Frauen aus Bolivien

bolivianische Frauen

In der " Ausbildungsstätte für Frauen ", Strickerei im CCA. Viele Frauen in Bolivien leiden unter Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt. Im lateinamerikanischen Land Bolivien bleibt die Armut trotz einer reformorientierten Politik und umfassender Entschuldungsinitiativen hoch. Lage der Frauen in Bolivien. Bolivien gilt derzeit als eines der ärmsten Länder Südamerikas.

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Der Begriff Chola oder (erniedrigende) Choleta - von Cholo hergeleitet - bezieht sich auf einheimische Frauen in Bolivien und Peru, die nach einer in den 20er Jahren aus Europa nach Südamerika eingeführten Art und Weise Hüte tragen, die für den Mann entworfen wurden. Bei den Cholitas bestehen die Kleider aus dem Pollera (einem Überrock), bis zu 10 Petticoats, dem Schal und dem charakteristischen Mütze.

In der Regel wirken sie durch die vielen Kleidungsschichten rund bis dick. Während der Begriff Chola früher der Begriff für das an die Spanier angepaßte "zivilisierte" Mastizin war, kann sich Cholita heute auch auf Frauen beziehen, die zwar kräftig indigen sind, aber die einheimische Kostüm gegen die Pollera ausgetauscht haben.

Je nach Gegend und Finanzsituation des Trägers variieren diese Schürzen erheblich in Bezug auf Größe, Material und Volantanzahl.

In Bolivien gibt es die meisten Gewalttaten gegen Frauen in Lateinamerika | E+Z

Bolivien hat die höchste Zahl von körperlicher und sexueller Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika. Das von 35 lateinamerikanischen Ländern ratifizierte Belém do Pará-Übereinkommen bezeichnet als " jede Tat oder jedes Benehmen, das einer Person im öffentlichen wie im privaten Bereich Todesfälle, Schäden oder körperliches, seelisches oder seelisches Leid verursacht ".

Bolivien ist dieser Übereinkunft zwar nachgekommen und hat progressive Rechtsvorschriften verabschiedet, doch der Bundesstaat beschützt die Frauen nicht adäquat. So hat Sheila Mysorekar die Gender-Expertin aus Bolivien, Frau Rose Mary Camacho, um eine Erklärung gebeten. Was ist die Situation in Bolivien in Bezug auf geschlechtsspezifische Gewalttätigkeit? Bolivien steht in einer 2013 erarbeiteten Untersuchung der Organisation Panamericana de la Salud (OPS) von 12 lateinamerikanischen Bundesstaaten ganz oben auf der Liste, wenn es um körperliche und sexuelle Gewalttätigkeiten gegen Frauen durch ihren Ehepartner oder ehemaligen Teilhaber geht.

In Bolivien sind 53% aller Frauen davon betroffen. Der Anteil der Frauen in Bolivien ist hoch. An zweiter Stelle liegen Kolumbien und Peru, wo 40 % der Frauen davon betroffen sind. Nach Angaben des Vizedirektoriums für Gleichstellung (VIO) erleiden neun von zehn Frauen in Bolivien irgendeine Art von Gewalttätigkeit, und 87% von ihnen sind von häuslicher Gewalt bedroht.

In Bolivien wird von einer Feminizidwelle gesprochen - stimmt das? Menschenrechtler organisationen und die Frauenrechtsbewegung haben auf die so genannte Feminizide verwiesen. Laut CIDEM wurden zwischen Jänner und Okt. 2014 im Lande 103 Feminizide verzeichnet, mehr als 2013. Mehr als 60 Prozent der Todesfälle wurden von ihren eigenen Partnerinnen begangen, was die Täterinnen mit Neid rechtfertigt.

Die Frauen starben zu einem Drittel an Schlägen. Was sind die Ursachen für diese Gewalttätigkeit? In Bolivien entsteht die drastische Lage durch eine Gemeinschaft, in der Frauen als Eigentum von Frauen angesehen werden. Auch viele Frauen sind sich ihrer Rechte nicht bewußt, und es gibt nicht genügend Politiken, um die Achtung und Gleichberechtigung von Mann und Frau zu gewährleisten.

Tatsächlich sind es die selben Ursachen wie auf der ganzen Erde - strukturelle Ungleichheiten in den Machtverhältnissen zwischen Mann und Frau, das patriarchalische Regime. Es wird behauptet, dass dies eine Konsequenz des Colonialismus ist und dass in vorkolonialen einheimischen Gemeinschaften Frauen und Frauen gleich behandelt wurden, aber unterschiedliche Indizien weisen darauf hin, dass auch vorkoloniale Gemeinschaften entlang patriarchalischer Gebilde aufgebaut waren.

So ist bolivianischer Machismus auch Teil der einheimischen Tradition. Gewalttätigkeiten gegen Frauen gibt es in allen Regionen, aber in ländlicheren Gebieten ist sie häufiger. Ureinwohnerinnen machen 20,8 Prozentpunkte der Bolivianer aus und werden doppelt diskriminiert: als Frauen und als Ureinwohnerinnen. In Bolivien gibt es eine der größten Mortalitätsraten.

In ländlichen Gebieten haben Frauen oft keinen Zutritt zu Kliniken, die entweder zu weit entfernt oder zu kostspielig sind, oder sie gehen nicht, weil sie dort benachteiligt werden. Beispielsweise entbinden einheimische Frauen in der Regel in der Kniebeuge, aber in Spitälern müssen sie sich für die Entbindung ausruhen.

Sind Gewalttätigkeiten gegen unmündige Frauen ein spezielles Thema? Besonders anfällig für sexuelle Gewalttätigkeiten sind sie. Laut Ombudsmann werden 34% aller Frauen vor dem 18. Geburtstag sexuell missbraucht, meist von Familienmitgliedern, Lehrern oder Nachbaren. 2014 wurden 13,6 % aller Feminizide gegen Jugendliche verübt.

Das ist der wichtigste Schulabbruch für Frauen. Wie rechtfertigt der Verursacher geschlechtsbezogene Gewalttätigkeit? Gewöhnlich wird als Ursache für diesen Fall Spiritus genannt, obwohl Spiritus nur der Trigger und nicht die Ursache von Gewalttätigkeit ist. Im Falle sexueller Gewalttätigkeiten wird den Betroffenen oft vorgeworfen, "provokative" Kleider zu tragen oder "zuzustimmen".

Wohin geht die Gewalttätigkeit gegen Frauen - zu Hause oder am Arbeitsplatz? 2. Aber auch am Arbeitplatz kommt es immer wieder zu Gewalttätigkeiten. Die Frauen haben oft unsichere Arbeitsplätze im Schattensektor, werden weniger entlohnt und von Männern ausgenutzt. Hier geht es darum, Frauen von der Öffentlichkeit fern zu halten. Lediglich 4,7 % aller politischen Gewalttaten gegen Frauen gehen jemals vor den Gerichtshof.

Was unternimmt die brasilianische Staatspolizei, wenn eine Person ihren Mann wegen familiärer Gewalttätigkeit anklagen will? Polizeibeamte sind wie jeder andere Mann; sie neigen dazu, geschlechtsbezogene Gewalttätigkeiten zu mildern. Eine Sondereinheit, die "Fuerza Especial de Lucha Contra la Violencia (FELCV)", wurde von der brasilianischen Staatspolizei eingerichtet. Sie hat die Aufgaben, Gewalttätigkeiten gegen Frauen und Frauen zu verhüten, zu erforschen und zu verhindern.

Die Forscher werden in Frauenthemen geschult. Um den Frauen ein gewaltfreies Überleben zu gewährleisten, wurde das Recht 348 eingeführt. Wirkt sich das auf das alltägliche Geschehen aus? Nun, sobald eine Person einen Gewaltfall vor Gericht stellt, trifft sie auf Widerstand. Obwohl nach dem Recht 348 in jedem Falle Gewalttätigkeiten untersucht werden müssen, unabhängig davon, ob es eine Beschwerde gibt oder nicht, tun die Staatsanwaltschaften in der Regel gar nichts, wenn das Geschädigte keinen Rechtsanwalt hat.

Viele Frauen können sich keinen Rechtsanwalt erlauben, also wohnen sie bei ihrem Täter. Erfreulich ist jedoch, dass die Rechtswissenschaft nun auch das Recht 348 und die Bewusstseinsbildung für Frauenthemen umfasst. Erfreulicherweise hat Bolivien in den vergangenen 20 Jahren alle bedeutenden völkerrechtlichen Abkommen zur Beseitigung der Frauengewalt unterfertigt.

Hinzu kommen Rechtsvorschriften zur Gleichstellung, insbesondere für Eingeborene. Welche Maßnahmen sind erforderlich, um die Gewalttätigkeiten gegen Frauen zu stoppen? Außerdem muss das Justizwesen zu einer glaubwürdigen Einrichtung für die Bevölkerung im Allgemeinen und die Frauen im Speziellen werden. Die Straflosigkeit muss ein Ende haben; Straftaten gegen Frauen müssen ahnden. Besonders die indigenen Frauen sind sehr engagiert, zum Beispiel die Confederación Nacional de Mujeres Campesinas Indígenas Originarias de Bolivia "Bartolina Sisa".

Indigene Frauenorganisationen setzen sich heute für vieles ein, unter anderem für die Erhaltung der Waldgebiete und das Recht auf ihr eigenes Gebiet. Wie kann auf der internationalen Bühne der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalttätigkeiten in Bolivien geholfen werden? Die Anstrengungen zur Förderung der Gleichstellung und des Empowerment von Frauen müssen im Rahmen von Förderprogrammen verstärkt werden.

Konkrete Beispiele sind das regionale Programm Combatir la Violencia contra las Mujeres en Latinoamérica (COMVOMUJER - Kampf gegen Frauen in Lateinamerika), in dem die GIZ (Gesellschaft für Völkerverständigung ) mit lokalen Behörden mitarbeitet. Frau Mary Camacho Justiniano ist Berater der GIZ in Bolivien.

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