnet und vertrat das Vaterland in den Vereinigten Staaten, der Araberliga und anderen Staaten. Sie hat sich jedoch seit ihrer Gründung im Jahr 2000 im Lande selbst nicht durch die Herstellung von Frieden und Ordnung und die Erbringung von Diensten durchgesetzt. Jahrelang war die Transitionsregierung innenpolitisch in Konflikt geraten, und ihre Führer wurden immer wieder beschuldigt, korrumpiert zu sein und sich mit fremder Unterstützung auf eigene Rechnung zu bereichern. 2.

Zum ersten Mal seit Beginn des Jahres 2011 sah es so aus, als könne die Transitionsregierung die Macht in Mogadischu und einigen Gebieten im Süden Somalias erringen. Es ist fragwürdig, ob der eventuelle Militärsieg über die jihadistische Miliz al-Shabaab nach über zwanzig Jahren Staatenlosigkeit und Krieg eine echte Trendwende für Somalia darstellt.

Im Frühjahr 2012 entstand zum ersten Mal die Vorstellung, Somalia in eine Föderative Republik zu umwandeln. Sie wurde im Monat September 2008 aufgehoben und durch eine internationale Bundesregierung abgelöst. Seither hat Somalia ein föderales Parlament. 38 ] Mehr als drei Mio. Menschen, also zumindest ein Drittel der somalischen Gesamtbevölkerung, waren bis zur Jahresmitte 2011 auf die Bereitstellung humanitärer Hilfsgüter angewiesen. 4.

Dabei fiel der Kampf zwischen den islamischen al-shabaabischen Milizen auf der einen Seite und der Transitionsregierung und den AMISOM-Truppen auf der anderen Seite mit dem Gipfel einer Trockenheit ab 2011 zusammen. Zahlreiche Welthilfsorganisationen hatten Somalia wegen der andauernden Verunsicherung bereits seit einiger Zeit verlässt. Weitere, wie das World Food Programme (WFP), wurden von den islamischen Machthabern aus den von ihnen beherrschten Gegenden verdrängt.

Die Al-Shabaab beschuldigte das WFP, die Verkäufe der Somalier zu drosseln und die Unterstützung an westliche politische Anforderungen zu knüpfen. Kriege, fanatischer Wahnsinn und fehlender Niederschlag haben zu einer Hungersnot geführt, die viele Somalier das Leben gekostet oder sie zu Flüchtling im Nachbarland Kenia gemacht hat. Weit weniger drastisch ist die Situation im größtenteils ruhigen Norden Somalias, wo es sich bei den beiden de facto autonomen Staaten handelt.

Humanitäre Helfer, Journalistinnen und Menschenrechtsaktivisten gehen bei ihrer Tätigkeit in Somalia große Gefahren ein, einschließlich der Möglichkeit, gekidnappt oder umgebracht zu werden. Die UNO-Generalsekretärin, der unabhaengige UN-Experte fuer die Menschenrechtslage in Somalia und der Menschenrechtsbeauftragte des UNO-Generalsekretaers fuer Binnenvertriebene haben in ihren Beitraegen ueber Menschenrechtsverletzungen, einschliesslich der Anwerbung von Kinder fuer den Waffenkampf, gesprochen.

Aufrufe aus dem Ausland und von somalischen Streitkräften, endlich völkerrechtliche Straftaten zu bestrafen, sind ohne Wirkung geblieben. So ist Somalia u. a. ordentliches Mitglied von Afrikanischer Gemeinschaft, den Vereinigten Staaten, der Islamischen Kooperation und der AAB.

Wegen der schwachen Sicherheitssituation im Lande haben nur wenige Länder volle Diplomatenbeziehungen und eine eigene Auslandsvertretung in Mogadischu. Im Mittelpunkt der Kooperation mit den Ländern Europas stehen die Förderung des Aufbaus eines funktionierenden Staates. Das Verhältnis zu den USA hat eine hohe Sicherheitskomponente für Somalia.

Im Kampf gegen die al-shabaabische Miliz haben die USA die Regierung Somalias in Mogadischu unterstützt und direkt militärisch unterstützt, unter anderem durch den Rückgriff auf Militärdrohnen. Der Staat ist in 18 Landesteile aufgeteilt. Somalia ist eines der armen und am schwächsten entwickelte Länder der Erde, und die politischen Verhältnisse machen es schwer, genaue wirtschaftliche Daten zu erheben.

Man schätzt, dass etwa 70% der Einwohner von der Agrarwirtschaft abstammen. 58] Ein großer Teil der Somalier ist auf Geldtransfers von Angehörigen im Ausland  angewiesen, so dass Geldtransfereinrichtungen - die zumeist im Rahmen des Hawala-Systems arbeiten - mit einer stabilen Inlandsnachfrage im Dienstleistungsbereich gerechnet werden kann. Im Jahr 2008 war Somalia auch von den gestiegenen Lebensmittelpreisen aufgrund der hohen Teuerung, der Dürre, der sich verschlechternden Sicherheit und der weltweiten Auswirkungen geprägt.

Doch da es keine staatlichen Regelungen gibt, können auch Tätigkeiten wie Fälschungen, Produktpiraterie vor der Somaliküste oder der umweltschädliche Export von Holzkohle weitestgehend unterbleiben. Somalia rangiert unter 180 Staaten im Corruption Perception Index 2017 und zuletzt im World Bank Easy of Doing Business Index 2018.

Durch den Zusammenbruch des Staates ist es äußerst schwer, Elektrizität, Kapital oder Fachkräfte im Lande zu bekommen. Durch die ungewisse weltpolitische Situation, insbesondere in Süd- und Zentral-Somalia, werden die Aktivitäten der internationalen Hilfswerke, die hauptsächlich in der Entwicklungshilfe aktiv sind, behindert. UNO-Organisationen wie UNICEF und das Nahrungsmittelprogramm der UNO leisten menschliche Nothilfe.

61] Im stabilen Nordteil (Somaliland und Puntland) wird ebenfalls gebaut, vor allem mit Geldtransfers von Ausländern aus Somalia, aber auch durch die internationalen Partner. Aufgrund der besseren Umweltbedingungen fließen zunehmend Mittel der internationalen Unterstützung für Somalia in diese Regionen im Nordosten. Laut einem Beitrag von IRIN[64] weist die Landesregierung der halbautonomen Gegend von Punttland darauf hin, dass die Zahl der illegalen Fischereiflotten seit der Anwesenheit ausländischer Schiffe an der Küste Somalias zunimmt.

Da es den Bundesstaat Somalia nicht gibt, gibt es zurzeit keinen Staatshaushalt. Somalias Unternehmenskultur ist von Nomadismus, islamischer und (mündlicher) Poesie bestimmt. In der somalischen Gastronomie gibt es von Land zu Land, vor allem im nördlichen Teil des Landes, verschiedene Einflussfaktoren aus der somalischen und äthiopischen Tradition sowie Einschnitte von Jemenitern, Persern, Turks, Indianern und Italienern.

Die Musikalische Prägung des Landes ist vor allem durch die traditionell Somaliische Volkskunst geprägt. Auf den ersten Blick ähnelt die Somalimusik den umliegenden Gebieten wie Äthiopien, Sudan oder Arabien, doch bei näherem Hinhören werden die besonderen Somalimelodien erkannt. Ein bekannter somalischer Sänger war Magool (1948-2004).

Nach Maryam Mu?sal (* 1950) ist Magools Neffe K'naan (* 1978), der mit Wavin' Flag die Nummer 1 in vielen Charts erreicht hat, wohl der berühmteste lebendige Somali. Hassem Elisie : Staatlichkeit und Verfassungsbildung in Somalia : Islamische Antworten auf einen gescheiterten Staat. Impressum Ioan M. Lewis: Somalia und Somaliland: Kultur, Geschichte und Gesellschaft, 2008, ISBN 978-1-85065-898-6.

Jutta Bakonyi: Die Erfindung und Entwicklung am Beispiel Somalias, Campus Verlagshaus, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-593-39528-9 Dieter H. Kollmer, Andreas Mückusch (ed.): Wegeweiser zur Geschichte: Hornvon Afrika.

Schoeningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-506-76397-6. Von Abdirizak Scheich, Mathias Weber: Keine Ruhe für Somalia? Zwei. Rew., M.-W. Herausgeber, Frankfurt 2010, ISBN 978-3-934517-11-0. Micheal Birnbaum: Somalia in der Krise. Heidekrautpresse, München 2002, ISBN 978-3-453-86109-1. Sagte Scheich Samatar: Somalia - Land sucht einen Staat. Westansicht Presse, Boulder (Colorado) 1987, ISBN 978-0-86531-555-6. Virgil Höhne und Virginia Luling (Hrsg.): Le ere Milch und Paix, Dürre und Krieg: Kultur, Gesellschaft und Politik Somalias (Essays zu Ehren von I.M. Lewis).

München 2010, ISBN 1-84904-045-1 Markus Virgil Höhne: Somalia zwischen Kriege und Staat. IAK, Hamburg 2002, ISBN 3-928049-84-4 Somalia-Aktuell: Aktuelle Meldungen aus Somalia, Chronologie der somalischen Bevölkerung, Literarische Liste zum Thema Somalia, Berichte aus Somalia. von Paul Moreira: Somalia - Durcheinander am Waldrand von Afrika.

Die Mafia der giftigen Abfälle. Fernsehapparat, mögen den 24. März 2011, erreicht worden sein, zwölf Monate lang. von World population prospects - Bevölkerungsabteilung - Vereinte Nationen. von UNICEF Somalia: Statistik, abrufbar am 8. Dezember 2013. Transparency International e. V.: Korruptionswahrnehmungen 2016. In: www.transparency.org.

? Reporters without Borders e. V.: Somalia. UN-Bericht über Somalia: 255. Bei der Hungerkatastrophe am zweiten Mai 2013 starben 000 Menschen. ? Genitale Verstümmelung in Afrika - Somalia. Somalia 2015 Menschenrechtsbericht. Die Erkundung der somalischen Regierung ebnet den Weg für Schuldenverhandlungen. ? Richard Lough, Louise Heavens: IWF-Hilfe bringt Somalia auf den Weg zum Schuldenerlass.

Somalische Küche, Autorenhaus 2007.

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