Empfohlene Schutzimpfungen

Empfehlenswerte Impfungen

Das kann als direkte Übernahme der in den STIKO-Empfehlungen aufgeführten und empfohlenen Impfungen erfolgen. Was für Impfungen brauche ich für einen Bali-Urlaub? Mögliche Folgen einer Krankheit und weitere empfohlene Impfungen geben Auskunft. Wegen der schlechten Hygienestandards in Myanmar sollten Reisende sicherstellen, dass alle empfohlenen Impfungen auf dem neuesten Stand sind. Hier finden Sie Informationen und Ratschläge zu empfohlenen Impfungen für eine Reise nach Laos.

Allen Kindern

Schutzimpfungen sind notwendig, damit Säuglinge, Kleinkinder und Heranwachsende in einem frühen Stadium einen hinreichenden Infektionsschutz haben. Alle amtlichen Stellungnahmen der Standing Vaccination Commission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin sind hier zu finden[Übersicht: Impfaktionskalender 2017 als PDF, 3,02 MB, benötigt Acrobat Reader]. Den wirksamsten Vorbeugungsschutz gegen Rotaviren bietet - neben sorgfältiger Mundhygiene - die Impfung.

STIKO hat seit dem 26. August 2013 die orale Schutzimpfung gegen Rotaviren empfohlen. Der Beginn der Impfreihe muss im sechsten Lebensjahr erfolgen und je nach Vakzine (zwei oder drei Impfungen alle 4 Wochen) bis zur letzten Lebens-Woche abgeschlossen sein. Das ist die erste Schutzimpfung des Kindes.

Wenn das Kind intakt ist, wird es nach dem abgeschlossenen zweiten Monat (9. Woche) zum zweiten Mal impfen ( "Rotavirusimpfung", die erste Schutzimpfung, findet nach 6 Schwangerschaftswochen statt). Zum Beispiel ist ein einzelner Impfschutz gegen sechs unterschiedliche Infektionserkrankungen wirksam: Diphterie, Hepatitis B, Hib (Haemophilus Influence Type b), Krampfhusten, Poliomyelitis und Starrkrampf.

In der ersten Lebenshälfte wird der Impfschutz drei Mal und im zweiten Jahr des Lebens einmal implantiert. Gegen Pneumokokkus (Pneumokokken: bakterieller Krankheitserreger der Meningitis, Blutvergiftung, Pneumonie, Mittelohrentzündung, Sinusitis ) wird von STIKO seit Juni 2006 für alle Neugeborenen und kleinen Kindern ab dem Alter von zwei Jahren geimpft. Es wird auch für noch nicht geimpften Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko angeraten (z.B. bei Immunschwächen wie HIV-Infektion, nach Knochenmarkstransplantation, Sichelzellenanämie und chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Zuckerkrankheit und Cochlea-Implantate).

Allen Säuglingen wird der Konjugatimpfstoff Pneumokokken gleichzeitig mit dem oben genannten 6-fachen Impfstoff zur Verfügung gestellt (insgesamt drei Mal - mit Ausnahmen Frühgeborene - bis zum 23. Lebensjahr): Gemäß der Empfehlung der STIKO vom 8. Juli 2015 sollen die Vakzindosen des Pneumokokken-Konjugatimpfstoffes im Lebensalter von 2, 4 und 11-14 Monate eingenommen werden.

Bei Frühgeborenen (Geburt vor der 37. Woche der Schwangerschaft) wird das Programm 3+1 vorgeschlagen. Der Impfstoff wird in vier Dosen im Lebensalter von zwei, drei, vier und elf bis 14 Jahren eingenommen. Darüber hinaus empfiehlt die Ständige Impfausschuss am Robert-Koch-Institut in Berlin (STIKO) eine Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Rubellen (MMR-Impfung) im Lebensalter von 11 bis 14 Monate (zweimal, zweite Impfaktion im Lebensalter von 15 bis 23 Monaten).

Dieser Impfstoff kann mit einer Windpockenimpfung verbunden werden, da auch ein Kombinations-Impfstoff gegen Maserne, Mumps, Rubella und Windpocken implantiert wird. Bei ungeimpften oder nur einmal geimpften Kindern, die mit Menschen mit Maserne, Mumps oder Rubella in Berührung kommen, rät STIKO, die Tiere innerhalb von drei Tagen gegen MMR zu vakzinieren.

MMR-Impfungen können ab einem Mindestalter von 9 Monate durchgeführt werden: vor einem regelmässigen Aufenthalt in einem Gemeindezentrum, nach einem möglichen Umgang mit einem Masern-Patienten, während eines Masernausbruchs. Wurde die erste Schutzimpfung früher als 11 Monate durchgeführt, muss die zweite Schutzimpfung zu Anfang des zweiten Lebensjahres durchgeführt werden.

Im Falle eines Ausbruchs sollten die nach 1970 gebürtigen Personen impfen, wenn ihr Impfschutzstatus unklar ist. Wegen der großen Impfausfälle bei Jugendlichen wird die MMR-Vakzinierung nun auch für alle nach 1970 geborene Erwachsene angeraten, wenn sie nur eine einzige Schutzimpfung im Kindesalter oder noch nicht erfolgt sind oder der Impfschutzstatus nicht bekannt ist.

Vor allem Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen, kommunalen und Ausbildungsstätten für Jugendliche sollten gegen Maserne und Mumps impfen. Außerdem rät STIKO seit Juni 2004 zu einer Doppelimpfung gegen Pocken bei allen Kindern wegen der möglichen Komplikationen der Krankheit. Der erste Impfschutz gegen Pocken erfolgt in der Regel mit 11 bis 14 Monate, entweder parallel zur ersten Mal oder spätestens vierwöchentlich.

Ein kombinierter Impfstoff gegen Maserne, Mumps, Rubella und Windpocken ist ebenfalls erhältlich. STIKO rät seit Juni 2012, den ersten Impfstoff nicht in vierfacher Ausführung zu applizieren, sondern den Varizellenimpfstoff gleichzeitig mit dem MMR-Impfstoff an unterschiedlichen Stellen des Körpers zu vakzinieren.

Diese zweite Dosierung sollte für 15 bis 23 Monate alte Menschen verabreicht werden und kann mit dem Quad-Impfstoff, d.h. dem Kombinationsimpfstoff MMRV, eingenommen werden. Eine Varizellen-Impfung kann zu jeder Zeit durchgeführt werden, wenn sie nicht im vollendeten zweiten Lebensmonat durchgeführt wurde. Für ein Kind, das nur eine Varizellenimpfung bekommen hat, sollte eine zweite gemacht werden.

Die Standing Vaccination Commission (STIKO) empfahl seit Juni 2006 allen Kindern eine einzige Schutzimpfung gegen C im zweiten Jahr. Die von STIKO empfohlene konjugierte Meningokokkenimpfung dient dem Schutz vor Meningokokkenerkrankungen der C. Der Impfstoff gegen Hirnhauterkrankungen ist gut toleriert und bietet vermutlich lebenslangen Schutz vor einer Ansteckung mit dieser Erregergruppe.

Seit Ende 2013 steht gegen diese Subgruppe ein komplett neuer Vakzine zur Verfügung, der jedoch von STIKO noch nicht allgemein befürwortet wird. Der Impfschutz kann ab dem zweiten Monat des Lebens erfolgen und muss bis zum vollendeten 5. Lebensjahr alle vierzehn Tage durchlaufen werden.

Mit einer weiteren Schutzimpfung im zweiten Jahr ( "Alter von 12 bis 15 Monaten") wird der Impfschutzzyklus abgeschlossen (insgesamt vier Impfungen). Die Schutzimpfung soll vor bis zu 80% der in Deutschland vorkommt. Wie lange dieser Schutz dauert, lässt sich noch nicht mit Sicherheit abschätzen. Der Standing Vaccination Commission rät zur Schutzimpfung von Säuglingen und Kleinkindern gegen Krampfhusten (im 2., 3. und 4. Lebensmonat und einer weiteren Schutzimpfung zwischen 11 und 14 Monaten).

Es sollte vor der Entbindung eines Babys geprüft werden, ob enge Ansprechpartner (Eltern, Kinderbetreuer, Großeltern) über einen ausreichenden Schutz des Immunsystems verfügen (d.h. Impfungen in den letzten 10 Jahren). Falls die Schutzimpfung der Frau vor der Trächtigkeit nicht erneuert wurde, sollte die Schutzimpfung in den ersten Tagen nach der Entbindung des Babys wiederholt werden.

Die STIKO ( "Standing Vaccination Commission") hat aufgrund der zu beobachtenden erhöhten Keuchhustenraten bei Fünf- bis 15-Jährigen seit Jänner 2006 eine weitere Auffrischungsimpfung im Kindergartenalter (im Alter von 5 bis 6 Jahren) mit einem kombinierten Tdap-Impfstoff (Tetanus-diphtherie-zelluläre Pertussis) empfohlen. Durch die kurze Immunitätsdauer (sowohl nach Krankheit als auch nach Schutzimpfung nur ca. 10 bis 12 Jahre) können sich junge Menschen wieder erkranken!

Von STIKO wird seit Juni 2009 die nächstfolgende Tetanus- und Diphtherieimpfung in Verbindung mit einem Hustenimpfstoff für alle Erwachsene empfohlen. Schwangere sollten ihren Keuchhustenschutz prüfen und erneuern, wenn seit der letzen Schutzimpfung mehr als 10 Jahre verstrichen sind. Enger Haushaltskontakt (Eltern, Geschwister) und Pfleger sollten ebenfalls vierwöchige Impfaktionen vor der Entbindung des Babys haben.

Das Robert-Koch-Institut hat die Standing Vaccination Commission (STIKO) eine Schutzimpfung gegen humane Papillomaviren (HPV) für alle Frauen im Alter von 9 bis 14 Jahren vorgeschlagen. Jetzt untersucht der G-BA die Einbeziehung in die Impfrichtlinie innerhalb von drei Monaten. 2. HPV-Impfungen für Knaben sind erst dann Pflichtleistungen der GKV, wenn sie in die Schutzimpfrichtlinie des G-BA aufgenommen wurden.

Mit 9 bis 14 Jahren sind alle 6 Monate zwei Schutzimpfungen vonnöten. War das Impfintervall zwischen den beiden Schutzimpfungen weniger als ein halbes Jahr oder wird die Impfreihe nach 14 Jahren gestartet, wird eine dritte Schutzimpfung zur Vervollständigung der Basisimpfung angeraten. Verpasste Schutzimpfungen gegen HPV sollten bis zum vollendeten achtzehnten Jahr nachholen.

Dieses Impfdatum ist auch eine gute Möglichkeit für junge Menschen zu prüfen, ob die von STIKO empfohlenen Schutzimpfungen noch ausstehen. Polio: Eine Auffrischungsimpfung wird im Lebensalter von 9 bis 17 Jahren angeraten. Auch bei Kindern mit schwerwiegenden Krankheiten wie z. B. asthmatischen Beschwerden, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen oder neurologischer Behinderung einschließlich Krämpfen sollte eine Impfung gegen Influenza durchgeführt werden.

Obwohl die Grippeimpfung nicht zu 100% wirksam ist, ist sie der optimale Grippeschutz für ein Jahr und sollte im Spätherbst, vor Beginn der jährlichen Grippeepidemie, erfolgen. Bei Kindern mit einer bekannter Grippeallergie oder Hypersensibilität auf Hühnereiweiss sollte nicht impfen werden.

Da bei einer Influenza-Infektion die Gefahr einer schweren Krankheit signifikant erhöht ist, wird ab dem zweiten Trimester eine Grippe-Impfung für alle Frauen ab dem zweiten Trimester und bei einem besonderen Krankheitsrisiko ab dem ersten Trimester angeraten. Die Standing Commission on Influenza Vaccination hat seit 2018 nur noch Impfungen mit 4 Influenza-Typen vorgeschlagen (vierwertiger Influenza-Impfstoff mit derzeitiger Antigen-Kombination, die von der Weltgesundheitsorganisation[WHO] vorgeschlagen wird).

Die Impfungen sind auch für Kleinkinder ab 6 Monate erhältlich. Seit der Spielzeit 2012/2013 gibt es für 2-17-jährige Kleinkinder und Heranwachsende ein Nasenspray zur Grippeimpfung (ebenfalls mit vier Grippearten) als Alternative zur nachgewiesenen Impfdüse. Bei Einwänden gegen eine Spritzenimpfung, wie z.B. Spritzenphobien oder Koagulationsstörungen, sollte dieses Influenza-Impfnasenspray eingesetzt werden (zugelassen für die Altersgruppen 2 bis 17 Jahre).

Anfällige Kleinkinder und Heranwachsende sollten ebenfalls eine oder mehrere Pneumokokkenimpfungen ab dem 2. Lebensjahr durchlaufen. Risikopatientinnen und -patienten sind unter anderem solche mit gewissen Erkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, asthmatische Erkrankungen, Diabetes), angeborene oder erworbene Immundefekte (z.B. nach Organtransplantation) oder nach Einbringen eines Cochlear Implantats.

Wenn ein Risikopatient einen niedrigwertigen Impfschutz (10-wertiger oder 7-wertiger Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff) früher oder bei der ersten Vakzination erhielt, sollte er zuerst den 13-wertigen Konjugatimpfstoff und dann den 23-wertigen Polyzuckerimpfstoff verabreicht bekomm. Bei Kindern oder Jugendlichen, die bereits eine vollständige Impfreihe mit dem 13-wertigen Konjugatimpfstoff absolviert haben, sollte anschließend nur noch mit dem 23-wertigen Polysaccharidimpfstoff impfen werden.

Letzteres sollte den Kindern spätestens zwei Monaten, besser aber 6-12 Monaten nach der Vakzinierung mit dem 13-wertigen Konjugat-Impfstoff gegeben werden. Eine Schutzimpfung gegen Hib (Haemophilus influence type b) ist ab dem 5. Lebensjahr nur noch in Ausnahmefällen (z.B. bei mangelnder Milzfunktion) notwendig. Bei einem ungeimpften oder ungenügend geimpften oder immungeschwächten Baby oder einer defekten Frau sollten alle Mitglieder des Haushalts ab einem Jahr impfen.

Bei gefährdeten oder länger im Ausland lebenden Patienten empfehlen wir eine Schutzimpfung mit einem Kombinationsimpfstoff aus der Gruppe der meningokokkalen A-C-W135-Y-Konjugate ab 1 Jahr. STIKO hat seit dem Jahr 2015 empfohlen, gewisse Hochrisikokinder, wie z.B. solche ohne oder nach der Entfernung der Milch oder mit gewissen Immundefizienzen, gegen Meningokokokken B zu impfen.

Die STIKO hat für die unterschiedlichen Altersklassen eine Tabelle erstellt, nach der die fehlende Impfung durchgeführt werden soll (siehe Epid. Nr. 24.08.2017/Nr. 34, S. 367 ff.). Aufgrund des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG) sind Impfleistungen seit dem 1. 4. 2007 obligatorische Sozialleistungen der GKV. Gemäß 20 d SGBV haben die Versicherten einen Leistungsanspruch auf Schutzimpfungen im Sinn von 2 Nr. 9 des Gesetzes über den Infektionsschutz (IfSG).

Dies bedeutet, dass alle von der STIKO vorgeschlagenen Schutzimpfungen nach Aufnahme in die Impfrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses Ärzte-Krankenkassen (G-BA) von der Krankenversicherung vergütet werden. Bei jeder Schutzimpfung haben die Erziehungsberechtigten das Recht auf ein Beratungsgespräch mit einem Facharzt oder einem Facharzt mit entsprechender Ausbildung. Die Argumente für die Schutzimpfung. Wenn sollte nicht impfen, und was kann gegen die Schutzimpfung sagen.

Die Durchführung der Impfen ist sehr einfach. Welche Schutzdauer hat die Schutzimpfung? Schutzimpfungen sind immer mit Schmerz und Streß für Kind und Vater einher. Bei Kindern unter zwei Jahren kann zwei Min. vor der Schutzimpfung eine Zuckerung erfolgen. Bei Kindern im Alter von drei Jahren bis zur Adoleszenz sollten sie beim Impfen senkrecht dasitzen.

Eisspray kurz vor der Schutzimpfung oder Anästhesiecremes oder Patches (30-60 Minuten), die vor der Schutzimpfung auf die Impfstelle(n) aufgebracht werden, können ebenfalls die Schmerzen lindern. Die aktuellen Vorschläge der Standing Vaccination Commission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts in Berlin, Epid. Mitteilungsblatt 11.01.2018/Nr. 1 Nr. 1 x 1 x 1 x 1 x 2 x 1 cm für die empfohlene HPV-Vakzinierung von Knaben im Alter von 9 bis 14 Jahren.

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