Deutsche Kolonien in Paraguay

Die deutschen Kolonien in Paraguay

im Departement Guaira in Paraguay. Außer den deutschen Kolonien gibt es dort nichts. Der" Rio Paraguay" teilt das Land in zwei verschiedene Klimazonen. Auch wir haben nicht die Absicht, in eine deutsche Kolonie zu ziehen. Die Cacique in Independencia, das ist eine deutsche Kolonie im Departement Guaira in Paraguay.

Unabhängige Deutsche Gemeinschaft in Paraguay

Die Colonia Independencia wurde nach dem Ersten Weltkrieg in Paraguay von dt. Immigranten errichtet. Viele Menschen deutscher Abstammung, aber auch Neuzuwanderer, wohnen noch heute hier. Eine bayerische Privatsenderin sendet an die Besucher, von denen einige auf Englisch, andere auf Englisch chatten. "Ich heiße Bernd Soter, ich bin zusammen mit meiner Ehefrau Besitzer des Restaurants'El Cacique' in Independencia, einer deutschsprachigen Siedlung im Departement Guaira in Paraguay.

"Colonia Independencia ist keine deutsche Siedlung. Doch 1919 wurde der fast 200 km von Asunción, der paraguayischen Landeshauptstadt, von Germanen erbaut. Viele Menschen deutscher Abstammung wohnen noch hier, aber auch Neuzuwanderer - wie Bernd Soter und seine Ehefrau, beide Ende vierzig, die seit drei Jahren das Restaurant "El Cacique" - "Der Chef" - führen.

"Auf Wiedersehen Deutschland", wie es in der TV-Show steht, und so gingen wir nach Paraguay. Und wenn Sie sich die Fragen stellen: Werden Sie in Deutschland bleiben? Wie ist Paraguay? So sind wir nach Paraguay gekommen. "Die Soters sind zwei der geschätzten 1 1.000 in Paraguay. Schon vor zwei Dekaden hatte er ein Restaurant: eine Gastronomie-Erfahrung, auf die er in Paraguay aufbaute.

Zu Gast: paraguayische, alte und neue Einwanderer. In Paraguay, sagt der Gastgeber, funktioniert nicht alles so wie zu Hause. Dann wird er nicht liefern. "Die erste deutsche Siedlung, die hier Weine kultiviert hat, Colonia Independencia hat ca. 1500 Einheimische. Rund ein Drittel ist deutscher oder deutscher Herkunft. Die Colonia Independencia befindet sich am Fuße des sanften Ybytyruzú-Gebirges.

Hier kultivierten die ersten deutschstämmigen Ansiedler, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg ihrer geerdeten Heimatregion den Rücken zukehrten und nach Paraguay zogen. Sie pflanzten Weinreben, weil viele aus Deutschland stammten, von den Ortschaften, wo der Tropfen hergestellt wurde. Seit Jahren ist der Umsatz der Colonia Independencia die Weinherstellung.

Hier wurde der meist produzierte in Paraguay hergestellt. "Dies ist die Geschichte von Miguel Huber, der nur wenige Meter vom Gasthaus "El Cacique" ein Geschäft hat. Heute vertreibt Huber kaum noch Weine aus der Region. Im kleinen Markt mit der Holzdecke stehen auf dem Anschlagbrett "Welpen zum Verkauf" und eine Aufforderung zum Festival der Protestanten.

In seinem altmodischen, eingerichteten Arbeitszimmer schreibt Miguel Huber Nummern ein. Die 75-Jährige wurde in Paraguay, einem so genannten alten Deutschen, zur Welt gebracht. Huber kam im Alter von fünf Jahren mit seinen Familienmitgliedern und Schwestern zur Colonia Independencia. Früher lebte die Schönstattfamilie in der Provinzhauptstadt Asunción - jetzt wollte der Familienvater ein neues Leben in dem Ort beginnen, in dem schon viele Deutsche waren.

"In Asunción Miguel Hubers Familienvater war bei der "Deutschen Warte" - einer Zeitschrift der ausländischen Organisation der NSDAP - angestellt. In seinem neuen Wohnsitz, der Colonia Independencia, hat er viele gleich gesinnte Menschen gefunden. Bereits vor 1933 gab es dort eine lokale NSDAP-Gruppe, auch in Colonia Independencia waren die nationalsozialistischen Jugendorganisationen mit dabei.

Die braunen Ideologien der Deutschen in ganz Paraguay fielen auf fruchtbare Böden. Daß Nazi-Verbrecher wie der KZ-Arzt Josef Mengele nach dem Zweiten Weltkrieg in Paraguay schlüpfen konnten, verdanken wir nicht zuletzt der Tatsache, daß sie hier hilfreiche Landsmänner vorfanden. In der Colonia Independencia redet heute niemand gern über die NS-Vergangenheit - nicht einmal Miguel Huber.

Er ist seit vielen Jahren Repräsentant der Bundesbotschaft. Nun ist er auf dem Weg zur German School, die von Matthias Loidol geführt wird, der 47 Jahre ist und in der Ortschaft aufwuchs. "Das, was man im Laufe der Jahre sehen kann, ist in den Gedanken unserer Bewohner hier in Paraguay nicht untergegangen.

Nach dem Zerfall von Nazi-Deutschland 1945 wurden deutsche Institutionen in ganz Paraguay aufgelöst, darunter die Colonia Independencia-Schule. Die meisten Menschen deutscher Abstammung fühlen sich wie Beute. Es dauerte bis 1956, als der aus Bayern stammende Diktierende Alfredo Strößner der Colonia Independencia wieder eine deutsche Grundschule erhielt. In Paraguay studierte er, kannte aber das aktuelle Deutschland - dort war er ein Jahr beim Erziehungsaustauschdienst.

"Vor etwa drei oder vier Jahren hatten wir eine Mehrzahl von Studenten mit deutschsprachiger Herkunft, Kolonistenkinder, wie sie hier genannt werden. Sie hatten noch die deutsche Sprach- und Phonetiksprache, aber sie hatten auch nicht mehr den großen Vokabular. Dies hat sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren verändert, so dass wir jetzt nur noch einen Vorschüler haben, der wirklich von zuhause aus die deutsche Sprache kann.

Dies hat damit zu tun, dass auch hier, was für eine viel mehr gemischte Ehe zwischen überwiegend deutschen und paraguayanischen Ehepartnern natürlich und intakt ist. "Deutsche haben Deutsche geheiratet, gemischte Ehen waren seltenLoidol selbst war einer der ersten in Colonia Independencia, der eine paraguayische Frau hatte.

Das wäre in der heutigen Zeit von Miguel Huber kaum möglich gewesen. Damals heiratete man Deutsche oder Östereicher - aus der eigenen oder einer anderen Stadt. Mittlerweile gibt es aber auch Paraguayer in Hubers Nachkommenschaft. "Es wäre mir lieber, sie wären wieder Deutsche - aber wir können es nicht verhindern.

So ist das Leben eben. Abgesehen von den Partisanen haben wir uns ein wenig, oft auch übertrieben. "Doch auch wenn sich die Deutschen aus Colonia Independencia allmählich der paraguayischen Bevölkerung erschließen - auf ihren Festivals hört man immer noch lieber Volksmusik aus ihrer angestammten Gegend.

Schulleiter Matthias Loidol: "Das erste, was wirklich aus Deutschland, also in den Medien vor dem Satelliten-Fernsehen, hierher kam, waren Video. Sandt, in den frühen Vierzigern, kam vor eineinhalb Jahren nach Paraguay, um hier zu investier. Julian Sandt hat das koloniale Haus gerade zu einem Apartmenthotel umgebaut. Weitere Immobilien-Projekte und den Erwerb von Grundstücken sind geplant.

Er wählte Paraguay aus sehr ernüchternden Motiven. "Ich denke, Paraguay ist das einfachste Einwanderungsland der Erde. Wie eine Paraguayerin könnte ich Firmen eröffnen, leiten und selbstständig werden. Ich zahle also null Prozentpunkte für meine Tätigkeiten außerhalb Paraguays", sagt Sandt, der zuvor in Singapur war.

In Paraguay ist ein wahres Rentnerparadies. Der Gründer diskutiert mit dem Architekt, der die Entwürfe für sein neues Gebäude ausarbeitet. In Paraguay ist die Arbeit günstiger als in Deutschland - ein weiteres Plus für Sandt, ebenso wie die geringeren Unterhaltskosten. Die Tatsache, dass es weniger Kosten verursacht, ein Land in Paraguay zu besuchen oder ein Eigenheim zu erwerben, ist für viele Deutsche ein wichtiges Motiv für die Einwanderung.

Seit langem galt das Reich als Paradies für Rentner, weil sich Rentner hier mehr für ihren Euro ausgeben. Die deutsche Presse, deutsche Gastronomie, deutsche Broker und Immigrationsberater ermöglichen einen Neustart weit weg von zu Hause. Der spanische Julian Sandts hat einen unverkennbaren deutschsprachigen Dialekt, aber im Gegensatz zu vielen Landsleuten hat er die spanische Muttersprache rasch und gut erlernt.

"Ein paraguayischer Freund, ich habe einige Bekannte, einige Deutsche, einige Paraguayer. Paraguay, eines der armen südamerikanischen Staaten, wird nach Überzeugung von Sandt im vergangenen Jahrzent weiter so sehr zulegen. Denn zunächst einmal ist das Gelände groß, vollständig agrarisch. Sie ist grösser als Deutschland und hat nur sechs Mio. Einwohnerschaft.

Ändert sich dies nur geringfügig, von sehr schlecht zu mittelmäßig, wird das ganze Jahr über ein sehr großer Aufschwung sein. Hier steht "Deutsche Böckerei Michael Bock" in weißem, verziertem Schriftzug. Seit 22 Jahren wohnt der fröhliche Schwäbische in Paraguay. "Tatsächlich bin ich nur wegen der Abgaben weg, weil ich nicht wusste, dass ich nur für den Bundesstaat arbeite.

Doch am Ende des Jahrs kommt der Zustand und es ist ihm egal, ob du 10 oder 12 oder 14 Arbeitsstunden siehst, aber er merkt, dass du so viel und so viel Geld verdient hast und mir dann deine Dinge gibst. Dabei war Paraguay ein reiner Zufall. Bei den Kunden in Paraguay kommt alles gut an - der Shop summt, Michael Bock beliefert das ganze Jahr.

Obwohl der Konditormeister jedes Jahr nach Deutschland reist, will er Paraguay, das für ihn der reinste Glücksfall war, nicht verlassen. "lch bin gern auf dem Lande, ja, und ich muss zugeben. Ich wache am Morgen auf oder gehe raus und seh einen strahlend weißen Sternenhimmel, dann habe ich ein ganz anderes Lebensverständnis als in Deutschland, wo alles graue in grauer und regnerischer Farbe ist.

Ich muss zugeben, das ganze Jahr über ist das ganze Jahr über ein fantastisches Jahr.

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