Deutsche Auswanderer nach Amerika

Die deutschen Auswanderer nach Amerika

Die deutschen Flüchtlinge wurden von der Auswanderung aus Osteuropa begleitet. Manch einer entschied sich, nach Amerika auszuwandern. Die Auswanderung nach Amerika wurde zu einer Massenbewegung. Emigration aus Deutschland; Einwanderung nach Deutschland.

Emil Magvas: Ungarisch-Deutsche Auswanderer nach Amerika.

Völkerwanderung in Deutschland

"Der große Reichtum des Erdbodens, sein immenses Ausmaß, das angenehme Raumklima, die herrliche Wasseranbindung, die absolute Bewegungsfreiheit innerhalb eines Gebietes von mehreren tausend Kilometern, die perfekte Sicherung von Menschen und Eigentum, mit sehr niedrigen staatlichen Belastungen, das ist es, was man als die wahren Säulen der Glückssituation der Nordamerikanerinnen und Nordamerikaner ansehen muss.

"Gottfried Duden berichtet in seinem Reisebericht über eine Nordamerikareise und einen langjährigen Auslandsaufenthalt in Missouri ab 1829. 1824 kam der Rechtsanwalt aus Remscheid erstmals nach Maryland und bald darauf nach Missouri, wo er Grund und Boden erwarb und eine Landwirtschaft betrieb. Aber der Neubeginn ist nicht immer leicht, nicht bei allen Emigranten ist die Freude an der neuen Wohnung ungebrochen, und natürlich werden nicht alle Erwartungen der neuen Bewohner erfüllt.

Nicht zu vergessen die Belastungen der Kreuzung: Mehrere tausend Menschen allein aus Deutschland haben es im neunzehnten Jh. auf sich genommen. "Nirgendwo wohnt der legale, intelligente und aktive Mensch so gut, so freizügig, so fröhlich wie in Amerika, der Ärmste besser als der Mann, der zwei Schritte weiter oben in Europa steht", heisst es darin.

Selbst wenn Emigrantenberater ab und zu über die dunkle Seite und das Risiko sprechen, wirkt Amerika meist als positiver Gegenentwurf zum kartoffelarmen Deutschland. Im Jahr 1820 waren nur noch 150.000 Deutsche in Amerika angekommen. Das stetige Bevölkerungswachstum, die häufigen Ernteausfälle und die daraus resultierenden Hungerkatastrophen gefährden die Existenzbedingungen so sehr, dass die Emigration oft die einzige Möglichkeit ist.

Auch die gewohnte Verteilung des Nachlasses auf die verschiedenen Nachkommen, die so genannte reale Teilung, veranlaßt viele Jugendliche, nach anderen Wegen zu suchen. Schon vor über 300 Jahren haben die ersten Menschen aus Deutschland die Neue Erde erreicht. Sie wurden von Tausenden, Zehntausenden, Abermillionen gefolgt. Über 50 Mio. Menschen behaupten heute, deutsche Ahnen zu haben.

Früher hat uns nicht nur Amerika beeinflußt, sondern auch deutsche Auswanderer. Die ehemaligen Newcomer sind in den letzten drei Jahrzehnten so viele Amerikaner geworden, dass man zuerst die deutsche Spur wiederentdecken muss. Von wem wurde die Army of Colonies im Kampf der Amerikaner gegen die Engländer organisiert?

Im Aufbau des Deutschen Reichs. Darunter 200.000 deutsche Migranten. Ab 1933 flohen mehrere tausend Menschen vor dem NS-Regime in die USA. Migranten haben viel Deutsch in den Melting Pot USA gebracht. Amerika scheint uns oft zu sehr ein Pendant zur Alte und zur eigenen Geschichte zu sein: Amerika ist, wie die Erzählungen in dieser Nummer beweisen, deutsch, als wir denken.

Jahrhunderts gab es kaum ein Verbot der "Vergebung aus dem Land", denn es ist ein Mittel gegen Übervölkerung und in diesem Sinn meist gewünscht, zumal die Sozialversicherungen der Kommunen erleichtert werden. Gelegentlich erhalten Menschen, die auswandern wollen, einen Bonus, um die Fahrt zu finanzieren. Emigranten vereinbaren mündlich mit dem Captain, die Überquerung in Amerika über einen Kontrakt abzuwickeln.

Mehr als die Haelfte der Auswanderer des achtzehnten und fruehen neunzehnten Jahrhundert waere ohne diese Moeglichkeit nicht in der Lage gewesen, Amerika zu erreichen. Der Weg dahin führt über vier bis sechs Monaten. Im Verlauf des neunzehnten Jahrhundert wurden die Bedeutung der Häfen für die Auswanderer in Europa immer größer. 1822 wurde eine regelmässige Linie zwischen Bremen und New York aufgebaut, 1826 folgte ein regelmässiges Päckchenschiff, das bald das ganze Jahr über nach Baltimore, New York, New Orleans, Philadelphia und Charleston fährt.

Einige Jahre später folgt Hamburg. Zudem entwickelte sich die Stadt zu einem populären Ausländerhafen.

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