Mennoniten Kleidung

Bekleidung aus Mennonit

Kleidung sollte nach Neufeld geschlechtergerecht und keusch sein. Die Mennoniten wie die Baptisten[Anmerkung: Gemeint ist die "konservativere" Richtung] haben einige lobenswerte Eigenschaften. Die Mennoniten sind eine protestantische Freikirche, die auf die Täuferbewegung der Reformation zurückgeht. Hi, gibt es hier irgendwo Mennoniten? Bekleidung aus dem Unterelsass, in der Mitte ein mennonitisches Paar in akzentuierter Form.

Bekleidung

Mennoniten von heute sind eine weltumspannende Gemeinschaft des Glaubens (?Globalisierung) und reflektieren die Vielfalt ihrer Kultur in ihren Sitten und Gebräuchen. In Sumiswald, einer kleinen Stadt in der Schweiz, fand im März 2012 die European Mennonite Regional Conference (MERK) statt. Viele Teilnehmende, sowohl junge Menschen als auch ausgewachsene, tragen lässige Jeanshosen, T-Shirts oder bequeme Kleidung.

Die Mennoniten in der DR Kongo feiern zwei Monaten später das hundertjährige Jubiläum ihres Glaubens. Der Chor hat sich mit Tausend Stimme an den Feiern beteiligt. Eigens für diesen Anlass wurde der Baumwollstoff mit weissen Brieftauben auf einem hellrosa Grund gedruckt und zu Shirts und langem Kleid verarbeitet.

Eine spezielle Nachricht an die Umgebung zu senden oder einen Sonderstatus in der Gemeinde mit Kleidung anzugeben, geht auf das Urchristentum zurück. Pfarrer, Ordensbrüder und Ordensschwestern unterscheiden sich in ihrer Kleidung (Chorhemd, Stola, Mönchskutte, religiöses Gewand, Soutane) von den Laizen - nicht nur in der Gottesdienstfeier, sondern auch im täglichen Leben auf Strassen und auf dem Platz, auf der Reise und auch in der Felde.

Aber nicht nur die Repräsentanten des kirchlichen Lebens, sondern auch die Laie selbst als Angehörige der verschiedenen weltlichen Klassen, Adelige, Staatsbürger und Bauer, haben sich im Laufe des Mittelalters von den Laizisten abgetan. Sämtliche Ländereien im Römisch-Deutschen Kaiserreich unterliegen einer bindenden Dresscode (seit 1478). Die Kleidung wurde so zum Sinnbild des Messestandes oder zum Statussym.

Gemäß der Rangordnung der Stände nach der Bedeutung ihrer sozialen Lage wurden die Kleidungsstücke vom kirchlich anmutenden Gewand des Klerikers, der prächtig ausgestatteten Kleidung in aristokratischen Zirkeln und der wertvollen Kleidung der Händler und Bewohner bis zum Graumantel und dem schlichten Wollfilzhut des Landwirts eingeteilt und auf dieser Berufskleidung strikt beachtet.

Es ist nicht verwunderlich, dass in einer Zeit, in der die Kleidervorschriften das tägliche Brot der Menschen so sehr bestimmen, Kleidung zu einem Konflikt zwischen den Ständen werden kann. In der Auseinandersetzung der Laizität mit dem Priester im Spätmittelalter, aber noch klarer in den ersten Jahren der Reformationszeit des XVI Jahrhundert, war der Glanz der klerikalen Kleidung feindselig und Priester und Mönche wurden vereinzelt in antiklerikaler Wirkung aus ihren Körpern herausgerissen.

Im Appenzellerland zeigten sich die ekstatischen WiedertÃ??ufer mit abgeschnittenen Haaren und groben Leinenkleidern gegen die luxuriöse Ausstattung ihrer Cousins, der TÃ?ufer Augustin Bader liess fÃ?r den erwarteten Messias-König unter BerÃ?cksichtigung der Kleiderordnung der KaiserstÃ?dte ein spezielles Gewand anfertigen und die TÃ?ufer in Münster zogen edle Roben an, um den Machtanspruch unter ihrem König Jan van Leiden mit einem ihrem Rang entsprechenden Hof zu unterstreichen.

Auch für die Wiedertäufer sei die Kleidung "der unverzichtbare kulturelle Ausdruck einer " Wandlung ", ob vollbracht oder gewünscht und gefordert" (Thomas Kaufmann, Der Beginn der Reformationsbewegung, S. 483). Dies mag besonders für einige Täufergruppen und Figuren unter den Wiedertäufern zutreffen, im Allgemeinen mag es die kirchenfeindliche Wirkung gewesen sein, die in der Taufe besonders stark war ( "?Antiklerikalismus") und die als Gegenleistung für den Pfarrer den Gewohnheitssinn des fromme Laie auch in der Kleidung zum Ausdruck brachte, einer einfachen Kleidung, die ohne Einbildung und ohne Verlangen nach Anerkennung trug und die die Trennung der Nichtchristen kennzeichnen sollte.

Auf diese Weise wurden auch die Laiendienste ohne Gewänder und Ornamente abgehalten - in gleicher Weise wie die anderen Mitglieder der Gemeinde und im ganzen Alltag. Im Gegensatz zu den unterschiedlichen Täufergruppen wurden die einfachen Gewänder der Bruderhöfe der hutteritischen Familie vereinheitlicht und für alle Geschwister einheitlich gemacht.

Bei den Männern wurden die Knopfleisten an den Kostümen durch Häkchen und Schnürsenkel ersetzt, und die Damen hatten kleine weisse Häubchen mit ihren einfachen schwarzen Gewändern oder lange Röcke an. Auch heute noch tragen viele Glieder dieser menonitischen Gemeinden einen vorgegebenen, zurückhaltenden Kleidungsstil, der den Geschlechterunterschied hervorhebt, sonst aber die Kleidung einer vergangenen Zeit nachahmt, besonders die alten Kolonisten, Glieder der Kirche Gottes in Christus Mennoniten (Holdeman) und auf ihre Art auch die Hutter.

In den Niederlanden war auch die Kleidung der Mennoniten zunächst recht einfach oder nicht aufdringlich. Jahrhundert eine Veränderung in den führenden Geschlechtern stattgefunden hatte: "Jugendliche, die die ganze Zeit von mehreren Himmelsrichtungen auf die Erde blickten, trauten sich, sich von der üblichen Steifigkeit zu lösen, ihr Haar in Rundlöckchen zu stecken, nach modischen Schnitten Schnallen und blauen Röcken zu kleiden, aber Westen und Hosen mussten noch schwärzen ", sagt er.

Aus den Kappen wurden Hauben, diese leckeren und bänderreichen, die lebhafteren und megablühenden Katuns, je schöner die Kleidung. Gab es anfangs noch Auseinandersetzungen oder Streitigkeiten um das Thema Kleidung in der Gemeinschaft, war das Thema bald nicht mehr von Belang. Von da an war die Kleidung nicht mehr die einzige gesellschaftliche Abgrenzung. Jahrhundert gab es unter den Mennoniten in den USA und Kanada intensive Debatten über Kleidung als Zeichen der Abkehr von der "Welt" und die biblische Aufforderung, der "Welt" nicht gleich zu sein (Römer 12,2).

Während des Akkulturierungsprozesses trennten sich die meisten Mennoniten nach und nach von der Tradition ellenlang und passten sich dem allgemeinen Gesellschaftsstil und der Manier an. Nichtsdestotrotz gibt es unter den Mennoniten in Nordamerika eher Konservativen Kreisen, in denen schlichte Kleidung nach wie vor als Sinnbild für religiöse und soziale Identitäten verwendet wird.

Die Aussenwelt staunt jedoch oft nur als Überbleibsel aus ruhigen Tagen über die einfache Kleidung und die zivilisatorische Sicht. Link Boynton Arthur,'Kleidung ist ein Fenster zur Seele': Die soziale Kontrolle von Frauen in einer mennonitischen Gemeinschaft, in: Journal of Mennonite Studies 15, 1997, 1 - 30th - Engelbert vom Breck und seine Selbstbiografie, 1 - 3, Hrsg. von Walter Risler, in: The Homeland, 24, Krefeld 1953, 9-20, 142-150; 25, 1954, 14-20.

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