Grundstück Kaufen was Beachten

Kaufen Sie eine Immobilie, was Sie beachten sollten

Kontaminierte Standorte im Boden oder Sonderrechte im Grundbuch sind viele Dinge zu beachten. Grundstückskäufe sind eine der wichtigsten Entscheidungen beim Bau eines Hauses. Worauf muss ich beim Kauf eines Grundstücks achten? Was ist die Art des Bodens und die Tragfähigkeit des Grundstücks.

Bauherrentipps: Vorsicht beim Grundstückskauf

Vom Standort und der Grösse bis hin zu eventuellen kontaminierten Standorten im Erdreich oder besonderen Rechten im Kataster muss viel berücksichtigt werden. Der Standort ist das einzig Wichtige, das später nicht mehr geändert werden kann und sollte daher eines der Hauptkriterien im Auswahlprozess sein. Das Immobilienportal Immobilienscout24 stellt außerdem in einer Sammlung fest, welche Geräuschquellen die idyllische Umgebung beeinträchtigen können, z.B. ob es in der Umgebung Bahnlinien, Flugplätze oder Schnellstraßen gibt.

Befindet sich das Grundstück unmittelbar an einem Fluß, muss der Besitzer bei starkem Regen oder Schmelzwasser eventuelle Überflutungen und Feuchtkeller berücksichtigen. Böschungen können auch die Kosten in die Höhe schnellen, wenn die Baustelle z.B. durch Stützwände abgesichert werden muss.

Worauf Sie beim Kauf einer Immobilie achten sollten

Wenn Sie ein neues Zuhause suchen, brauchen Sie zuerst das geeignete Grundstück. Daher sollten sich Bauinteressenten vor dem Erwerb besonders gut beraten lassen und im Zweifelsfall einen Fachmann zu Rate ziehen. Bauinteressierte sollten sich gut über legen, welche Arten von Infrastruktureinrichtungen sie brauchen und ob sie lieber in grünen oder städtischen Gebieten leben möchten. Die unmittelbare Umgebung hat auch einen großen Einfluß auf das nachfolgende Lebensklima.

Befindet sich das Grundstück unmittelbar an einem Fluß, muss der Besitzer bei starkem Regen oder Schmelzwasser mit Hochwasser und feuchten Kellern rechnen. Je nach Bedarf wird die gewünschte Plotgröße und -form gewählt. Nicht nur die Grösse des Grundstückes beeinflusst die Gestaltung des Gartens, sondern oft auch die Grösse des Zuhauses.

Aufgrund der so genannten Randbebauung muss das Gebäude mind. 3 m vorstehen. Bei einem freistehenden Mehrfamilienhaus mit einer Wohnfläche von ca. 120 m werden unter Berücksichtigung der geforderten Randabstände und je nach gewünschtem Gartenmaß ca. 400 - 600 m Land beansprucht. Eine Reihenhausanlage mit einer Grundfläche von ca. 80-100 mq. erfordert je nach gewünschtem Gartenmaß ca. 150 - 300 mq.

Bei einem Grundstückserwerb spielt auch die zu bebauende Fläche eine Rolle. Kontaminierte Standorte und "Bodenschätze" Enthält das Grundstück kontaminierte Standorte wie Hallen, Werkstätten oder anderes Maurerhandwerk, müssen diese sicherlich demoliert werden. Ärgerlich sind aber vor allem die kontaminierten Standorte, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, weil sie unterirdisch sind.

Sind zum Beispiel Erdöl, Altlasten oder andere Verunreinigungen in den Boden eingedrungen, muss der jetzige Besitzer die Sanierungskosten übernehmen, auch wenn die Verschmutzung bereits vor dem Erwerb eingetreten ist. Daher sollte man immer die frühzeitige Benutzung des Grundstückes abklären und im Zweifelsfall eine Bodenuntersuchung vorbereiten (' 500 Euro).

Es wird empfohlen, nur bebaute Parzellen zu kaufen, auf denen bereits alle wesentlichen Versorgungs-, Abwasser- und Kabeltrassen verlegt sind. Bei Nichterfüllung dieser Voraussetzungen müssen die Gebäudeeigentümer zunächst die Entwicklung der Immobilie sicherstellen, was mit Zusatzkosten einhergeht. Welche Häuser auf einem Grundstück gebaut werden dürfen, ist abhängig von den Genehmigungen der Behörden.

In jedem Falle muss sich der Bauträger vor dem Erwerb über die Rahmenbedingungen im Baubereich unterrichten. Die einen sind ein gutes, die anderen ein negatives Auswahlkriterium für ein Grundstück. Auf jeden fall sollte man zuvor mit den Baubeteiligten abklären, ob die Gehölze dem Bauprojekt nicht im Wege sind.

Dies sollte der Bauherr in jedem Falle bei der zeitlichen Planung und den Bau-Nebenkosten berücksichtigen. Anhand des Flächennutzungsplans lässt sich beispielsweise feststellen, ob in der Umgebung des Grundstückes eine Ortsumgehung vorgesehen, Windkraftanlagen errichtet oder ein neuer Industriepark errichtet wird. Man sollte sorgfältig überprüfen, ob so genannten Servitute im Kataster vorhanden sind.

Grunddienstbarkeiten können z.B. Wegerechte, Durchfahrtsrechte oder Rohrleitungen (für die Bereiche Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Elektrizität) zugunsten des Grundstückseigentümers sein. Neben dem tatsächlichen Grundpreis entstehen zusätzliche Kosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Gerichtsgebühren für den Katastereintrag. Der Grundstücksübertragungssteuersatz liegt je nach Land zwischen 3,5 und 6,5 Prozentpunkten des Ankaufspreises.

Wurde die Immobilie von einem Vermittler veräußert, sind in der Regel 3 bis 6 Prozentpunkte zuzüglich Umsatzsteuer des Kaufpreises zu zahlen. Ist die Immobilie noch nicht gemessen, muss man weitere 1000 EUR für die Kosten der Vermessung in Rechnung stellen. Man muss auch dafür je nach Situation und Ausmaß einige tausend Euros beiseite stellen.

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