Kolumbianer

Kolumbianerinnen

Über zwei Drittel aller Kolumbianer leben in Städten. Der Bayern-Neuzugang ist nicht der erste Kolumbianer in München. Die kolumbianischen Studenten zeigen großes Interesse am Hochschulstandort Baden-Württemberg. Herzlich willkommen auf der Website des Deutsch-Kolumbianischen Freundeskreises e. V.

. Der aus Kolumbien stammende Christian Cuta studiert in Madrid und absolviert nun ein Auslandssemester an der TU Dortmund.

Der kolumbianischen Gesellschaft

Rund neun von zehn Kolumbianerinnen und Kolumbianer wohnen in der Anden-Region oder an der Karibik-Küste, obwohl diese weniger als die halbe Fläche des Landes ausmachen. Dagegen sind die Gegenden von Amazonien, Orinokia und Chocó spärlich bevölkert, in einigen Fällen auch unbewohnt. Wegen der gewaltigen Abwanderung der Kolumbianerinnen und Kolumbianer wohnen 74% in der Stadt, die wichtigsten Zentren sind Bogotá (ein sechstes Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner wohnt hier), Cali und Medellin.

Im Gegensatz dazu wohnen nur 3% der Einwohner in den Ländern der Region und machen mehr als 54% der Landesfläche aus. Es handelt sich hauptsächlich um europäische Bürger, Abkömmlinge von Spaniern, Afrikanern, Sklavennachkommen sowie Mitglieder indigener Bevölkerungsgruppen, die aus über 80 verschiedenen ethnischen Gruppen bestehen. Der größte Teil der Gesamtbevölkerung besteht zu 58% aus mestizischen (Nachkommen zwischen europäischen und einheimischen Völkern).

Gefolgt von den mulattos ( "Kreuzungen von Europäer und Afrikaner"), die etwa 15% der Gesamtpopulation einnehmen. 3 Prozent gehören zu den Sambos oder Caféos, die aus der Verbindung zwischen AfrikanerInnen und Einheimischen entstanden sind. Auch die einheimische Bevoelkerung hat mit der Konstitution von 1991 wieder mehr Rechte erhalten. Die Einflüsse der Ureinwohner, Afrikaner und Spanier zeigen sich im Alltag, in der Fachliteratur, in der Malerei und vor allem in der Tanzszene.

Die kolumbianische Bevoelkerung besteht zu 90% aus katholischem Glauben. Die religiösen Feiern werden sehr festlich gefeiert, wie die Osterwoche in Popayán, die als eine der grössten Feierlichkeiten der Welt angesehen wird. Manche der einheimischen Überlieferungen sind mit denen des Katholismus verschmolzen und werden bedauerlicherweise immer weniger in der alten Form gelebt.

Unglücklicherweise wohnen heute etwa 26% der Kolumbianer unter der Mindestgrenze. 90% der über 15-jährigen Kolumbianer können lesend und schreibend arbeiten. Und die Kolumbianer sind sehr herzlich, ehrlich und amüsant. Die wohnen im "Hier und Jetzt" und das beweisen sie. Die Kolumbianer sind auch sehr offen gegenüber Ausländern.

Länderinfos

Colombia ist ein Bundesstaat in Südamerika. Landeshauptstadt ist Bogotá. Kolumbien beherbergt rund 49 Millionen Kolumbianer und Bewohner anderer Nationen. Die kolumbianische Region hat eine Größe von etwa 1 Million km² und ist damit etwa doppelt so groß wie Frankreich. Höchster Gipfel Kolumbiens ist der Pico Cristóbal Colón mit 5.775 m.

Benachbarte Länder sind Brasilien, Peru, Venezuela, Ecuador und Panama. Die Kolumbianerin, die erstmals in den spanischen Ländern der 90er Jahre bekannt wurde, war mit Pop-Titeln wie "Whenever, Wherever" (2001), "Hips Don't Lie" (2006) und "Waka Waka" (2010) weltweit erfolgreich und gewann unter anderem zwei Grammy Awards.

Der Kolumbianer ist ein beliebter NASCAR-Rennfahrer und früherer Formel-1-Pilot (2001-2006). Der kolumbianische Schriftsteller (u.a. "Super Mario Bros." 1993, "William Shakespeares Romeo + Juliet" 1996, "Moulin Rouge" 2001) und Comedy. Der kolumbianische Politikwissenschaftler und kolumbianische Staatspräsident (seit 2010) erhielt den Nobelpreis 2016 für seine "entschlossenen Bemühungen", mehr als 50 Jahre Bürgerkrieg in Kolumbien zu beenden und ein Friedensabkommen zu schließen.

Der mächtige kolumbianische Drogendealer, auch "Kokain-König" genannt, dominierte mit seinem gewissenlosen Medellín-Kartell seit den 1970er Jahren den Welthandel mit Kokain und baute mit den daraus erwirtschafteten Profiten ein rechtswidriges Wirtschaftsreich auf. Der kolumbianische Künstler und Plastiker gehört zu den berühmtesten lateinamerikanischen Malern und ist vor allem für seine runden, aufgeblasenen Menschen- und Tierskulpturen bekannt.

Der kolumbianische Autor (u.a. "Hundert Jahre Einsamkeit" 1967) erhielt 1982 den Nobelpreis für literarische Arbeit "in der sich das Fantastische und das Reale in einer (....) Poesie vereinigen, die das Zusammenleben und den Widerspruch eines Kontinentes widerspiegelt". Im Jahre 1830 stirbt er in Santa Marta, Kolumbien, vor 188 Jahren.

Der Südamerikaner war ein in vielen südamerikanischen Staaten als Volksheld geschätzter Kämpfer, der die Unabhängikeitsbewegung gegen die Kolonialherrschaft Spanien im jetzigen Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Panama, Peru und Venezuela (1809-1825) vorantrieb. Kolumbien ist außerdem der Todesort von Carlos Gardel, der hier im Alter von 44 Jahren verstarb.

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