Didier Pfirter

Didi Peacher

DIDIER PFIRTER. Dr. iur. DIDIER PFIRTER. Dr.

iur. Zypern -- Eine UN-Friedensbemühung unter den Bedingungen der EMRK / Didier Pfirter. Abendessen mit dem Schweizer Botschafter in Kolumbien, Didier Pfirter, und Schweizer Persönlichkeiten. Artikel über die Diplomaten Schweiz, u.a.: Walter Gyger, Didier Pfirter, Edouard Brunner, Emil Frey, Carl Lutz, Angelo Gnaedinger, Jakob Kellenberger, Ha.

Die Schweiz fördert den Rotkristall

Didier Pfirter, die Nr. 2 in der schweizerischen Vertretung in Portugal, erhielt am Donnerstag, 24. April, einen dringlichen Hilferuf aus Bern. Bereits nach einer knappen Frist von einer Woche wurde er vom Nationalrat zum Gesandten ernannt, sechs Tage später begann Pfirter seine Sondersendung. Sie veranstaltet derzeit Beratungen für die Durchführung einer Diplomatenkonferenz über ein drittes Protokoll zu den Genfer Abkommen.

Ausloeser ist die Israelische Hilfs-Organisation Mag. David Adom (Red Star of David), die seit 1949 dem Weltverband des Rotkreuzes und des Rothalbmondes angehoeren will. Die Israelis wurden bisher zurückgewiesen, weil sie keines der geltenden Symbole annehmen wollen, weder Kreuze noch Halbmonde. Neben dem Kreuze und dem Sichel will das Rote Kreuz eine neue Marke vorstellen, die keine religiöse Assoziation hervorruft: den Rotkristall, ein Quadrat, das auf seiner Kuppe steht.

Die 191 Unterzeichnerstaaten müßten dazu die Konvention von Genf aufstocken. Die Schweiz als Verwahrerstaat der Konvention erwägt zu diesem Zwecke die Einberufung einer Tagung. Das EDA hat Ende vergangener Woche den anderen 190 Unterzeichnerstaaten in einer Botschaft mitgeteilt, dass die Schweiz Ende Oktober eine Tagung vorbereitet, "wenn dies der überwiegende Willen der Unterzeichnerstaaten ist".

Die Schweiz als Depotstaat muss in erster Linie die Wünsche der anderen Länder umsetzen", erklärt Pfirter die zurückhaltende Ausformulierung. "Peacher's Auftrag ist es, diesen Wille herauszufinden - und zwar schnell. Nach seinem Amtsantritt hat Pfirter in zehn Tagen in Genf mit Vertretern von 40 Ländern gesprochen und in acht Tagen sechs Hauptstädten im Mittleren Orient bereist.

Nach fünf Jahren des Boykotts muss die Vereinigung Strafen verhängen - das ist es, was ihre interne Regelung verlangt. "Auf der Tagesordnung steht der Zahlungsrückstand der USA", bekräftigt Frank Mohrhauer, Verbandssprecher. Dies hätte zur Konsequenz, dass die USA nicht mehr in die Gremien der Federation gewählt werden konnte. Eine solche Bewegung könnte zu einem Streit zwischen Genf und Washington mit unvorhersehbaren Konsequenzen werden.

Das sagt zwar niemand öffentlich, aber in Genf gibt es Befürchtungen, dass der US-Kongress versucht sein könnte, sich zu rächen. Insbesondere das IKRK ist auf den guten Willen der Amerikaner angewiesen: Die Schweiz hat Ende September 2000 eine Tagung anberaumt. Es ist alles gut gelaufen; kurz vor der Tagung erhielt das EDA in Bern den entscheidenden Anruf:

In Genf gab der UNO-Botschafter in Ägypten bekannt, dass die Arabische Republik mit dem Verfahren - und damit mit der Einbeziehung des Red Star of David - übereinstimmt. Dies war mit Zustimmung der Arabern nicht mehr zu erwarten; die Schweiz hat die Tagung verschoben.

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