Klima Europa

Das Klima Europa

Bei dem Klima in Europa weiß man, wie warm es wird. Die Witterung in Europa bestimmt maßgeblich die Klimazonen. Es gibt drei verschiedene auf dem europäischen Kontinent: Die " durchschnittliche Tageshöchsttemperatur " (durchgezogene rote Linie) zeigt die Höchsttemperatur eines durchschnittlichen Tages für Europa. Dieses Bulletin soll eine umfassende Veröffentlichung der neuesten Informationen über das Klima in der RA VI sein, die ganz Europa und den Nahen Osten abdeckt.

Klimawandel in Europa - Klimawandel

Von den subtropischen im südlichen bis zum gemäßigten Klima in der mittleren und dem nördlichen Klima (Abb. 1) reichen die europäischen Klimazonen. Als Fortführung des Golfstromes bietet der Atlantische Nordstrom ein sehr milderes Klima, besonders im Hochnord. Von der mediterranen bis zur skandinavischen Region bestimmen die nordatlantischen Schwingungen die Klimaschwankungen, insbesondere im Sommer.

Eine weitere wichtige klimatische Erscheinung ist die Blockade der Wetterbedingungen. Eine Übersicht über die Temperaturverläufe in Mitteleuropa bis zum Hochmittelalter ergibt in etwa drei Klima-Epochen, die der Gesamtentwicklung in der nördlichen Hemisphäre entsprechen: das Hochmittelalter, die Kleine Eisenzeit, die Wärmephase der vergangenen ca. 100 Jahre. Von etwa 1400 bis 1900 tritt dann eine verhältnismäßig kalte Periode ein, mit besonders tiefen Wassertemperaturen im XVI. und XVII. und XX. und VII.

Seit 1900 stiegen die Temperaturwerte außergewöhnlich kräftig an und haben in den vergangenen 30 Jahren die Höchstwerte der mittleren Wärmeperiode klar überschritten (Abb. 2). Der Temperaturanstieg im zwanzigsten und bis 2007 war in Europa mit 1 C gegenüber dem Mittelwert von 1850 bis 1899 etwas stärker als der weltweite Mittelwert von 0,8 C (Abb. 3).

Mit 1,2 C (1 C weltweit) war die Erderwärmung ausgeprägter als über den Ozeanen. 1] Wie bei der weltweiten Durchschnittstemperatur ist auch in Europa das Jahr 2015 das bisher wärmere Jahr. Im Jahr 2015 war die mittlere Temperatur in Europa über den Landstrichen gar knapp 1 C höher als der Durchschnitt der Klimazeit von 1981-2010, obwohl sie 2014 bereits nahezu den gleichen Betrag hatte.

2] Die stärksten Erwärmungserscheinungen gab es in Osteuropa, während der Westen weniger stark war und in Teilen Irlands gar eine geringfügige Abschwächung zu verzeichnen war. Berücksichtigt man die besonders ausgeprägte Erderwärmung der vergangenen 30 Jahre im Sommer - und Winterverlauf, stellt man einen ähnlichen Verlauf wie für die kommenden 100 Jahre fest:

In Skandinavien herrscht im Westen die größte Klimaerwärmung, im Süden die größte im Mittelmeer. Der Eis-Schnee-Effekt trägt entscheidend zur außergewöhnlich starken Erderwärmung im hohen Nordwesten bei: Der Verfall von Schnee und Eisoberflächen bewirkt eine höhere Strahlung. Aber auch die im Jahr 2015 in Ost- und Nordosteuropa zu beobachtende deutliche Erderwärmung von bis zu 5 C im Vergleich zu 1981-2010 in Finnland war auf eine kräftige NAO zurückzuführen.

In Südeuropa hingegen stiegen die Temperaturwerte, vor allem im Hochsommer. Beispielsweise lag die Temperatur in einigen Regionen Italiens, aber auch in Südmitteleuropa im Jahr 2015 rund 3°C über dem Durchschnitt von 1981 bis 2010[2] Die Sommererwärmung im mediterranen Raum ist hauptsächlich auf Niederschlagsmängel und trockene Erden zurückzuführen, die die Verdunstung und damit ihre Kühlwirkung drastisch eindämmen. eine stärkere Ausbreitung des trockenen Klimas gegen Ende des zwanzigsten Jahrtausends.

Im Vergleich zu den 50er und 60er Jahren hat sich das Klima in Südostspanien nahezu verdoppelt und damit das gemäßigte ozeanische Klima gegenüber dem gemässigten Kontinentalklima deutlich ausgeweitet. Große Gebiete Mittel- und Südost-Europas, aber auch Südskandinaviens, haben einen starken Einfluß auf das ozeanische Klima eine klare Ausweitung des Tiefseeklimas gegenüber dem Kontinentalklima in Mittel- und Nordskandinavien.

Durch die allgemeine Erderwärmung ist die Anzahl der sehr kalten Tage sichtbar zurückgegangen, während die Hitze tage und Wärmewellen stark zunahmen. 7] Der heisse Sommer 2003 mag einen kleinen Ausblick darauf geben, wie die zukünftigen Sommermonate angesichts der weiteren Erderwärmung in Europa auszusehen haben. Hierzulande stiegen die Temperaturwerte teilweise über 40 °C.

In den meisten Gegenden Europas hat auch die Anzahl der Tage mit Extremniederschlägen zugelegt. Extremniederschläge haben ebenfalls zugelegt, auch in Gegenden, in denen die durchschnittliche Niederschlagsmenge zurückgegangen ist, wie im Mittelmeer und in Mitteleuropa. Ein Beispiel sind die Extremniederschläge über dem Elbeeinzugsgebiet im Sommersemester 2002, die eine katastrophale Flutkatastrophe in Deutschland und der Tschechei verursachten.

Häufigere Überschwemmungen wurden jedoch durch Starkniederschläge in den Wintern verursacht, kombiniert mit einer Akkumulation von Zyklonen und einem Rückgang der kontinentalen Hochdruckverhältnisse. Große Teile Europas erlebten in den vergangenen Jahren schwere Kälteeinbrüche in den kalten Monaten, im Jahr 2013 auch im Frühjahrsmonat März.

Dies hat die öffentliche Diskussion über den Klimawechsel angeheizt und die Suche nach Erklärungsansätzen in der Forschung vorangetrieben.

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