Papst in Paraguay

Der Papst in Paraguay

Für eine gute Woche bereiste Francis seinen Heimatkontinent. Es gibt wohl keine Worte, die ich in den letzten Tagen öfter gehört habe als die Worte "Papa Francisco". Nun hat es einen Bischof in Paraguay getroffen. Unter www.adveniat.

de finden Sie eine spezielle Seite über Papst Franziskus. Francis forderte ein Ende der Ausbeutung und Unterdrückung am Ende seiner Reise nach Südamerika und warnte vor "ideologischen Ansichten".

Besuch des Papstes in Paraguay - "Theologie der Befreiung lebt" (Archiv)

Ex-Präsident Fernando Lugo rechnet mit einem "Bad in Bescheidenheit" für sein Heimatland vom Aufenthalt des Vaters. Bereits die Lebensweise von Francis sagt mehr als viele Wörter, sagte Lugo im DLF. Doch der ehemalige armenische Bischof und Staatsoberhaupt, der 2012 gejagt wurde, liess offen, ob er an der Messe des Vaters teilnimmt. Töniges: Was bringt dieser Besuch des Heiligen Vaters für Paraguay?

Ferdinand Lugo: Nun, ich bin überzeugt, dass der Besuch dieses Heiligen Vaters in der Tat etwas Entschlackendes sein wird, so etwas wie ein Symbol der Erniedrigung und des Anstands. Sogar der private Lebenswandel dieses Vaters sagt mehr als viele Wörter. Monseñor Bergoglio, Papst Franziskus, ist mit vielen Dingen vertraut, er muss als Papst weltweit mitdenken.

Besonders hervorzuheben ist für uns, dass er selbst aus Lateinamerika kommt. Kann das heißen, dass ein lateinamerikanischer Kopf der Katholiken auch die in Lateinamerika entstandenen Ideen der Freiheitstheologie wiederbeleben könnte? Lugo: Es gab nie eine Zeile der theologischen Freiheit.

In anderen Drittweltländern gab es schon immer mehrere Varianten der Freiheitstheologie. Eines Tages durchquerte die Freiheitstheologie den südamerikanischen Festland. Johannes Paul der Zweite hatte dies bereits in einem Schreiben an das Bischofsamt Brasiliens erkannt, in dem er die Freiheitstheologie als das universelle Vermächtnis der Gemeinde nannte. Doch natürlich ist die Freiheitstheologie zunächst eine südamerikanische theologisch.

Es kommt von unserem kontinentalen Territorium, das von Verdrängung, Elend und Ungerechtigkeit durchzogen ist. Diese Kontinente haben ihre eigene Denkweise im theologischen Sinn entwickelt. Dabei ist die Befreiungstheologie keinesfalls erloschen. Das erste Stadium der Schöpfung und die ersten Tätigkeiten sind vorbei, aber die Befreiungstheologie wird weitergehen.

Das Tönigreich: Trotz vieler Negativbeispiele auf dem lateinamerikanischen Festland gibt es auch hier in der Gemeinde eine 500-jährige kirchliche Überlieferung von Klerikern, die sich für die Bedrängten einstehen. Das seit Bartolomé de las Casas, dem Schützer der Indianer, es in der Gemeinde immer Säulen gab, Pfarrer, die auf der Seite der ausgegrenzten Schicht stehen, die Ärmsten, ist uns besonders am Herzen liegend.

Der Papst wird sich wahrscheinlich auch noch einmal daran errinern. Dies hat eine lange, gute Geschichte - auch wenn es nicht die amtliche Richtung der Kommission war. Auch in Paraguay. Bis 2005 war Fernando Lugo der katholische Diözesanbischof der Diözese San Pedro im armen Dorf. Im Jahr 2008 unterstützte ein linkes Bündnis den Präsidenten von Paraguay, nachdem er von Rom in die Fußstapfen des Laien getreten war.

Heute ist der 64-jährige Paraguayer nach wie vor als senatorisch aktiv.

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