Gelbfieber Brasilien

Das Gelbfieber Brasilien

In Brasilien ist eine Masern-Epidemie ausgebrochen. Rio de Janeiro, Christus-Statue, Zuckerhut iStock/Andresr. Das Gelbfieberübertragungsgebiet mit Infektionen bei Affen und Menschen in Brasilien verlagert sich weiter in die östlichen Regionen. In Brasilien entwickelten die Touristen Gelbfieber und starben. Erneuter Gelbfieberausbruch in Brasilien.

Brasilien: Mit Gelbfieber infizierte Reisende

In Brasilien herrscht die schlimmste Gelbfieber-Epidemie seit Jahren. Zum ersten Mal seit langem kamen auch deutschstämmige Urlauber mit der starken Ansteckung nach Hause, einer erlag ihr. In Brasilien haben drei Bundesbürger Gelbfieber bekommen. "Sie sind die ersten Bundesbürger mit Gelbfieber nach 1999", berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin.

Ein Patient ist an der Erkrankung gestorben, die durch Moskitostiche auftritt. Nach den Informationen waren alle drei Reisende auf der touristisch sehr interessanten Ilha Grande geblieben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, dass Brasilien gegenwärtig mit der schwersten Gelbfieber-Epidemie seit mehreren Dekaden zu kämpfen hat. In seinen Reise- und Sicherheitsinformationen rät das AA zurzeit "dringend" allen Brasilienreisenden ab einem Alter von neun Monaten, sich gegen die schwerwiegende Vireninfektion impfen zu lassen.

Mit der Ausbreitung der Seuche in Brasilien wurden die Handlungsempfehlungen kontinuierlich ausgeweitet. Nach den Informationen benötigt das Gastland gegenwärtig keine Impfnachweise von Reisenden aus Europa. Laut RKI wurden die brasilianischen Reisenden aus Deutschland nicht gegen Gelbfieber impfen gelassen und haben sich nicht vorher ärztlich untersuchen lassen. 2. Laut RKI haben die beiden erholten Patientinnen viele Mückenstiche beim Wandern gemeldet, dass sie die Impfanweisungen nicht kannten.

Nach Angaben der WHO gab es bereits mehrere Fälle von Gelbfieber bei brasilianischen Touristen aus anderen Staaten. Der Gelbfieber-Virus kursiert in der Regel zwischen Affe und Mücke. Der Krankheitsverlauf kann beim Menschen sehr verschieden sein. Die zweite Stufe ist bei 15 % der Patienten schwerwiegend und manchmal sogar fatal.

Brasilien: Niederländer leidet unter Gelbfieber | Nachrichten

Ein holländischer Reisender erkrankt, nachdem er sich vom 20. November 2017 bis zum 20. Februar 2018 in Mairiporã und Atibaia aufgehalten hatte. Die brasilianischen Großstädte Mairiporã und Atibaia (Município de Atibaia und Estância de Atibaia) liegen im Staat São Paulo. Die Reisenden waren nicht gegen Gelbfieber impfen lassen und zeigten bereits am 7. Jänner 2018 erste Krankheitssymptome wie z. B. starkes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Brechreiz, Erbrechen und Diarrhö.

Anstieg der Gelbfieber-Virus-AktivitätDie Anzahl der Verdachtsfälle von Gelbfieber hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten fast verdreifacht. 2. Über die Vorfälle wurde hauptsächlich aus den Staaten São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und dem Bundesdistrikt berichtet. Bei São Paulo wurden die Infektionen vor allem in Maripora festgestellt. Das Gesundheitsministerium hat daher vom 25.1. bis 17.2. 2018 in São Paulo und Rio de Janeiro und vom 19.2. bis 3.3. 2018 Impfaktionen implantiert.

In 77 Kommunen dieser Staaten sollen mehr als 20 Millionen Menschen durch eine Gelbfieberimpfung impfen. Wegen der seit Dez. 2016 zunehmenden Gelbfiebervirenaktivität in Brasilien hat die WHO am 18. Februar 2018 die Gelbfieberempfehlungen für die Reisenden aktualisiert. Für ALLE Regionen im Staat São Paulo wird von der WHO eine Gelbfieberimpfung empfohlen; bisher gilt die Impfung nur für die nördlichen bzw. östlichen Regionen im Staat São Paulo.

Prinzipiell gilt weiterhin die empfohlene Gelbfieberimpfung für die Reisenden, die in die Gelbfiebergebiete reisen. Das Gelbfieber tritt in den nachfolgenden Regionen oder Staaten auf: Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Provinzhauptstadt Brasilia), Maranhao, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Pará, Rondônia, Roraima, São Paulo, Tocantins, Bahia, Paraná, Piauí, Rio Grande do Sul und Santa Catarina.

Die folgenden Bereiche werden in Bahia als gelbfiebergefährdet eingestuft: Itarantim, Itororo, Lajedao, Macarani, Maiquinique, Medeiros Neto, Nova Canaa, Pau Brasil, Piripa, Platalto, Posos, Potiragua, São Jose da Vitoria, Santa Cruz da Vitoria, Santa Luzia, Teixeira de Freitas, Vereda, Vitoria da Conquista. In Espírito Santo herrscht mit Ausnahmen des Stadtgebiets Vitoria eine Gelbfiebergefahr.

In Rio de Janeiro droht Gelbfieber. im Norden der Gemeinde in den Grenzregionen zu Minas Gerais und Espirito Santo (Bom Jesus do Itabapoana, Cambuci, Cardoso Moreira, Italva, Itaperuna, Láje do Muriae, Miracema, Natividade, Porciuncula, Santo Antonio de Padua, São Fidelis, São Jose de Uba, Varre-Sai, Campos dos Goytacazes, São Francisco de Itabapoa und São João da Barra).

Die brasilianische Regierung verlangt von allen Personen, die über neun Monate alt sind und in das Land kommen, in dem das Gelbfieber-Virus heimisch ist, prinzipiell den Beweis einer Impfung. So hat die WHO im April 2014 die Veränderung der Dauer der Gelbfieberimpfung genehmigt. Das bedeutet, dass eine einzige Gelbfieberimpfung notwendig ist, um einen dauerhaften Impfschutz zu haben.

Deshalb ist es ratsam, sich bei der Einreise in ein Land mit Gelbfieberimpfung (einschließlich Transit) an eine autorisierte Gelbfieberimpfstelle oder die Auslandsvertretung des Herkunftslandes zu wenden. Im Falle von Gelbfieber nach dem Aufenthalt in Gelbfieberrisikogebieten sollte immer die Gefahr einer Gelbfiebererkrankung in Erwägung gezogen werden.

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