Deutsche Botschaft Tripolis

Botschaft Tripolis

Info: Die Deutsche Botschaft Tripolis hat ihre Büros in Libyen (Kanzlei und Konsularabteilung) vorübergehend geschlossen. Infos über Deutschland und aktuelle Nachrichten aus dem Land. Wie das Auswärtige Amt mitteilte, ist nach gut einem halben Jahr die deutsche. Die Liste der deutschen Botschafter in Libyen listet die Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Libyen auf. Das (.

...) geschlossene deutsche Botschaftsgebäude in Tripolis.

Lybien

Infos: Die Deutsche Botschaft Tripolis hat ihre Geschäftsstelle in Libyen (Kanzlei und Konsularabteilung) vorläufig aufgelöst. Im Bürogebäude der Botschaft in Tunis ist seit Juni 2014 die Botschaft von Tripolis zuhause. Von Tunis aus werden auch Konsularangelegenheiten, einschließlich der Ausstellung von Visa, erledigt (Visa werden auch von Kairo aus ausgestellt). In Libyen kann die Deutsche Botschaft in Tripolis (Tunis) im Ernstfall keine Konsularhilfe bereitstellen.

Deutsche Botschaft in Tripolis - Libyen

Information über Versicherung für Schengen-Visum, sowie für Gäste aus Libyen (und andere Ländern), ausländische Gäste, Sprachschüler, Aupairs, Studierende, Reise in die USA, Emigranten.... Hier finden Sie die Adressen der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Tripolis, Libyen. Daten und Fakten über Hier können Sie sich über Libyen informieren (öffnet ein separates Fenster). Es wird empfohlen, dass Sie einen unserer Mitarbeiter anrufen, um sich über die Öffnungszeiten zu informieren.

Libyen: Deutsche Botschaft in Tripolis aufgelöst

Aus Sicherheitsgruenden ist die deutsche Botschaft in der lybischen Landeshauptstadt Tripolis gesperrt worden. In Libyen waren die Bundesbürger vorab über die Schliessung unterrichtet worden. Darüber hinaus wurden sie mehrfach dazu gedrängt, die bestehenden Chancen zur Ausreise zu nützen. Das Auswärtige Amt in Berlin wird nun die Konsularunterstützung der Bundesbürger übernehmen.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes gibt es in Libyen zur Zeit noch rund 50 deutsche Mitbürger. Am Anfang waren mehr als 600 deutsche Bürger im Lande, von denen einige von der Wehrmacht wegen der Auseinandersetzungen zwischen der oppositionellen Seite und den Herrschern von Muammar al-Gaddafi ausflogen wurden. Inzwischen ist bekannt geworden, dass der Generalstaatsanwalt des Haager Strafgerichtshofes gegen " zehn bis fünfzehn " Personen ermitteln will, die in Libyen für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind.

Unterdessen hat das niederlaendische Ministerium fuer Verteidigung in Den Haag bestaetigt, dass drei niederlaendische Bundeswehrsoldaten bei einer erfolglosen Evakuierungsoperation in die Haende einer lybischen Militaermacht fielen. Nach den Informationen fliehen die Bundeswehrsoldaten mit einem Helikopter des holländischen Marineschiffes MS Tramp vor Libyen in die libysche Hauptstadt Syrte, um dort zwei gestrandete Landsmänner aufzuspüren.

Die beiden Zivilpersonen wurden nach einem Zeitungsbericht von " De Telegraaf " später an die holländische Botschaft ausliefert. Nach Angaben der niederlaendischen Presseagentur ANP unter Hinweis auf das Ministerium fuer Verteidigung werden intensiv die diplomatischen Bemuehungen um die Befreiung der Bundeswehrsoldaten unternommen. Gaddafi hat nach der Niederschlagung seiner Streitkräfte in der Bregaer Innenstadt Jagdflugzeuge in das Gebiet der Rebellen geschickt.

In Benghazi, der unoffiziellen Metropole des "befreiten Ostlibys", sagte ein Polizeikommandant, Gaddafis Armee habe mehrere Zielscheiben in Brega, einer Start- und Landebahn eines großen Ölkomplexes, zerbombt. Mehrere Soldatinnen und Soldatinnen und Söldner sowie 45 militärische Fahrzeuge fielen in ihre Besitz. Der Aufrührer, darunter viele defekte Militärs, nahm in der ganzen Innenstadt Position ein und erwartet einen weiteren Anschlag von Gaddafis aufgegebenen Heer.

Die Nachrichtenstation Al-Arabija berichtete, dass sich eine Marineeinheit den Rebellen in der Oststadt Tobruk anschloss. In der libyschen Exil-Opposition wurde eine neue Truppenbrigade namens "Brigade 16. Februar" in der Hauptstadt Benghazi eingerichtet. In Benghazi hat die Transitionsregierung erklärt, dass der Transfer von weiteren ausländischen Söldnern nach Libyen um jeden Preis gestoppt werden muss.

Währenddessen ist es in der Stadt Tripolis still geblieben. 77.320 Menschen haben allein die Grenzen von Libyen nach Ägypten überquert, sagte Melissa Fleming, Pressesprecherin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen. "Es gibt viele, viele ängstliche Flüchtlinge", vor allem aus Ägypten und Tunesien, die in der Haupstadt Tripolis ausharren, sagte Fleming. Er beschuldigte sie als Initiatoren für die Unruhen, nachdem sie in Tunesien und Ägypten die Herrscher austrieben.

Bundesverteidigungsminister Gates erklaerte, ein Fluchtverbot sei gleichbedeutend mit Kriegen, denn nur eine Kriegshandlung - auch gegen ein maurisches Volk - koenne die libyschen Luftstreitkraefte zu Fall bringen. "Also ist das eine große Sache in einem großen Land", sagte Gates. In einem Gespräch mit einem Kongress-Ausschuss wies sie darauf hin, dass die zahlreichen Jäger des Al-Qaida-Terroristen-Netzwerks in Afghanistan und im Irak aus dem nord-afrikanischen Staat abstammen.

"Eines unserer grössten Bedenken ist, dass Libyen im Durcheinander untergeht und ein gigantisches Sumpfgebiet wird", sagte der Minister. Seit es dem Ostafrika-Krisenstaat an einer zentralen Regierung mangelt, die das ganze Lande seit den frühen 1990er Jahren beherrscht, haben die militanten Muslime das Machtdefizit durchbrochen. Bislang hatte Clinton Befürchtungen geäussert, dass Libyen in einen langen Krieg einbricht.

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