Deutsche Botschaft in Schweden

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Schweden

Die deutsche Botschaft in der schwedischen Hauptstadt Stockholm (Quelle: Wikipedia). Die Besetzung der deutschen Botschaft in Schweden wird immer nur am Rande betrachtet. Vgl. auch: Liste der preußischen Gesandten in Schweden. Die schwedische Botschaft in Berlin:.

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Geiseldrama der RAF in Stockholm - News International: Europa

Jetzt ist es an dem Minister Lennart Geijer, mit den sechs RAF-Mitgliedern zu handeln. Wahrscheinlich ist ihm die Arbeit zugefallen, weil er ja die deutsche Sprache kann. Der Geijer geht an die westdeutsche Botschaft in Stockholm. Sie haben sich im dritten Obergeschoss eingegraben und elf Botschafter sind noch immer in Gewahrsam. Man droht, das Haus zu zerstören, wenn die Bullen erstürmen.

Geijer rief sie von der Nachbarresidenz des Gesandten über das Telefon an. Keiner würde aus dem Gefängnis entlassen. Bei den Geiselnahmen in der Botschaft am 24. 4. 1975 wollen die Taeter 26 RAF-Haeftlinge freilassen, darunter Andreas Baader, Ulrike Meinhof und Ensslin. Noch bis 21 Uhr erhalten die Bundesbehörden von den Attentätern eine Frist.

Sie würden jede volle Stunde umbringen. "Man muss wissen, dass die Schweden nichts dagegen tun können", sagt Geijer am Handy. Damals hatten die Terorristen bereits eine Geißel, den Militärattaché Andreas von Mirbach, umgebracht. "Für die Terorristen waren die Mitglieder der Vertretungen Vertreter des unterdrückerischen, kapitalen Regimes, gegen das sie kämpften", sagt Michael Bock, der derzeitige deutsche Gesandte in Stockholm.

Damals kamen die beiden Täter zu zweit in die Botschaft, angeblich wegen Pass- und Erbschaftsfragen. Dann öffnet sich die Türe der Botschaft und die beiden Mann kommen herein. In dem Haus fahren die Terorristen die Mitarbeiter der Botschaft zusammen und schreien und schießen. In der Botschaft müssen sich die Gefangenen mit dem Kopf nach vorne ausstrecken.

In den Untergeschossen ist die Schwedenpolizei untergebracht. Kurz vor einem rufen die Terorristen sie auf, das Haus innerhalb von 30 min zu räumen. Kurz vor zwei Uhr morgens führt sie den Militärattaché Andreas von Mirbach zur dritten Etage. "Dahinter verbergen sich die bewaffneten Personen, die mich explizit angewiesen haben zu erklären, dass ich angeschossen werde, wenn die Botschaft nicht bis 14 Uhr evakuiert wird", so er.

Gegen 14 Uhr schießen die Terorristen. Mirbach wird fünf Mal geschlagen und dann die Treppen runtergeschoben. Im Erdgeschoss ist er noch schlimmstverletzt. Kurz darauf verstirbt von Mirbach im Spital. Die Fotos der Morde sind heute im Stiegenhaus der Botschaft aufgehängt. Nebst dem Bild von Andreas von Mirbach ist das von Botschafter Heinz Hillegaart aufgehängt.

Um 22.20 Uhr erschießen ihn die Attentäter vor der Gendarmerie und der Öffentlichkeit als Gegenmaßnahme. Aus mehreren Gruenden haben sich die Terorristen fuer Stockholm entschieden, erklaert Dan Hansén vom Swedish Defence College, Verfasser des Buchs "Kommando Holger Meins". Man wußte, daß Schwedens Ministerpräsident Olof Palme ein gutes Verhaeltnis zu Willy Brandt hatte.

"Ich nehme an, Sie haben gehofft, die Schweden würden auf uns einwirken. "Außerdem erachteten sie die Schweden als nicht sehr gefährlich und die geographische Position der Botschaft als vorteilhaft. In der Tat sah sich die Regierung Schwedens mit einem großen Hindernis konfrontiert. 10 Volontäre sollten die Botschaft mit Traenengas stuermen. Die TNT der Terorristen ist kurz vor 24 Uhr explodiert, wahrscheinlich durch einen Unfall.

Sie sind verwundet und verzweifelt aus der Botschaft geflohen. Ullrich Wessel verstarb umgehend, die anderen Entführer trafen auf die Miliz. Einige Tage später wurden sie nach Deutschland geliefert und Siegfried Hausner wurde ernsthaft verwundet.

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