Bolivianische Frauen

Die bolivianischen Frauen

Im "Ausbildungszentrum für Frauen", Strickerei im CCA. Gewalt gegen Frauen in Bolivien. In Copacabana, Bolivien, chatten Sie kostenlos mit Menschen. Das Projekt "El Jordan" befindet sich in Santa Cruz, der größten Stadt Boliviens. Laden Sie das Foto Bolivian Women Essen Am Straßenrand Café für redaktionelle Zwecke herunter.

Großaufnahme: Eingeborene Frauen in Bolivien und Peru

Wir verbrachten fast sieben Monate in Bolivien und Peru. Sie fuhren durch die andinen, sahen Machu Picchu, den Titicacasee und die Nasca-Linien in Peru und den Salar de Uyuniin Bolivien, erkundeten das Leben in den Städten Sacre, La Paz, Cusco, Arequipa und Lima - und sahen die indigenen Frauen in ihren farbenfrohen und ganz speziellen Kostümen dort.

Die beiden südamerikanischen Staaten mit dem größten Bevölkerungsanteil sind Bolivien und Peru. Alleine in Bolivien wohnen 37 bekannte Ureinwohner - und bedauerlicherweise sind sie in der Regel der Ärmste der Bevölkerung. Besonders die Frauen sind deshalb in den Tourismuszentren auf Achse und tragen farbenfrohe Hüte, wärmende Tücher und kleines Spielsachen - oder haben ein Alpaka dabei, um sich mit Tieren und Touristen für wenig Geld abfotografieren zu können.

Zugleich faszinieren mich die Frauenkleidung und der Hochmut, mit dem sie ihre Trachten anziehen. Der Rock ist vielschichtig - bis zu zehn Petticoats und ein Overskirt - ein schlichtes Top und ein bunter Umhang. Es werden nur wenige Frauen fotografiert, wenn ich sie bitte - nicht um etwas zu bezahlen, sondern um ein Lachen - oder weil ich bei ihnen einen Riemen oder ein Tuch gekauft habe, oder weil es in Cusco eine Party mit Volkstänzen in Volkstracht gibt.

Keine Ahnung, aber die zulässigen Bilder der Frauen sind wunderschön und eine Großaufnahme wert:

Aus Ab- und Unabhängigkeit: EMS

Ich bin heute, am dreimonatigen Tag, nicht in Bolivien und es scheint mir, dass ich bald nachhause fahren muss. Sie hat mich ganz überraschend gefragt: "Magst du es wirklich, eine Ehefrau zu sein? In Bolivien und insbesondere in Independencia habe ich bisher eine verhältnismäßig klassische Verteilung der Rollen durchlebt.

Hier in meinem Heimatdorf zieht sich ein großer Teil der ausgewachsenen Frauen traditionsgemäß an, was einer Tracht ähnlich ist: die Kleider mit den gleichen Schnittblusen, die meisten von ihnen mit den charakteristischen Mützen, die sich nur geringfügig in der Färbung unterscheiden, und zwei unglaublich lange geflochtene Zöpfe. Hier sind die Frauen, die sich um die Kleinen sorgen, die zubereiten, nähren, gestrickt, Gemüsesorten kaufen und kaufen gehen.

Dann kam die Frage: "Bist du eine Frau?", während ich vorher geglaubt habe, dass dieser Lebensplan in vielen Faellen so wenig Thema war, wie er in Zweifel gezogen wurde. In dem folgenden Interview wurde mir deutlich, dass nicht alle Frauen mit ihrem Verantwortungsbereich und ihren Fähigkeiten so glücklich sind, ja sogar mit ihrem "Schicksal".

Es ist klar, dass ihnen viele Tore versperrt sind - vor allem, wenn sie aus dem Ort kommen - oder sie haben einen viel schwierigeren Weg zu gehen, wenn sie zum Beispiel selbstständig werden wollen und nicht in den traditionellen "Frauenberufen". Hier im Kulturhaus habe ich unglaublich viele Frauen getroffen.

Vor allem Frauen sind in der Einrichtung selbst beschäftigt. Für den Unterhalt des Gebäudes, d.h. vor allem für die Reinigung der Zimmer, das Wäschewaschen der Gäste, das Essen und die Verwaltung der Bücherei sind zwei Personen zuständig. Außerdem sind sie im Funk und in der Strickerei beschäftigt, wo man Kurse besuchen kann und wo derzeit ein Pulloverexport nach Deutschland stattfindet.

Also machen sie die ganze Arbeit im Center und machen oft Mehrarbeit. All diese Frauen haben ihr eigenes Einkommen und schienen mir allein durch ihre Mitgliedschaft im Kulturhaus selbstständig. Viele von ihnen haben noch kleine und zum Teil kleine Söhne und Töchter, und es gibt nicht immer einen eigenen Väter.

Auf jeden Fall verwendet jeder das verdiente Kapital, um die ganze Sache durchzubringen. Darüber hinaus fördert das Kulturhaus die berufliche Selbständigkeit von Frauen. Man merkt also rasch, dass die meisten Frauen in irgendeiner Weise mitarbeiten. Wenn sie Bauern sind, können die Frauen die Erzeugnisse vertreiben oder bei der Weinlese mithelfen.

Wenn es in der Gastfamilie ein Lokal gibt, werden die Frauen mitkochen. Deshalb sind hier im Ort Landfrauen tätig, meist in frauentypischen Jobs. Dennoch liegt die Kindererziehung und die Haushaltsführung in den meisten FÃ?llen in der Verantwortung der MÃ?tter, was bedeutet, dass sie fast doppelt so viel Zeit haben. Doch ist das in Deutschland so anders?

Obwohl diese Lage wahrscheinlich im Wandel begriffen ist, gibt es auch wesentlich mehr weibliche Erzieherinnen als Erzieherinnen, Kindergartenpädagoginnen als Erzieherinnen, psychologische Fachkräfte als Pädagogen und so weiter, und oft neigen Frauen dazu, zu Haus zu sein, wenn das Kind kommt. Also, mag ich es, eine Dame zu sein?

In Deutschland ist das aber leichter als in Bolivien, wenn man aus dem Ort kommt, wie ich sagte. Ich kann lernen, was ich will, obwohl ich aus einem Ort mit 200 Seelen stamme, und in einigen Faellen wohnt der Familienvater in Deutschland und betreut die Waisenkinder, waehrend die Mutter zur Arbeit geht.

Ich hatte ein sehr spannendes Interview mit einem sehr aufgeschlossenen und erleuchteten Bolivier aus der Innenstadt, der sagte, das würde ihm unter keinen Umständen gefallen, es sei denn, der Mann sei erwerbslos. Es ist nicht einfach, als Kind aus dem Lande zu kommen und in Bolivien zu lernen. Aber auch wegen der Eigenwahrnehmung und dem zum Teil nicht existierenden Anspruch, der fehlende Bedarf, wenn man ebenso gut im Ort verweilen und eine eigene Gastfamilie aufbauen kann.

Ich denke, man muss viel Ambition haben, auch in der schulischen Ausbildung, die von vielen Studenten nicht sehr ernstgenommen wird und zum Teil in anderen Gebieten als in Deutschland ausgebildet wird. Mit " vom Lande " meine ich auch alle kleinen Ortschaften (von denen einige aus wenigen Häuser bestehen) in der Gegend, aber die meisten haben auch eine eigene Sprachschule.

Wenn man einmal vom Ort in die Innenstadt gegangen ist, ist alles möglich. Auch in den klassischen Berufsfeldern sind genügend Frauen im Ballungsraum tätig, aber gleichzeitig gibt es auch Anwälte, Lehrer, Ärzte und so weiter. Ein Freund, der aus einem Ort stammt, den man nur zu Fuss erreichen kann und wo man nur auf einem gewissen Berg Mobilfunkempfang hat, lernt in Cochabamba Automechaniker und scheint darin völlig versunken zu sein.

Ganz besonders emanzipatorisch, denn in der Regel bekommt man die Frauen des Fahrers maximal mit ihrem Baby auf dem Fahrgastsitz oder als Angestellte, die das Reisegeld abholen. Auf jeden Fall glaube ich, dass sich diese klassische geschlechtsspezifische Verteilung in ländlichen Gebieten, in denen der Mann immer die physische Tätigkeit ausübt und in einigen Ländern als legitimer oder ungerechtfertigter Verdiener der Familien betrachtet wird, in einem Veränderungsprozess begriffen ist.

Zum Beispiel die jungen Mädchen, die im CCA-Radio mitarbeiten. Gelegentlich stelle ich mir die Fragen, ob es Sinn macht, mit der traditionellen Verteilung der Rollen im ländlichen Raum zu brechen. Das geht so weit, dass ich Pärchen kennenlerne, mit denen ich noch nie zuvor gesprochen habe. Auch ein etwas Älterer aus Bolivien, der mit seiner ersten Gattin zehn Jahre alt ist und jetzt bei einer anderen lebt, hat mir einmal den Sinn seiner Partnerschaft so erklärt, dass man jemanden braucht, der schon einmal kocht, wenn man von der Schule nach Hause kommt und immer allein ißt.

Etwas in mir war empört über diese Aussage, die irgendwann die Frauen in der Partnerschaft erheblich mindert. Letztendlich halte ich es aber für notwendig, dass eine solche Verknüpfung auf dem gegenseitigen Verständnis basiert und die Fragestellung "Bin ich eine Frau" darin nicht auftauchen muss. Ich glaube, wir müssen wirklich etwas gegen die hohen Zahlen junger Frauen und die Gewalttätigkeiten gegen Frauen unternehmen.

In Bolivien ist dies wahrscheinlich noch deutlicher als in Deutschland und es gibt viele Gegenkampagnen. Freunde sind auch in einer Adventgemeinde in Samaipata bei Santa Cruz tätig, der Abteilung mit den zahlenmäßig jüngeren Müttern: Mit 11 bereits Zwillingen und mit 14 zwei Kindern, oft als Ergebnis der Vergewaltigungen durch Familienangehörige, wurden mir viele solche und vergleichbare Krankheitsfälle beschrieben.

Auf jeden Fall erfahre ich alle Chancen, die ich in Deutschland habe, vor allem als Frauen, auf eine ganz neue Ebene. Ich bin aber auch nicht dankbar dafür, dass man mir befohlen hat, nichts zu anziehen und es den Herren zu lassen (wobei ich mich gelegentlich noch mehr bewähren muss....) Und was die Handarbeit im Strick-, Häkel-, Näh- und Webbereich usw. betrifft, bin ich immer wieder erstaunt darüber, was die Frauen hier tun können.

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