Mali Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Mali

Reiseinformation und Sehenswürdigkeiten Mali Ein völliger Stillstand des Fremdenverkehrs hätte schmerzhafte Konsequenzen für Mali. Diejenigen, die diese Vorraussetzungen haben, können sich auf aufregende Treffen mit nomadischen oder sitzenden Völkern in ihrer Traditionen, herrliche Sahel- und Wüstenlandschaft und die geheimnisvollen geschichtsträchtigen Großstädte am Ufer des Niger, der von Sagen umrankten Lebenslinie Malis, gefasst machen.

Reisewarnungen: Das Außenministerium hat auch 2017 wieder eine ernsthafte Warnung für Mali herausgegeben. Bamako, die Hauptstadt, in der die großen Flugzeuge aus Europa landeten, wächst ungebremst vom Ufer des Niger bis weit ins Landesinnere. Der Name der Hansestadt ist dem ehemals krokodilartigen Fluß, dem "Krokodilteich" in Bamanakan, der Lingua Francis des Staates, zu verdanken.

Näheres zur Landesgeschichte, zu den Künsten und zur kulturellen Vielfalt des multiethnischen Staates finden Sie im Landesmuseum, wo unter anderem Fundstücke, umfassende Bestände und Austellungen zu sehen sind. Alleinreisende sollten in Bamako einen verlässlichen Reiseführer und Geländewagen mieten und die zu erwartende Reiseroute mit allen möglichen Varianten, Anschriften, Telefonnummern, Papieren, Landkarten, technischer Ausstattung usw. erörtern.

Das Reich Gana (nicht gleich dem jetzigen Ghana) ist Ende des dritten Jh. aus einer Kombination von verschiedenen Stämmen zwischen den beiden Flussen Senegal und Niger entstanden, die, wie das später herrschende Mali-Imperium, durch den trans-saharischen Salzhandel, Goldhandel, Kaurimuscheln, Elfenbein, Knechte etc. zu Wohlstand kamen. Jh. durch den Vormarsch des Islams den Anstieg des Königreiches Mali zur Vorherrschaft in Westafrika.

Im Gebiet des jetzigen Mali tauchten kleine, geschwächte Herrschaftsgebiete auf - die Zeit der großen Imperien war zu Ende. Im Jahre 1883 besetzte Frankreich Bamako, die jetzige Landeshauptstadt, 1890 die Insel und 1894 Timbuktu. Ein Jahr später wurde Mali als "Soudan Français"-Kolonie Teil des französischen Westafrikas und erhielt 1946 den Überseeischen Territoriumsstatus.

Nach einem föderalen Zwischenspiel mit dem senegalesischen Staat wurde 1960 die Regierung der Bundesrepublik Mali ins Leben gerufen, die seit 1962 unter dem Präsidenten Modibo Keita eine eher soziale Ausrichtung hat. Das erste Reiseziel jenseits der Stadtgrenze von Bamako könnte sein: Senegou. Jahrhunderts an die Macht und hinterließ einige der sehenswerten kolonialen Gebäude im so genannten neuen sudanesischen Baustil.

Auf dem Niger gelegen, wird er unser beständiger Mitstreiter sein. Waehrend sich das Gelaendefahrzeug weiter ueber die Piste quaelt, besteigen wir das Schiff und werden in zwei Tagen auf entspannende Art und Weise den Niger hinunter nach Ke-Macina gebracht. Auf dem Niger trifft man in großer Anzahl auf ihre engen Unterstände, die Piroggen.

Jh. hat ein Zeugnis von Abderrahman ES-Sadi aus Mali, Provinz Tembuktu, überlebt: "Djenné ist groß, florierend, wohlhabend; die ganze Gegend ist wohlhabend, gnädig und vom Paradies durchdrungen. ein großer Handelsplatz in der islamischen Kultur, wo die SalzhÃ?ndler aus den Bergwerken von Taghaza (800 Kilometer nördlich von Timbuktu) auf diejenigen treffen, die das Gold  Bitous bringen...."

Der Djenné befindet sich mitten im Niger Inland Delta, einer riesigen Hochwasserzone, die sich zunächst am Zusammenfluß der Flüsse Bani und Niger in der Nähe der Ortschaft Mopti gebildet hat und sich dann am Ende der regnerischen Jahreszeit immer weiter ausdehnt, wenn man einen Säckchen Korn, Kohle und Trockenfisch aus dem Niger und ein paar Fruchttamarinden brauch.

Etwa 150 km Pisten führen zum nächstgelegenen Ort, Mopti, einem lebendigen Handelsplatz, wo viel Fische und Reiskörner abgefertigt werden. Dutzende anmutige Unterstände, die Piroggen und die robusten dieselbetriebenen Pinasse (sie haben Sahara-Salzplatten aus Timbuktu mitgebracht) stehen nebeneinander im Fluss. Timbuktu, unser nächster Zielort, will noch immer als "la Mystérieuse" bezeichnet werden, genau wie vor vielen Jahren, als die Metropole das Eingangstor zur Sahara war und sich zu einem glamourösen Geschäftszentrum ausbaute.

Der arabische Geograf und Reisende Leo Africanus aus dem Andalusier Granada schrieb 1526: "In Timbuktu gibt es unzählige Jurymitglieder, Mediziner und Kleriker, die alle vom King (des Songhay-Reiches) gut bezahlt werden. "Von der Pracht der Zeit, als Timbuktu ein Ort des Umschlags für Knechte und Karawanen war, die mit Geld, Elfenbein, Salzen, Kräutern und Geweben beladen waren, ist nicht viel übriggeblieben.

Nach dem " Sagen-Timbuktu " waren die meisten Gäste zutiefst enttaeuscht. Auf dem Weg von Mopti nach Timbuktu stehen die kleinen Propellermaschinen von Mali Air Express zur Verfügung, die in siebzig Min. vor Ort sind. Wer auf dem Niger fahren wollte, wäre zwei Tage und drei Tage auf dem Land. Am Ende der Reise kann man den Niger mit der Faehre in Korioumé ueberqueren und dann sind es nur noch ca. 10 Kilometer nach Timbuktu.

Jeder, der schon einmal in Zagora im Süden Marokkos war, wird sich an das verblasste Metallschild denken, das den Wohnwagen den Weg zeigte: "52 Tage nach Timbuktu". Von Zagora aus sind lange Zeit keine Wohnwagen durch die Sahara nach Timbuktu gefahren, aber die Salzkarawane sind noch dabei. Die 700 Kilometer von Taoudenni mit ihren reichhaltigen Salzvorkommen nehmen sie mit zwanzig bis maximal 300 vollständig geladenen Trommeln nach Timbuktu und wieder zurück.

Es wird auf Pinasse geladen, nach Mopti transportiert und in Viehsalz (ca. 75 %) und Speisesalz (ca. 25 %) aufbereitet. Jh. wurde die Anlage durch den Cadi von Timbuktu restauriert und erweitert. Zu besichtigen ist auch das Wohnhaus des Franzosen René Caillié, der 1828 als zweiter Europäer nach Timbuktu kam.

Wenn die jihadistische Miliz Ansar ad-Din im Jahr 2012 ihr Terror-Regime in Timbuktu gründete und vernichtete, das ihrer Ansicht nach allein "Götzendienst" betrieb (einschließlich der zum Weltnaturerbe gehörenden Mausoleen), waren auch die berühmt-berüchtigten 300.000 Manuskripte in großer Gefahr. in Timbuktu. Woche später beginnt eine ganz besondere Detektivgeschichte: Viele Blechdosen werden angeschafft, um das Manuskripterbe allmählich aus der Gefahrenstelle in die Stadt Bamako zu schleusen.

Dabei halfen die dt. Auslandsvertretung in Bamako und die holländische Prinz-Claus-Stiftung. Bamako arbeitet nun mit voller Kraft an der Untersuchung, Katalogisierung, Restaurierung und Digitalisierung von Texten des XII. bis XX. Jahrhunderts aus den Bereichen Naturkunde, Literatur, Religion, Wirtschaft und Geschichte auf Karton oder in Pergamentpapier.

In Timbuktu sollen die Manuskripte später wieder verwahrt werden. Das Geländefahrzeug wird nach Mopti geschickt und wir fliegen mit dem kleinen Flugzeug nach Gao. Nach fünfzig Gehminuten gelangen wir in den ungesicherten Nord-Osten und von dort zurück nach Mopti, wo wir mit dem Allradantrieb einen abschließenden Umweg ins Dogonland machen.

Zurück in Mopti geht es zunächst noch auf guter Strasse, später über Pfosten und Steine, mit dem Geländefahrzeug in das Siedlungsgelände der Dogons an der "Falaise de Bandiagara" (seit 1989 auf der Welterbeliste). Da sich hier eine ganz andere Lebenswelt öffnet, denn im Rest Malis prägt der islamische Alltag, so herrscht bei den Dogonen der Glauben an die Seele der Erde und die Kräfte der Erde, und wie in vielen anderen einheimischen Kulturkreisen Afrikas spielen auch der Vorfahrenkult und der Einfluß der Weisen eine große Rolle. 2.

Der Mittelpunkt der Lehmarchitektur ist das Delta im Niger zwischen Timbuktu und Senegal. An den Ufern des Niger und den Ulmen stehen dem Baumaterial Lehm die wenigen Stämme zur Verfügung, die zur Sicherung erforderlich sind. In den großen und kleinen Dorfmoschee von Djenné und Mopti stehen ein oder mehrere gewaltige Minarett-Türme, die sich kegelförmig nach oben hin zuspitzen und wie ein überdimensionaler Cactus aus dem Tonwerk auffallen.

Das Lufthansa-Tochterunternehmen Brussels Airlines bedient Bamako derzeit nicht, die nächsten Airports sind jedoch der Flughafen Burkina Faso / Oslo (5,55 Std. von Brüssel) und der Flughafen Dakar / Senegal (6,10 Std.). In Mali gibt es neben Bamako-Senou noch 25 weitere Plätze und Start- und Landebahnen. Aber auch die Sehenswürdigkeiten Gao, Timbuktu, Kidal, Bandiagara und Mopti können erreicht werden.

Mali Air Express bietet insbesondere Inlandsflüge (von Bamako nach Mopti, Timbuktu, Gao und Kays sowie in die Städte Niger / Niger, Conakry / Guinea, Accra / Ghana). Mietwagen können in Bamako gemietet werden, Taxis fahren in allen großen Städten. Bootstouren auf dem Niger - oft über mehrere Tage - sind eine beliebte Art, lange Strecken zu fahren.

Auf Mali findet die GMT (Greenwich Mean Time) Anwendung. Der CFA, der "Franc de la Communauté Financière d`Afrique", eine gemeinsame Währung der west-afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion, zu der neben Mali auch Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Niger, Senegal und Togo gehören. Dies hat den großen Vorzug, dass man in einigen Läden, Gaststätten und Beherbergungsbetrieben (vor allem in Bamako) mit dem EUR bezahlen kann.

In Westafrika ist Mali ein Binnenstaat. Nachbarn im Nordteil sind Algerien, im Ostteil die Republik Niger. Mali liegt südlich von Burkina Faso, Côte d`Ivoire (Elfenbeinküste) und Guinea, südwestlich von Senegal und westlich von Mauretanien. Mali ist mit 1.240.000 km² dreieinhalb Mal so groß wie Deutschland.

Fast zwei Drittel der Landesfläche sind von Schutt, Sand und Felswüsten besetzt. Dieser unwirtliche nördliche Teil wird im Norden von den Feuchtgebieten des Nigers, oft mit einer üppigen Pflanzenwelt, ergänzt. Durch die periodischen Überflutungen des Niger und des Bani-Flusses bildet ein großer Binnensee (bis zu einer Fläche von ca. 40000 km²) zwischen dem Niger und Timbuktu in Zentralmali ein Auenland.

In Nord-Süd-Richtung ist das Gebiet in drei Klimabereiche unterteilt. Trockenheißes Wüstenklima mit niedrigen und unregelmäßigen Niederschlägen (ca. 100 Millimeter und darunter) und Tagestemperaturen von bis zu 50° C bis zu 4 - 5 C in der Nacht prägen das Wetter im Gebiet der Sahara.

Die Niederschläge fallen stärker als im hohen Nordwesten (bis zu 300 mm) und die Temperatur ist nicht so hoch wie dort. Hier an der südlichen Grenze des Bundeslandes können bis zu 1.400 Millimeter Niederschläge fallen. Die Feuchtphase - im Juli/August mit nationalen Überflutungen (außer immer im Norden) geht im Monat September zu Ende.

In der Nähe der Landesgrenze zu Guinea, im südlichen Teil des Staates, findet man hier und da hohe Waldbestände. In den Breitengraden der Sahara trifft man auf Dornbuscharten, Regenschirm-Akazien und die für Affenbrotbäume charakteristischen Baumarten. Im nördlich folgenden Sahelzone (9 - 11 Trockenmonate) bewegen sich die Anlagen immer mehr auseinander, vegetationslose Gebiete werden mehr.

Die Malische Sahara mit 11 - 12 Trockenmonaten und weniger als 150 Millimeter Niederschlägen bei extremer Temperatur und Verdunstung kann auf einigen Bodenarten kurzfristiges Graswachstum auftreten. Mali ist laut Satzung vom 2. Januar 1992 eine präsidiale Republik nach dem französischen Modell. Das Militär führte im MÃ??rz 2012 einen Putsch gegen den Amtsinhaber durch, der der UnfÃ?higkeit beschuldigt wurde, aufstÃ?ndische Tuareg-Gruppen im hohen Norden, zu bekÃ?mpfen.

Die Tuaregkämpfer mit ihren intensiven Beziehungen zu muslimischen Aufständischen und der Al-Qaida im Maghreb (AQIM) wollen einen von Bamako unabhÃ?ngigen Tuareg-Staat namens "Azawad" errichten, der den kompletten Nordosten und die Oestlichen Gebiete Malis umfassende. Am Ende des Tuareg-Aufstandes wurden sie von den radikalislamistischen und weiten Teilen des Staates vertrieben.

Obwohl es ihnen gelungen ist, die islamistischen Gruppen von ihren Basen zu verjagen, ist der nördliche Teil des Staates nach wie vor ein Spielplatz für verschiedene Rebellenvereinigungen, deren Zielsetzungen unklar sind. Bamako. 2009 zählte die Zählung 1,8 Millionen Einheimische. Im Jahr 2014 leben nach Schätzung der Vereinten Nationen 15,8 Millionen Menschen in Mali. Zur eindeutigen Strukturierung der großen Anzahl von Volksgruppen im Land werden vier Volksgruppen unterschieden, angefangen im nördlichen Teil mit den Gruppennomaden, zu denen die Touareg, die Araber und die Menschen der Familie Fuulbe gehören.

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation müssen jährlich rund dreißigtausend Menschen das Land verlässt. Trotz jahrelanger finanzieller Unterstützung durch internationale Geldgeber und IWF-Programme für Armutsminderung und Wirtschaftswachstum ist Mali eines der armen Länder der Welt. Im UNDP-Index für menschliche Entwicklung lag Mali 2014 auf Platz 176 von 187 Kandidaten.

Transparency International hat den Korruptions-Index 2014 zusammen mit der Elfenbeinküste, Guatemala und der Dominkanischen Rep ublik auf Platz 115 von 174 befragten Ländern platziert. Mali hat in der von der Washingtoner Nichtregierungsorganisation " Freedom House " herausgegebenen Studie über die weltweite Freiheits- und Demokratieentwicklung im Jahr 2015 das Prädikat "teilweise frei" erhalten.

In Mali ist Afrika der drittgrösste Goldanbieter. Bamako hat sich zum Zweck der Reduzierung dieser Abhängigkeiten das Ziel gesteckt, die Volkswirtschaft zu diversifizieren und umzustrukturieren. Die Rohstoffbranche liefert Ansatzpunkte, zum Beispiel die bisher kaum erschlossenen Lagerstätten von Kalk, Phospat, Diamant, Marmor, Bauxit, Uranium, Erz und die im hohen Norden vermutlichen oder bereits erschlossenen Ölvorkommen.

Zudem ist Mali als Binnenstaat auf fremde Seehäfen angewiesen: vor allem Dakar im Senegal und seit kurzem weniger wichtig Abidjan an der Elfenbeinküste. Die Agrarwirtschaft (74% der Arbeitskräfte arbeiten in der Landwirtschaft) befindet sich hauptsächlich im fruchtbarem Südpol.

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