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Die christliche Werteorientierung ist verloren gegangen, sagte der ehemalige Präsident des Zentralausschusses der deutschen Katholiken domradio.de. Diesmal kommt es zum Ziel: Das Bonifatiuswerk bietet in Zusammenarbeit mit dem Domradio.de eine Klappkarte mit dem Original Libori Lusch an.

Der Strohm bedauert mangelndes Einfühlungsvermögen

Als alarmierende Schwerpunktverlagerung wertet der Vorsitzende des Rates der EKD die Asylsuche. Hintergründe sind auch Aussagen des Bundesinnenministers. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der EKD, mahnt davor, die Menschen in der Flüchtlings- und Asyldiskussion aus den Augen zu verlieren. 2. "Mehr und mehr Menschen, vor allem in den kirchlichen Gemeinden, wollen den Rückzug der Einfühlung aus der oeffentlichen Diskussion ueber die Fluechtlingspolitik nicht mehr hinnehmen", sagte er dem Redaktionsnetz in Deutschland, ohne Innenminister Horst Seehofer (CSU) unmittelbar anzurufen.

"Der CSU-Politiker Seehofer hatte mit Aussagen über den kürzlichen Abschiebungsflug nach Afghanistan empört reagiert. Gruenen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte der Redaktion in Deutschland, Seehofer sei in seinem Buero offenbar ueberfordert. Bundestagsfraktionschef Gyde Jensen (FDP) sagte dem Tagesspiegel, der Bundesinnenminister habe sich wegen seiner Zynik offenbar im Amt irrt.

Bei der Präsentation seines so genannten Masterplans Wanderung am vergangenen Donnerstag gab Seehofer bekannt, dass am Tag seines 66-jährigen Bestehens am Montag, dem Tag des Todes, insgesamt 68 Menschen nach Afghanistan deportiert worden seien. Seehofer beschrieb den Selbstmord am Mittwoch Abend als "zutiefst bedauerlich", weigerte sich aber, zurückzutreten. Der fruehere Praesident des Zentralausschusses der katholischen Kirche, domradio.de, sagte, er habe seine Orientierung an christlichen Werten verloren.

Besorgnis um die religiösen Minoritäten in Indien

DOMRADIO. DE: Erst kürzlich wurden in Indien mehrere Menschen ermordet, die beschuldigt wurden, die heiligen Rinder geschleust und abgeschlachtet zu haben. Seit der Narenda Modi-Regierung - also seit 2014 - sind solche Straftaten um 97% gestiegen. Ullrich Delius (Direktor der Society for Threatened Peoples): "Wir können es nur so begründen, dass sich die Verantwortlichen von der indischen Bundesregierung dazu ermuntert sehen, diese Straftaten jetzt zu begehen.

Weil sie keine strafrechtliche Verfolgung zu fürchten haben. Wir erfahren, dass sich die Taeter tatsaechlich voellig ungehindert fortbewegen koennen und teilweise auch von der Justiz beschuetzt werden. ICH HABE. Delius: Nein, aber es ist natürlich eine sehr bedeutsame Nachricht der höchsten Gerichte, die sich wiederholt für die religiöse Freiheit im Lande aussprachen.

Ein sehr deutliches Signal an die Bundesregierung, dafür zu sorgen, dass die ermittelnden Behörden auch wirklich etwas unternehmen und dass die Polizisten diese Straftäter festnehmen. Vor allem aber, dass die Rechtsgrundlage geändert wird, damit solche Hassdelikte besser bestraft werden können. ICH HABE. DE: Wie müssen wir uns eigentlich die Lage der Religionsgemeinschaften in Indien vorzustellen?

Delius: Es ist sehr schwer, aber auch sehr anders, wenn man die Lage von Christinnen und Muslimen betrachtet. Beiden drohen massive Verfolgungen und Diskriminierungen. Oft werden sie beschuldigt, Menschen gewaltsam zu missionieren und zu ihrem eigenen Glaubensbekenntnis zu erziehen.

ICH HABE. DE: Wer beging diese Straftaten? Delius: Es sind vor allem Jugendliche, die der hinduistischen nationalistischen Strömung nahe stehen und sich richtig anfühlen. Man hat das Gefuehl, dass man klar machen muss, dass Indien vor allem ein hinduistischer Bundesstaat ist und dass es dort keine Minderheit gibt.

Dies ist auch mittelbar die Nachricht, die die hinduistische nationalistische Regie immer wieder aussendet und sagt. Dies führt letztendlich zu immer mehr Ängsten bei diesen Minoritäten. ICH HABE. Was sind die Strafen für solche Straftaten hinduistischer Nationalisten?

Delius: Auf jeden fall ist der erste Schritt, die Gesetzgebung zu straffen, damit eine solche Ordnungshüterjustiz stärker verbannt und vor allem härter geahndet wird. Vor allem aber muss der Staat neben dieser rechtlichen Besserung der Lage auch klare Signale an diese Jugendverbände senden, dass es kein klares Signal für Verfolgungen und Diskriminierungen von Minderheitengruppen gibt.

Es stimmt auch, dass Indien ein säkularer Zustand ist, in dem religiöse Minoritäten auch ein Recht auf ein Leben und gewisse grundlegende Rechte haben und nicht in Furcht und Terror verharren müssen. ICH HABE. DE: Meinen Sie, dass der Zustand in der Position ist, ein allgemeines Überdenken herbeizuführen? Delius: Da sich die Zustände nach der Machtübernahme von Narendra Modi verschlechtert haben, kann sie sich auch beruhigen, wenn andere Zeichen von der Politik kommen.

Wenn die Menschen aber das Empfinden haben, dass die Politik solche Straftaten toleriert, dann ist das natürlich eine ungünstige Vorbedingung für den Kampf für ein Ende der Straffreiheit.

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