Deutsche Siedlungen in Paraguay

Die deutschen Siedlungen in Paraguay

Obwohl es dort eine Deutschschule gibt, wird in einigen Schulen auch Deutschunterricht angeboten. Eine interaktive Karte der indigenen Siedlungen: Dafür haben wir den Begriff Permakultur-Siedlung verwendet. Englisch, Deutsch, Spanisch, Guaraní; Untermenü Währung.

Was ist Paraguay wirklich in Deutschland?

ASUNCIÓN: Neben den 120.000 Deutsche deutschstämmiger Herkunft oder Deutsche im Lande ist für viele Emigranten die Fragestellung, ob dieses Lande genügend Inhalt hat, um bestimmte Anforderungen in der nächsten Zeit zu erfüllen. In Paraguay gibt es mehr deutsche Gemeindezentren als in vielen Nachbarstaaten der Gegend. Ob Konstruktion, Vermittlung, Produktion von deutschem Essen oder Unterstützung bei Sprachproblemen - in den Ballungsräumen Deutschlands gibt es eine große Anzahl von Anbieter.

In Paraguay verbringen viele Pensionäre eine stille Zeit. Aber auch junge Emigranten mit Traum kommen auf ihre Rechnung. Deshalb ist es auch nicht schlecht, in Paraguay zu investieren - und ja, es gibt auch Genossenschaften oder Banken, die Englischkenntnisse haben. Wer aber ohne Abkommen mit der EU wegen der Ausweisung auszuwandern gedenkt, ist im Zentrum Paraguays nicht in guten Händen.

Erwähnenswert ist jedoch, dass es viele deutsche Gaststätten im Lande gibt, die traditionell und preiswert kochen.

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Ich unternahm Ende Juni einen 5-tägigen Abstecher mit anderen Austauschstudenten in die Savanne von Paraguay. Die Chacoregion ist eine sehr ausgetrocknete Gegend und dominiert große Gebiete im Norden und Westen von Paraguay. Nur sehr wenige Menschen wohnen dort, nur etwa 5 % der Bevölkerung sind dort. Als Ureinwohner des Chacos werden die Ureinwohner bezeichnet.

Es sind 20.000 von ihnen aus Deutschland. Der Mennonit hat eine sehr aufregende Vorgeschichte. Schon Anfang des neunzehnten Jahrhundert flüchteten die norddeutschen und holländischen Täufer in die Ukraine und nach Kanada in die Vorkriegszeit. Später, als nach dem Ersten Weltkrieg Rußland und Kanada ihre Vorrechte wie die deutsche Muttersprache, ihre eigenen Sprachschulen und die Entlassung aus dem Militärdienst zurückzogen, flüchteten sie wieder und die paraguayische Landesregierung begrüßte sie ab 1927.

Eine kluge Entscheidung, denn der Chaco war zwischen 1932 und 1935 ein umkämpfter Bereich zwischen Bolivien und Paraguay wegen vermeintlicher Erdölvorkommen. Sie wurden Paraguayer und haben sich ihre Rechte bis heute bewahrt: Glaubensfreiheit, Wehrbefreiung, das Recht auf deutsche Schule, die Veräußerung von Besitz von Witwen- und Waisenkindern und die Beschränkung des Alkoholvertriebs.

Die ersten Tage lebte ich im Chaco bei einer menonitischen Wirtsfamilie. Mennonitische Jugendliche reiten dort mit ihren Motorrädern zur Schulbank, darunter auch Xenia. Weil die Paraguayer selbstständig sind, haben sie auch ihre eigenen Vorschriften, so dass man hier zum Beispiel im Alter von 15 Jahren einen Motorradführerausweis erwerben kann.

Meine Schulklasse hatte immer zwei Bibelklassen, weil die Täufer sehr religiös sind. Zahlreiche antike Siedlungen erinnern an deutsche Bauernhöfe, populäre Musik wird in den Geschäften angeboten und der Fernsehsender Deutsche Welle ist die erste Anlaufstelle für die Menoniten. Im Chaco ging ich auch Jogging und spielte mit anderen jungen Menschen mit.

Dies gab mir ein wenig Heimat inmitten der süd-amerikanischen Savannen-Landschaft! Nachdem wir zwei Tage mit den Menoniten verbracht hatten, trafen sich alle Gaststudenten wieder mit unserem Lehrer und machten einige Exkursionen. Dort werden neue Rinder- und Pferdearten gezogen, die besonders an das klimatische Umfeld im Chaco angepaßt sind. In Paraguay sind die Paraguayer seit ihrer Geburt sehr beliebt und verfügen über die modernsten Milchviehbetriebe Paraguays.

Wir fuhren am Tag der Abreise frühzeitig los und machten einen Zwischenstop bei den Indigenas, den Einheimischen Paraguays. Es gab ein paar Steinhütten, die die Täufer für sie bauten, und in der Mitte befand sich eine kleine Pfarrkirche. Im Chaco wohnen mehr als 30.000 Indigenas, darunter zehn unterschiedliche ethnische Gruppen, in drei Kolonien der Mennonten.

Sie ernähren sich von einfacher Arbeit, kümmern sich um das Rind, kümmern sich um die Gartenanlagen der Täufer oder unterstützen bei der Bautätigkeit. Manche von ihnen sind auch Bauern und ziehen nach wie vor in der Landwirtschaft an. Der Mennonit fördert die Selbstregierung der indigenen Feuchtsiedlungen, baut für sie medizinische Stationen, Schule und Geschäfte, damit das gemeinsame Wohnen friedvoll sein kann.

Noch bis vor wenigen Jahren waren viele dieser Orte vollständig vom restlichen Paraguay abgetrennt, und es gibt immer noch ethnische Gruppen, die sich mit Hilfe von Gewalttaten gegen Ausländer verteidigen, wurde uns gesagt. Ein paar km weiter sahen wir uns auch an, wie viele der Einheimischen es sind. Die Hütten hatten eine maximale Größe von vier mal vier Metern, in denen vier bis fünf Personen saßen.

Dort ist das Dasein so weit weg von unserer wohlhabenden Gesellschaft, was mich sehr berührt hat.

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