Paraguay Auslieferung

Lieferung nach Paraguay

Keine Auslieferungsabkommen mit Paraguay Unter Präsident Carlos Saúl Menem lehnt Argentinien den Antrag Paraguays auf Auslieferung von Lino César Oviedo Silva. gegen seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten ab. im Tacumbu Staatsgefängnis in Paraguay. Zuvor hatte Paraguay seine Auslieferung vergeblich gefordert. Die Paraguayer fordern die Auslieferung des Putschisten.

Internationaler Haftbefehl und seine Geltung in Paraguay

ASUNCIÓN: Wie der Falle von Johann Ehmann bereits gezeigt hat, ist in Paraguay ein Interpol-Antrag mit einem internationalen Fahndungsbefehl nicht nur nach 5 Jahren wertlos, sondern muss auch noch einmal von einem paraguayanischen Gericht bekräftigt werden. In Paraguay wird die Suche wenig oder gar nicht erfolgreich sein.

Dieses Mal sind es die Brasilianer, die sich zu Recht über das Vorgehen der paraguayanischen Judikative beschweren. Der von den Brasilienern gesuchte Paraguayer Óscar Antero Cárdenas Morel wurde von der Rechtsprechung seines Heimatlandes bzw. von Herrn Bürgermeister Pedro Martínez bevorzugt, nachdem er ihn nach seiner Festnahme vor zehn Tagen freigelassen und die Auslieferung an Brasilien gestoppt hatte.

Das wäre nicht in allen anderen Staaten der Gegend geschehen. In Brasilia wirft die Firma ihren paraguayischen Kolleginnen und Kollegen vor, den Flüchtling zu verbergen, und stellt fest, dass der Fahndungsbefehl mindestens in allen anderen Staaten der Gegend gültig bleibt.

Starrköpfige Geschicklichkeit

Der in Paraguay aus einem Gefängnis geflohene Kuppler Sandro H. verspottete vier Jahre lang die heimische Gerechtigkeit. Das seit vier Jahren zusammengetragene Justizpuzzle um Sandro H. ist noch nicht abgeschlossen. In den naechsten Tagen wird der 44-jaehrige Zuhaenger Sandro H., der des Mordes verdaechtig ist, aus seinem Ausreiseland Paraguay nach Oesterreich ausliefert.

Dies war eine erstaunliche Änderung für alle Instanzen, zumal erst im Monat April in Asunción, der paraguayischen Landeshauptstadt, ein Gerichtshof dem Auslieferungsersuchen nicht nachgegeben hatte. Das Auslieferungsabkommen mit Österreich stammt aus dem Jahr 1907 und hat nur historische Bedeutung. "Noch vor wenigen Tagen sprach unser Ehrenkonsul vor dem Vorsitzenden des Bundesgerichtshofs über die Auslieferung", sagt Nikolaus Lutterotti, Ministerialrat.

Die Interpol Paraguay hat die Auslieferung eines Spitzel für die Kleine Zeitung zugesagt. Im Jahr 2008 wurde Sandro H. nach einem versuchten Attentatsversuch wegen vorsätzlicher schwerwiegender Übergriffe zu 30 Monate bedingungsloser Freiheitsstrafe verhaftet. Der von Sandro H. angeheuerte Mitarbeiter wurde im Mai 2011 wegen Teilnahme am Versicherungsmissbrauch zu zwei Jahren Gefängnis bestraft.

Es wird für Polizeibeamte und Richter schwerer, Sandro H. wegen des Verschwindenlassens seiner Lebensgefährtin Michaela Grabner zu verfolgen. Sandro H. hat diese Vorwürfe bisher entschieden verschwiegen. Michi wollte auch nie über Sandro sprechen", sagte die Schwiegermutter der verschwundenen Christine Grabner. Die Polizeibeamten sagen uns, dass die Wiederkehr von Sandro H. auf gemischte Gefühle stößt.

Die Zuhälterin behauptet, in mehreren Verhörprotokollen aus dem Jahr 2007 wiederholt Auskünfte für die Gendarmerie eingeholt zu haben, insbesondere im Bereich der Betäubungsmittel. Sandro H. sagte, dass seine Spionageaktivitäten zu mehreren Festnahmen geführt hätten. Bei Sandro H steht das allerletzte große Teil des Puzzles noch aus. Doch mit seiner Heimkehr wächst die Erwartung.

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