Lebenshaltungskosten Paraguay

Soviel kostet das Leben in Paraguay

Die Lebenshaltungskosten in Paraguay sind wesentlich niedriger als jene in Deutschland. Der durchschnittliche Paraguayer muss im Monat mit umgerechnet 200 Euro zurechtkommen. Allerdings sollten deutsche Auswanderer sich nicht an den Durchschnittswerten der Einheimischen orientieren. In der Bundesrepublik ist man ein komfortableres zu Hause gewohnt, man nützt wesentlich mehr elektronische Gerätschaften und auch in Sachen Nahrungsmittel gibt es enorme Unterschiede. Wer sich nicht zu großen Teilen von Maniok, Mais und Reis ernähren möchte, muss deutlich mehr Geld ausgeben.

Besonders importierte Produkte aus Europa sind teuer, gehören aber für viele Emigranten zum täglichen Bedarf.

Mieten, kaufen, wohnen

Paraguay

Die paraguayischen Immobilien- und Mietpreise liegen weit hinter jenen der Bundesrepublik zurück. Weil der riesige Staat nur von 6,7 Millionen Menschen bewohnt wird, steht für jeden Neuankömmling ausreichend Fläche zur Verfügung. Dieser Fakt macht Grundstücke günstig. In der Hauptstadt Asunción kosten Immobilien indes erheblich mehr. Auf dem Land sind die Lebenshaltungskosten in Paraguay auch deshalb preiswert, weil nur geringe Steuern für Bauten erhoben werden. Zeitaufwändige und kostspielige Bauvorschriften hat man kaum zu beachten und werden noch seltener kontrolliert. Entscheiden Sie sich dafür, ein Ferienhaus inmitten der Gran Chaco zu errichten, können Sie Ihre Träume verwirklichen. Keine Behörde verlangt den Bauplan zu sehen oder mischt sich gar in dessen Umsetzung ein.

Lebenshaltungskosten in Paraguay
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Kathedrale in der Stadt Encarnación

Kosten für Lebensmittel

In Paraguay die Lebenshaltungskosten zu bestreiten kommt selbstverständlich auch auf die Art des Konsums an. Verzehren Sie gerne Milchprodukte wie Joghurt, Käse oder Quark, müssen Sie tiefer in die Tasche greifen als in Deutschland. Das Land exportiert Milch in gigantischen Mengen und weil ein Großteil der Landbevölkerung selbst Rinder hält, existieren keine nationalen Milchwerke. Anders bei Obst und Gemüse. Regionale Erzeugnisse sind während der Erntezeit extrem billig. In fast allen Gärten werden Tomaten, Schlangengurken, Maniok, Bananen oder Papayas angebaut. Auf den täglich stattfindenden Märkten kauft man diese direkt vom Bauern und spart dabei bares Geld. Auch die seit Jahren immer wichtiger werdende Rinderzucht trägt dazu bei, dass Fleisch vergleichsweise preiswert ist. Auf dem Land findet man dieses nicht im Supermarkt sondern ebenfalls beim Nachbarhof.

Elektrizität, Wasser, Telefon

Außerhalb der Städte gibt es keine wasserwirtschaftliche Infrastruktur. Dass heißt, dass das Brauchwasser nicht staatlicherseits geklärt und in Rohren abgeleitet wird. Deshalb trägt jeder Hausbesitzer die Verantwortung für die Aufbereitung des Trinkwassers selbst. Die Kosten, die dafür entstehen, repräsentieren nur einen Bruchteil der in Deutschland anfallenden Gebühren. In Paraguay glaubt man nachhaltige Energie. Zwei gigantische Wasserkraftwerke sind dafür zuständig und erzeugen dergestalt viel Strom, dass jener in die Nachbarländer exportiert werden kann. Die Stromrechnung fällt deshalb moderat aus und ist in etwa halb so teuer wie in Deutschland.

Da innerhalb der Städte die Lebenshaltungskosten in Paraguay höher sind, dürfen die Menschen dort auch einen gehobenen Standard erwarten. Dies umschließt auch das Vorhandensein eines funktionierenden Telefonnetzes. Je einsamer die Landschaft, desto seltener werden Kabel verlegt. Die meisten Dorfbewohner nutzen deshalb ihr Handy. Mit einer paraguayischen Simkarte versehen, lässt es von den günstigen Tarifen profitieren. Auch in Sachen Internet hingt der ländliche hinter dem urbanen Raum her. Es braucht zwar in der Benutzung ein wenig Geduld, aber verfügbar ist das verhältnismäßig kostenintensive Netz dennoch fast allerorten.

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