Deutsche Botschaft Kanada

Botschaft Kanada

Auf dem Listserver des Deutschen Forschungsnetzes versendet die Botschaft von Kanada den Kanada-Newsletter zu den wichtigsten rechtlichen Fragen der Einwanderung nach Kanada. Botschaft in Ottawa http://www.ottawa.diplo.de.

In Ottawa befindet sich die Deutsche Botschaft, die Sie wie folgt erreichen können: In der Botschaft in Berlin gibt es keine Visaabteilung mehr.

Deutschland - Kanada: Einrichtungen

Das Deutsch-Kanadische Industrie- und Handelszentrum (AHK Canada) ist eine ausländische Wirtschaftskammer zur Unterstützung der deutsch-kanadischen Handelskooperation. Der deutsch-kanadische Wirtschaftsclub in Berlin/Brandenburg, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Stuttgart und München unterhält wirtschaftliche Verbindungen zwischen Deutschland und Kanada. Deutsch-Kanadische Gemeinschaft e.V. wurde 1951 gegründet und unterhält die traditionsgemäß gute kulturelle und soziale Beziehung zwischen Deutschland und Kanada.

Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Oberbayern, Rhein-Ruhr, Rheinland, Rhein-Main und Trier. AhornTisch ist ein monatlich stattfindendes Meeting von kanadischen Freunden im Hamburg. "Kanada trifft Deutschland" ist ein fächerübergreifendes Angebot für junge kanadische und deutsche Manager aus unterschiedlichen Disziplinen, darunter Unternehmen, Politiker, Wissenschaft, Kunst, Literatur, Kultur bis hin zu den Massenmedien, um sich zu begegnen und auszutauschen.

Der Verein Canada meets Germany Alumni Forums e.V. wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, einen dauerhaften und fundierten Erfahrungsaustausch zwischen den CMG-Mitgliedern zu fördern und Studienaufenthalte in Deutschland und Kanada zu veranstalten. Gesellschaf t für Kanada-Studien e.V. Die Gesellschaf t für Kanada-Studien e.V. bündelt die kanadischen Wissenschaftsaktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Verein für Kanada-Studien dient ausschliesslich und direkt gemeinnützigen Zwecken. Das Hauptanliegen der Foundation for Canadian Studies ist die Betreuung und Promotion kanadischer Studien im deutschen Sprachraum, vor allem durch die Nachwuchsförderung.

Die deutsche Spur in Ottawa - Ottawa und die deutsche Einigung

Im Konferenzzentrum in Ottawa war zunächst ein mit Graffiti verziertes Mauerstück zu sehen, ein Dankesgeschenk der Bundesregierung. Sie soll an die wichtige Bedeutung dieses Platzes für die deutsche Einigung erinnert werden. Mit dem Fall der Mauerung im November 1989 hat Hans-Dietrich Genscher die dringende Forderung nach einem Vertrag erkannt, der den beiden Bundesländern die vollständige Hoheit über die verbündeten Siegermächte garantiert.

Genscher, der als schlauer Strategen bekannt war, wollte sich die Möglichkeit nicht nehmen lassen, bei der Open-Skies-Konferenz im Konferenzzentrum von Ottawa im Feber 1990 alle zusammenzubringen. In Vorgesprächen mit den siegreichen Mächten verlangte er, die beiden Bundesländer als gleichberechtigte Gesprächspartner zu behandeln.

Der Truppenrückzug war für die beiden Großmächte, die USA und die UdSSR, ein wichtiges Verhandlungsziel. An einem klirrend kalten Februar-Tag haben sich Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und seine Kollegen James Baker (USA), Roland Dumas (FR), Douglas Hurt (UK) und Markus Meckel (DDR) zum gemeinsamen Mittagessen in der Botschaft in Ottawa getroffen.

Waehrend die Aussenminister der NATO und der Laender des Warschauer Paktes an der Definition der gemeinsamen Luftraumueberwachung arbeiteten, gab es zeitgleich Geheimtreffen, die als Material fuer einen Spitzelroman diente. Von einem Geheimtreffen zum nächsten beeilten sich die Aussenminister der verbündeten siegreichen Mächte und die beiden Aussenminister. Alle Ernennungen wurden akribisch von James Bakers Schriftführer geleitet.

Nicht nur, dass sie immer weiß, wo sie ihren Vorgesetzten erreicht, sie wurde auch von den Vertretungen über den Aufenthaltsort der anderen Teilnehmer informiert. Anlässlich des Frühstücks, das der deutsche Gesandte am Freitag, den 14. Januar, in die Botschaft einlud, wurde ein Vertragsentwurf vorbereitet, der noch mit dem fehlenden russischen Aussenminister diskutiert werden musste.

Unmittelbar nach dem Fruehstueck ist James Baker ins "Conference Center" gefahren, wo die Pfarrer am ovalem Konsultationstisch Platz genommen haben. James Baker hat mit Unterstützung des Übersetzers von Eduard Shevardnice den russischen Aussenminister abgefangen und ihn über den handgeschriebenen Vertrag informiert. In dem Konferenzzentrum in Ottawa sind Schewardnaze, Baker, Dumas, Hurt, Genscher und Möckel, die auf allen Bildern leicht an seinem Schwarzbart zu erkennen sind, in einem Bild zusammengefaßt, ohne den Anlass zu nennen.

Die niederländischen, italienischen und belgischen Aussenminister, die später von der Fachpresse erfahren haben, was hinter ihrem Rücken in Ottawa vor sich geht, zweifelten an der Legitimation des Vertrags und forderten ein Wort. Nach der unbedingten Aufgabe Deutschlands hatte es nie einen Vertrag über den Frieden geben können. Allerdings beharrten die verbündeten siegreichen Mächte auf der Legalität des Zwei-Plus-Vier-Vertrags, da sie nach dem Potsdam-Vertrag die ausschließliche Kontrolle über Deutschland hatten.

Anfangs augusto 1990 eroberte Saddam Husseins Truppe Kuwait und die deutsche Einigung hat für die am Irakkrieg teilnehmenden siegreichen Mächte an weltpolitischer Relevanz verloren. Wäre Hans-Dietrich Genscher nicht so schnell vorgegangen und die Chance, die Siegreichen der Allianz an einen (Frühstücks-)Tisch zu holen, wäre nicht ergriffen worden, wer weiss, wie lange sich die deutsche Einigung verzögert hätte.

Seit 2009 ist das Mauerstück, das an den 1990 in Ottawa verhandelten Zwei-Plus-Vier-Abkommen erinnert, im Ottawa War Museum zu besichtigen.

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