Deutsche Botschaft in Ungarn

Die Deutsche Botschaft in Ungarn

Tausende von Ungarn lernen und forschen in Deutschland. In der deutschen Botschaft erfuhr sie von der Situation der DDR-Flüchtlinge. Er kündigte an, dass die DDR-Flüchtlinge das Land in der Prager Botschaft verlassen dürften. Kontaktdaten der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland weltweit.

Empfang für Stipendiaten in der Botschaft in Budapest

Der beinahe traditionell stattfindende Empfang für Stipendiaten findet am Montag, den 17. Juli, in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Budapest statt. Mit einem Stipendium des DAAD oder der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) hatte Herr Gruber rund 400 Wissenschaftler aus Ungarn geladen, die an Universitäten in Deutschland oder der ehemaligen DDR studierten, forschten oder lehrten.

Die AvH ist auch eine intermediäre Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Forschung in Deutschland durch die grenzüberschreitende und fachübergreifende Kooperation von Wissenschaftlern zu fördern. In Deutschland haben im WS 2001/02 rund 3.000 Ungarn studiert. "Die akademischen Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn sind sehr gut. Seitdem es deutsche Hochschulen gibt, gibt es seit jeher Ungarn ", so Tamás Bornemissza, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Wissenschaftler aus Ungarn.

Die Beispiele der Semmelweis University in Budapest, der Eötvös University, der Technical University und zuletzt der ANDRÁSSY University zeigen jedoch, dass auch Deutsche gern in Ungarn lernen. Der renommierte Ungar ischer Geschichtsschreiber Dr. Krisztián Ungváry arbeitete während seines Studienaufenthaltes und im Zuge seiner Forschung auch mehrfach an deutschen Hochschulen. Er verbrachte in den 1990er Jahren drei ausgedehnte Aufenthalte an der Freiburger Uni, darunter ein DAAD-Stipendium und mit Förderung durch die Römische Herzog-Stiftung.

Ähnlich wie Bornemissza bewertet der Geschichtsschreiber die Beziehungen zwischen den Bildungsinstitutionen in Deutschland und Ungarn als gut bis sehr gut.

Seitdem sich die von Michail Gorbatschows sozialem und wirtschaftlichem  "WiederaufbauÂ" (Perestroika) der Sowjetunion geförderten altkommunistischen MachtverhÃ?ltnisse in Polen und Ungarn auflösten und Demokratieformen auftauchten, wuchs auch die Unbefriedigung der Bevölkerung in der DDR immer weiter an.

Seitdem sich die von Michail Gorbatschows sozialem und wirtschaftlichem  "WiederaufbauÂ" (Perestroika) der Sowjetunion geförderten altkommunistischen MachtverhÃ?ltnisse in Polen und Ungarn auflösten und Demokratieformen auftauchten, wuchs auch die Unbefriedigung der Bevölkerung in der DDR immer weiter an. Die Sehnsucht, in der freiheits- und wohlstandsversprechenden BRD zu wohnen, wurde bei vielen immer größer.

Eine entschlossene Gruppierung von GDR-Bürger schaffte es am 11. Januar 1989 mit der Okkupation der Deutschen Vertretung der Bundesrepublik Ostberlin, ihnen nicht nur Straflosigkeit, sondern gleichzeitig auch die Freigabe ihrer Webadresse Ausreiseanträge zu sichern. Mehr als 100 Bewohner der deutschen Botschaft in Budapest (die am Samstag, den 13. September wie andere Vertretungen wegen berfüllung gesperrt wurde) wurden im September 1989 nach Wien geflogen.

So entstand ein Flüchtlingsbewegung, das innerhalb weniger Wochen überproportional anstieg und in der Besetzung der deutschen Botschaften in Prag, Warschau und Budapest sowie der deutschen Repräsentanz in Ostberlin stattfand. Als im September 1989 der Massenexodus über Ungarn bereits im Gange war, brachen mehrere tausend Menschen in die Gelände der Botschaft in Prag und in die deutsche Botschaft in Warschau ein.

Bundesaußenminister Hans Dietrich Genscher hat am Nachmittag des vergangenen Jahres in der Botschaft in Prag die rund 6.000 Besucher persönlich darüber informiert, dass sie das Territorium der DDR in die BRD unter Sonderzügen der Reichsbahn über verlassen. Eine zweite Massenabreise aus Prag erfolgte am Tag davor mit mehr als 7600 Personen, nachdem der visumfreie Reiseverkehr zwischen der DDR und der Tschechoslowakei eingestellt worden war.

Quellen: "Schlaglichter der Deutschen Geschichte " der Bundesagentur für Die Politik der Wissenschaften.

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