Auswanderer aus Deutschland 2016

Emigranten aus Deutschland 2016

Ein neuer Migrationsrekord wird für 2016 erwartet. Zunehmend wandern junge Israelis nach Deutschland und vor allem nach Berlin aus. Einwanderung und Auswanderung in größerem Umfang sind in der historischen Perspektive. Aus Deutschland auswandern: In Australien ist alles besser! In Deutschland radikalisiert sich das Meinungsklima.

Warum Deutschland trotz Einwanderung ein Auswandererland ist

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen im Jahr 2015 fast zwei Mio. Menschen mit Migrationshintergrund in die BRD. Die Zuwanderung von 860.000 Personen im vergangenen Jahr führte zu einem Migrationsüberschuss von 1,14 Mio. Menschen - der bisher größte in Deutschland. Die Zuwanderung ist gegenwärtig ein zentrales Problem.

Als Auswandererland war und ist Deutschland ein solches noch immer. Laut einer Untersuchung der Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit wohnen heute rund 3,4 Mio. Menschen im Auslande. Zahlreiche emigrieren und halten sich - ob ehrenamtlich oder nicht - in der Fremde auf: Jedes Jahr wenden sich mehr Bürger von Deutschland ab, als Bürger aus Deutschland wiederkommen.

Im Jahr 2014 lag die Anzahl der Abflüge gar auf Rekordniveau: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind 140.000 Deutsche weggezogen. Nach einer Untersuchung des Sachverständigenrates für deutsche Integrations- und Migrationsstiftungen (SVR) sind es vor allem Jugendliche, die während ihres Studienaufenthaltes für einige Zeit ins Ausland auswandern.

Doch auch die so genannten hoch qualifizierten Menschen wie Naturwissenschaftler oder Mediziner wenden sich von Deutschland ab: Die Quote der hoch qualifizierten Auswanderer liegt bei bis zu 70 Prozent. Nach Angaben des SVR geht Deutschland jedes Jahr bis zu 25.000 Menschen durch Auswanderung verloren.

Aktuelles zum Thema: Wer kommt, wer geht?

Im Gegensatz zu dem, was oft behauptet wird, ist Deutschland ein traditionsreiches Einreiseland. In Deutschland, der Reichsrepublik Weimar und der BRD gab es schon immer MigrantInnen. Die Statistiken zeigen prinzipiell, dass die Migrationszahlen für Deutschland sehr unterschiedlich sind. Nimmt man die Anzahl der Immigranten von der Anzahl der Emigranten ab, so ergibt sich folgender Wanderungssaldo: Es ist nicht klar, wie viele der Immigranten tatsächlich "Immigranten" sind - die also nur zeitweilig nach Deutschland kommen - und wie viele sind "Immigranten", die auf Dauer hier sind.

Es ist auch hier nicht bekannt, ob es sich um eine vorübergehende oder dauerhafte Emigration handele. Im Jahr 2016 erteilte die Bundesregierung rund 2,2 Mio. Visen. Im Jahr 2017 wurden rund 118.000 Visen für die Ehegatten- und Familienzusammenführung nach Deutschland vergeben - im Jahr 2016 waren es rund 104.000. sourceAntwort auf ein Ersuchen der Linkspartei, Deutsche Bundesregierung, 19/2035, S. 20ff. In der Geschichte der Zuwanderung sind unterschiedliche Etappen und Hauptmotive zu eruieren.

durch Einstellungsvereinbarungen als so genannte "Gastarbeiter" (1955 bis 1973), durch Familienzusammenführung mit bereits in Deutschland wohnhaften Personen (insbesondere zwischen 1973 und 1985, aber auch bis heute), als Rückkehrer und Spätrückkehrer (insbesondere zwischen 1987 und 1999), als Flüchtling (Ende der 1980er und Beginn der 1990er Jahre und seit 2014 wieder steigend) und als Unionsbürger im Rahmen der Personenfreizügigkeit.

Immigration aus Israel Deutschland als Platz der Selbsterkenntnis? Über israelische Staatsbürger in Deutschland war bisher wenig bekannt. Wieso haben sie Israel verlässt? Warum ist Deutschland für sie interessant? Der MEDIA SERVICE hat deshalb zusammengestellt, wie hochkarätige Politik auf die steigende Zahl von MigrantInnen in der vergangenen Zeit reagierte.

Mehr zum Thema