Frauen aus Eritrea

Eritreas Frauen

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Über die Lage der Eritreerinnen

Das in der Schweiz weit verbreitetes Gefühl, dass nur Menschen aus Eritrea fliehen, ist nicht wahr. Ende 2015 waren 411.000 Menschen aus Eritrea in aller Welt auf der Flucht. 411.000 Menschen waren auf der Suche. In der Statistik sind keine Angaben über Frauen/Männer in den Lagern inbegriffen. Zahlreiche Frauen und die bereits geflohenen Waisenkinder erwarten in Afrika südlich der Sahara eine Chance, ohne allzu viele Gefahren auf sich zu ziehen.

Die Flüchtlinge sind sich auch darüber im Klaren, dass bei einer weiteren Entfluchtung viele Risiken auftauchen. Die Frauen haben genauso viele gute Beweggründe wie die Menschen, aus Eritrea zu flüchten. Amnesty International berichtet 2015 über Eritrea4 über die problematische Situation der Frauen in Eritrea. Frauen sind im Hinblick auf die Wehrpflicht dem Mann ebenbürtig, es sei denn, sie sind verheiratet, tragen eine Schwangerschaft oder haben ein Kind.

Aus diesem Grund gibt es Angehörige, die ihre Tochter frühzeitig heiraten, damit sie nicht zum Wehrdienst einberufen werden. Frauen, die bereits im Wehrdienst sind, werden nach der Hochzeit nicht freigelassen. 2015 wurden alle Frauen in der Gash Barka Gegend, die ein Kind hatten, auch zum Wehrdienst einberufen.

Anders als Frauen werden Frauen nicht gekündigt, wenn sie väterlich werden. Der düstere Gedanke, über Jahre hinweg allein erziehen zu müssen (der Lohn genügt nicht, um eine ganze Familie zu ernähren) und die Furcht vor Gewalttätigkeiten im militärischen Bereich treibt die jungen Frauen zur Flucht, bevor sie zum Wehrdienst einberufen werden.

Dennoch fliehen viele Frauen und Männer bereits in Sawa. Als in Sawa deutlich wird, dass sie unmittelbar zum Wehrdienst einberufen werden können, beschließen sie zu fliehen. Teilweise werden sie auch von Hochschulen zum Wehrdienst einberufen. Ein endloser Wehrdienst ist für viele Angehörige ein ökonomisches und organisatorisches Hindernis.

Gewöhnlich sind der Familienvater und einige der Kleinen im Wehr- oder Zivildienst aktiv, teilweise auch die Mutterschaft. Etliche Schulkinder gehen deshalb frühzeitig aus der regulären Schule, so dass sie nicht über das Schulwesen zum Wehrdienst herangezogen werden. Unverpflichtete werden unverzüglich konfisziert und in der Regel zunächst mit monatelangen Haftstrafen ahndet.

Im Sudan, der für die meisten Eritreer die erste Anlaufstelle auf der Flucht ist, werden Eritreer nicht zwangsläufig als Flüchtling erkannt. 10 Nach Angaben der Eidg. Fluechtlingshilfe sind die Verhaeltnisse in diesen Camps "hart".

Die sudanesischen Behörden tolerieren Angriffe auf Eritreer, die sich in Lager befinden. Auch nach Eritrea wurden in den vergangenen Jahren Deportationen vorgenommen. In den Flüchtlingscamps herrschen schlechte Verhältnisse und es gibt viele Kidnappings aus den Camps selbst oder auf dem Weg dorthin: Da der Flüchtlingsstrom abnimmt, nehmen Menschenhändler, die in ausgedehnten Netzen operieren, ihre Kunden mit.

Das Risiko des sexuellen Missbrauchs in den Camps ist für allein stehende Frauen und junge Frauen besonders hoch. Deshalb haben sie oft ohne Begleitung von minderjährigen Kindern nach Khartum geschmuggelt. Manchmal werden Frauen nicht einmal als Familienoberhaupt erkannt und bekommen daher keine Nahrung.

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