Merkel nach Paraguay

Bundeskanzlerin nach Paraguay

Merkel geht nach Paraguay? In der Zeitung sprach Mike Mohring von einem "wichtigen Schritt nach vorn". NACH DEM ZUSAMMENBRUCH NACH PARAGUAY FLIEHEN? Endlich sollte sie nach Paraguay gehen. Doch Angela Merkels Vorsprung ist so groß, dass er nicht mehr aufholen kann.

Rohrinferno für Merkel in Torgau

Aus TUBE und GERD | Die Merkel Tour of Disaster geht weiter. Die nordsächsische Landeshauptstadt Torgau steht auf der Tagesordnung. Nur zehn Gehminuten vom Markt entfernt. Die Torgau ist eine wirklich wunderschöne und interessante Metropole mit vielen Renaissancebauten. Die Markthalle ist die gedeckte Kanzlerbühne, davor der geschlossene VIP-Gästebereich und darum herum noch viel Raum für das einfache Publikum.

Von den Identitäten und einer lokalen Widerständlergruppe aus Torgau wurden Flugblätter verteilt, die AfD war auf dem Marktplatz mit etwa 100 bis 200 Personen präsent. Der Wahlkampfleiter der CDU war wohl über den katastrophalen Ablauf von Merkels Auftritten in anderen Staedten empoert und hatte einen Vorschlag ausgearbeitet, die Pfeifenkonzerte der Merkel-Gegner zu drosseln.

Es wurden große Werbeplakate mit der Aufschrift "Hören statt Pfeifen" aufgedruckt. Mit diesen Postern ausgestattete Kampagnenhelfer verteilen sich auf dem Markt. Gegen 17 Uhr war der Markt gut besetzt und mit der Einfahrt des Kanzlers nahm die Tragödie ihren Verlauf. Nicht nur die üblichen "unorganisierten" Stadtbewohner pfeiften laut und leise, sie hatten auch viele selbst geschriebene Posters und Banner dabei.

Doch Torgau war letzte Nacht noch gewalttätiger.

Merkels Morgendämmerung

Eine neue Wahl bedroht einen weiteren Zusammenbruch der Gewerkschaft - und die Waehler wollen Merkel schlichtweg nicht mehr haben. Der Star von Merkel brennt. Nur mit den Anhängern der CDU und der Gruenen (was viel sagt) kann sie noch auf die Unterstuetzung der Mehrheit rechnen. Aber alle anderen würden sie lieber nach Paraguay (oder irgendwo anders) entsenden, wo sie Deutschland und seinen Staatsbürgern nicht mehr wehtun kann.

Eine " Civey " Umfrage für "t-online " ergab, dass (gewichtet) 37,7 Prozentpunkte der Bundesbürger Merkel "keineswegs" wieder laufen lassen wollen, weitere 15,7 Prozentpunkte lieber nicht - das sind 53,2 Prozentpunkte. Mit 46,0 bzw. 14,0 (insgesamt 60) Prozentpunkten sind die Daten nicht besser. Nur 39,7 (und 36,8 in den Rohdaten) Prozentpunkte sind für einen weiteren Lauf aussagekräftig.

Unter den Befürwortern der CDU/CSU sind es nach wie vor rund 80 Prozentpunkte, unter den Gruenen mehr als 50 Prozentpunkte, während sie nicht einmal mehr bei einem Viertelpunkte der SPD -Anhänger, nur noch bei einem knappen Drittelpunkte der FDP-Anhänger und etwa einem Viertelpunkte bei den Links.

Die Befürworter der AfD wollen am wenigsten, dass der Kanzler wieder auftaucht - weniger als 10 % von ihnen. Außerdem zählt sie in der Regel mehr auf die Frau als auf den Mann. Mit 41,0 Prozentpunkten will eine relativ große Zahl von Bundesbürgern eine Neuwahl, während nur 20 Prozentpunkte eine große Regierungskoalition zwischen der EU und der SPD nach dem Misserfolg der Jamaika-Verhandlungen befürworten.

Auch eine Minderheitenregierung von Gewerkschaft und FDP oder von Gewerkschaft und Gruenen haette nur 14,3 und 16,1 Prozentpunkte. Sollte Merkel bei der Neuwahl wieder kandidieren? Bei einer Neuwahl würde die CDU/CSU aber wahrscheinlich auf weniger als 30 und die SPD auf etwa 20 % sinken.

Die AfD (bis zu 15 Prozent) und (laut Civey) gar die Gruenen, die vielleicht die FDP ueberholen, werden vor allem davon beguenstigt, waehrend die Linken vor allem unter den Auseinandersetzungen zwischen Kipping und Wagenknecht leiden. Interessanterweise sollten die Gruenen (als die Partei, die die CDU wirklich gestürzt hat) vom Ende Jamaikas weiterhin profitiert haben.

Jedenfalls nähert sich die Dämmerung von Merkel. Die Tage als Kanzlerin und Parteivorsitzende sind vorbei, auch wenn ein großer Teil der CDU-Wähler sie aus welchen Motiven auch immer noch in Schach halten - und sie setzt auf ihn.

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