Frauen in Somalia

Die Frauen in Somalia

Immer mehr junge Frauen wollen in Mogadischu Fußball spielen. Somalische Frauen sind auf vielen Ebenen benachteiligt und verletzlich. Sie kennt in Somalia die Sorgen und Probleme vieler Frauen. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben mehr als eine Million Vertriebene und Flüchtlinge in Somalia, die meisten davon Frauen und Kinder. Auch Fardowso musste mit ihren Kindern fliehen.

zeitraum des femmes - menschenrecht für frauen e.V.

In Somalia ist die Zahl der weiblichen Genitalverstümmelungen (FGM) am höchsten. 98% der Frauen und Männer zwischen 15 und 49 Jahren sind genitalverstümmelt. Die Unterschiede zwischen städtischen und städtischen Regionen sowie zwischen reichen und armen Menschen haben keinen Einfluss auf die Verstümmelung in Somalia. Die FGM kennzeichnet den Wandel von der Kinder- zur Frauenzeit in Somalia und wird in der Regel durch traditionelle Beschneider oder Gudday's durchgeführt.

Frauenverstümmelungen werden seit der Selbständigkeit Somalias vermehrt medizinisch behandelt und dementsprechend verstärkt von medizinischen Fachkräften durchgeführt. Alter der Beschneidung: 6 % der FGM werden vor dem vierten Geburtstag der Frauen durchgeführt, 82 % zwischen dem fünften und neunten und weitere 11 % zwischen dem zehnten und vierzehnten FGM-III.

Dies bedeutet, dass der ganze von außen erkennbare Genitalbereich ausgeschnitten und die geöffnete Stelle bis auf ein kleines Löchlein komplett verschlossen wird. In 25% der beschneiten Frauen und Frauen (15-49 Jahre) wurde die Art II (Exzision) durchgeführt. Dabei wird der von außen erkennbare Teil der Kitzler und der Innenschamlippen mit oder ohne Umschneidung der Außenlippen ganz oder partiell abgetragen.

Der von außen erkennbare Teil der Klitoris und/oder der Vorhaut der Klitoris wird ganz oder zum Teil abgetragen. Obwohl die Religionsführer des Staates wiederholt erklärten, dass der islamische Staat seine Tochter in keiner Weise zur FGM verpflichtet - eher widerspricht die Verstümmelung der weiblichen Genitalien dem islamischen Glauben -, wird die Praxis der FGM im Auftrag des Islams fortgesetzt.

Andersgläubige Menschen erkennen auch die Pflicht zur Verstümmelung der Geschlechtsorgane in den entsprechenden Religion. Man vermutet, dass das Infibulieren (Typ III) Frauen vor wünschenswertem und ungewolltem Sex schützt und ihre Sauberkeit und Unschuld bewahren und so ihre Stellung auf dem Ehemarkt stärken kann. Sie sind so tiefgreifend, dass die Mutter, selbst wenn sie sich der Konsequenzen von FGM bewusst ist, beschließt, die genitale Verstümmelung ihrer Tochter vorzunehmen, um die gesellschaftliche Eingliederung und die ökonomische Absicherung ihrer Tochter (durch Heirat) nicht zu beeinträchtigen.

Im Jahre 1972 begann die damalige Landesregierung von Said Barre (Militärdiktator und Staatspräsident der DR Somalia 1969 - 1991) mit den Massnahmen gegen FGM. Die Frauendemokratische Organisation (SWDO) und die Staatsfrauenorganisation wurden 1977 zur Beseitigung der genitalen Verstümmelung von Frauen ins Leben gerufen. Es folgte eine ganze Serie von Projekten, unter anderem von der Somali Academy of Arts and Science und dem Institute of Women's Education.

1987 starteten SWDO und die italienischen Organisationen AIDOS ein Anti-FGM-Projekt, um die Praxis der Infibulierung zu beseitigen. In Somalia wurde das Übereinkommen zur Beseitigung der Benachteiligung von Frauen (CEDAW) nie unterzeichnet. In Nordostsomalia hat die Landesregierung von Puntana im Nov. 2011 ein neues Bundesgesetz gegen FGM erwirkt.

In der jüngsten Untersuchung von UNICEF unter Beteiligung somalischer Nichtregierungsorganisationen wurde festgestellt, dass die FGM -Ausbreitung in den Nordteilen Somalias - Puntland und Somaliland zurückgegangen ist. Dies liegt vermutlich daran, dass diese beiden Gebiete seit zwanzig Jahren relativ stabil sind, da sie sich während des Bürgerkriegs in Somalia unilateral vom Bundesstaat Somalia getrennt haben.

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