Frauen aus Usbekistan

Uzbekische Frauen

Durchsuchen Sie die Kontaktanzeigen von Singles aus Usbekistan. Frauenbekleidung besteht in der Regel aus einer Tunika und einer weiten Hose. Dr. Lola Sabirova über die Rolle der Frauen in Usbekistan. Welche Kleiderordnung gibt es für Frauen?

Sechs Wochen verbrachte die Westerkappelnerin in Usbekistan (wir berichteten).

Seidenstraße: Usbekistan - moslemisch und doch überraschend offen

Die türkisblauen Hauben glänzen wieder im Abendschein, die Wände der Koranschule, der Karawanserei und der Bergfestung fangen an, im Lichte der letzen Sonnenstrahlen in zartem Orangeton zu erleuchten. Dies ist keine orientalische Show, sondern die Metropole, in der wir leben", sagt Rawschan, der Kaufmann mit dem Messestand neben dem Gewölbe des Kappenmachers.

Dafür triffst du statt dessen Jugendliche mit Baseballmützen und Mädels mit knalligem Aufmachung. "Wir haben eine große Geschichte, aber wir wohnen bereits in der Gegenwart", sagt Rawshan, der Dealer. In Usbekistan herrscht Durst. Der Staat, der sich 1991 von der mittelasiatischen Insolvenzmasse der Sowjetunion löste und sich zur unabhängigen Teilrepublik erklärte, ist verstaubt und nass.

Jeder, der nach herrlichen Gebirgszügen Ausschau hält, muss ins Nachbarland Kirgisistan gehen, und die unendlichen Weiten Kasachstans sind eindrucksvoller als die von Usbekistan. Vor allem die Großstädte des jetzigen Usbekistan blühen auf. Der ehemals unvorstellbare Wohlstand dieses Teiles der Welt ist noch heute zu bewundern, es ist ein Teil des Orients wie aus einem Bildband - in einem fremdsprachigen, ungewohnten Lande, das eines der letzen Abenteuer in den Reiseveranstaltern ist.

Uzbekistan ist ein moslemisches Staat, fast 90 % der 28 Mio. Menschen erklären den islamischen Glauben und die Mehrheit von ihnen erinnert sich nur sehr zögerlich an die Zeit der Sowjetunion. Es gibt kaum eine frühere Sowjetunion, die so unbarmherzig die Hämmer und Sicheln, die rote Sternen und alle Lenin-Statuen abgebaut und von den Straßen der Großstädte wie Usbekistan vertrieben hat.

Mit den ersten Wodkas geht das Fragenspiel weiter, und zwar immer und an jedem Ort des Landes. Diejenigen, die dann nichts zu erzählen haben, ernten vor allem von den Frauen mitfühlende Grimassen - und bekommen noch ein kleines Glas Tröster. In Usbekistan wohnen mehr als 100 Völker und Nationen, viele von ihnen beherrschen nicht einmal die offizielle Sprache, nur Perser, Russen oder einen der vielen Regionaldialekt.

Usbekistan ist für ein moslemisches Volk überraschend großzügig und offen. Aber zuerst dürfen alle Besucher aus Deutschland ins Badezimmer - auch die Herren. Jetzt tasten sich eine Gruppe von Männern aus Deutschland durch die dunklen, labyrinthartigen Korridore des Hamams, die mit schwarzen Graniten und Dampf in der feuchten Luft bedeckt sind.

Beim Frauen-Hamamam sind Sie ganz schön blank, sogar die Unterlegscheiben. Sie wurden vor dem ungewohnten Aufenthalt in der letzten Minute verwarnt, vier Frauen tauchen eilig im Schlafanzug auf - und sehen eine Hand voll Männern, die nur noch eine Unterhose an haben. Die usbekischen Frauen sind über das Lächerliche erschüttert. Danach werden die Herren entschlossen auf die Warmsteinplatten in dem zugemauerten Zimmer unter der Haube transportiert, nur von einem schwachen Scheinwerferlicht erhellt, mit endlos heißem Wasser aus Kunststoffeimern umgossen und mit Handschuhen aus Seide gescheuert, bis die Schale abbrennt.

Bald überwinden die Frauen den Schock und fangen an zu quatschen. Die Uzbeken benötigen viel Raum, die ganze Familie muss unter einem gemeinsamen Haus wohnen", sagt einer. Vor nicht allzu langer Zeit wählten die Frauen Frauen für ihre Nachkommen. Doch meine weigerte sich und wollte das Mädel meiner Wahl nicht", seufzte eine andere und schüttelte den Schädel.

In Usbekistan kann das Schicksal der Schwiegertöchter offensichtlich schwierig sein. "Eine der Ehefrauen sagt, sie hat einen Mann und vier Söhne". Der Reiz lässt nach, die Frauen lachen wieder mit der ganzen Zahnreihe. Usbekische Frauen, die es sich erlauben können, können so viele Zähne wie möglich abgeschliffen und mit einer Goldkrone versehen haben.

Sogar die jungen Frauen tun das. "Das zeugt von unserem Reichtum", sagt eine der Waschmaschinen. Uzbekistan war eine der ältesten sowjetischen Republiken, und die Gegend ist an natürlichen Ressourcen wie Gas, Geld, Kupfer and Urinreichtümer. Das meiste davon wird mit der Eisenbahn transportiert, und wer das ganze Jahr über reist, sollte dies auch mit der Eisenbahn tun - es ist die komfortabelste und verlässlichste Möglichkeit, durch Zentralasien zu fahren.

So bleibt genügend Zeit, die vielen Attraktionen entlang der Seidenstraße zu bestaunen - und das Treiben in den Nostalgiebahnen selber zu geniessen. Abends gibt es Wodka-Proben oder Tanzevents, bei denen die jungen Frauen in Trachten trotz schmaler Fächer und Ruckwagen ihren vollen Charme entfalten. Das usbekische babushkas an Bord wiegt ihren Kopf zum Schlag der Querflöten und des Trommels und runzelt die Augen, wenn es zu aufschlussreich wird.

Dies ist sicher kein usbekisches Mädchen", schreien sie bei einer rasanten Bauchtanz-Performance. "Ja, die Weißen, solche Vorstellungen stehen Usbekistan nicht", meckern sie. Per Bahn gelangt man in die letzte Ecke Usbekistans, auch das kleine Dorf Kamaschi an der turkmenischen Landesgrenze. Sie würden lieber Mr. Mirsa's Einladungen zum Abendessen annehmen.

Mr. Mirsa stellt Ihnen gerne sein eigenes Zimmer vor. Mr. Mirsa liebt es zu lesen, denn es liegen Werke von Tolstoi, Gogol und Mark Twain in den Verkaufsregalen. Es ist alles makellos sauber, wie in Usbekistan. Ist der Fremde weg, macht Mr. Mirsa ein Schläfchen in seinem Holzdoppelbett, das sich ganz vorn im Haus oder im Freien befindet - wie es in diesem Lande so ist.

"Dort ist es cooler als im Haus", sagt Mr. Mirsa. "Wir Uzbeken hatten vor 50 Jahren nicht einmal ein einziges Mal ein einziges Mal ein Schloß, um etwas wegzuschließen", erinnerte sich.

Mehr zum Thema