Amtssprache Chile

Offizielle Sprache Chile

Offizieller Staatsname: República de Chile. Regierungssitz und Hauptstadt: Santiago de Chile. Eintritt | Klima | Kriminalität | Amtssprache | Währung. In Chile ist Spanisch noch immer die offizielle Sprache aber auch die Architektur, vor allem in der Hauptstadt Santiago, zeugt vom europäischen Einfluss. Offizielle Sprache von Chile ist Spanisch, die Währung des chilenischen Peso.

DuoMont - Chile mit Osterinsel - Susanne Asal

Zur vierten Ausgabe des DuMont Reisehandbuchs war die Schriftstellerin Susanne Asal wieder dabei. Chiles ist einzigartig - 4300 Kilometer lang und daher sehr vielfältig: Wüste, Eis berge, Nebelwald und Fjord. Für jedes einzelne Thema gibt es eine doppelte Seite "Auf einen Blick" mit den Highlights, den schönste Strecken, aktiven Naturerlebnissen und speziellen Hinweisen des Autors.

Platz für Platz hat Susanne Asal ausgewählte Übernachtungsmöglichkeiten, Gaststätten oder Einkaufsmöglichkeiten zusammen gestellt, die auf den Stadtplänen dargestellt sind. Die Bootsverbindung von Puerto Yungay am Südende der Carretera Austral nach Punta Arenas ist völlig neu, wodurch die Erforschung Patagoniens erheblich vereinfacht wird. In den einleitenden Regionalstudien sowie in den dazwischen liegenden Themenblättern finden Sie viel Interessantes über Chile und die Osterinseln, über die Vergangenheit und über die Gegenwart oder das Alltagsleben der Menschen.

Die ausführliche Anfahrtsskizze, eine Übersicht mit den Highlights sowie 45 Stadtpläne, Wander- und Routenpläne geben eine schnelle Übersicht.

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Zum ersten Mal in Chile könnte eine einheimische Landessprache neben dem Spanischen zur offiziellen Regionalsprache werden. Eine hochrangige Rechtsauffassung gibt der arabischen Regionalregierung die Option, die Mapudungun, die Landessprache der Mapuche, als Amtssprache zu erlauben. Sie besagt, dass die linguistische Gleichheit der konstitutionellen Würdigung indigener Kultur und indigener Völker in Chile entspricht.

So kann die Mapuchesprache in Gebieten mit einem großen indigenen Bevölkerungsanteil auch von den zuständigen Stellen und im Landtag verwendet werden, so die Rechtsauffassung. Sie sind die indigenen Völker Südchiles und Argentiniens. Man nannte sie auch Araukaner und war das einzigste einheimische Volke Lateinamerikas, das der spanische Herrschaft standgehalten hat.

In den 1860er Jahren begannen nach der Unabhaengigkeit Chiles (1818) die Entrechteungen: Invasion der Streitkraefte, Enteignungen, Verfall der eigenen Tradition und der eigenen Muttersprache. Noch vor wenigen Jahren hat sich ein neues Bewusstsein auf die eigene Unternehmenskultur und die eigene Persönlichkeit konzentriert. In Südchile gibt es nach Schätzung noch rund 600.000 Maps. In Santiago wohnen mehrere hunderttausend Menschen, die meist kulturbedingt ausgerottet sind.

Lediglich 10 bis 15 Prozente der Mapuches sind noch immer in der Lage, Mapudungun zu erlernen. Gesellschaftlich sind die Mapuches der ärmste und am schlechtesten ausgebildete Teil der chilenischen Gesellschaft. Die Eingeborenen sind im täglichen Leben Diskriminierungen und Beeinträchtigungen unterworfen, die mit denen der europäischen Romas und Sintis vergleichbar sind. Das UN-Übereinkommen 169 der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zum Schutze der ethnischen Minderheit ist in Chile noch nicht vollständig verwirklicht.

Traditionsgemäß wohnen die Mapuches (übersetzt: "Menschen der Erde") nicht in der Hierarchie und im Gleichklang mit der Umwelt. Immer wieder haben die Mapuches internationale Überschriften gemacht: mit Hungerstreik, Straßensperren, individuellen Gewaltaktionen - ihre Waffe gegen die Entrechteung. Noch energischer sind die Maßnahmen, gegen die die chilenische Regierung bisher vorgegangen ist: Anti-Terror-Gesetze, ungerechtfertigte Festnahmen, Zugeständnisse anonyme Aussagen, Verurteilungen durch Kriegsgerichte.

"In der Mapuchekultur gibt es zwei Herzen", sagt Ricardo Ezzati, Bischof der chilenischen Metropole Santiago de Chile: "die der Geistigkeit und der Einklang mit der Umwelt - und die der radikalen Entwicklung. In verschiedenen südchilenischen Schul- und Bildungsstätten setzt sich die Katholikenkirche für ein neues Bewusstsein für die Mapuchekultur und deren Selbstverständnis ein.

Neben der Grund- und Berufsausbildung geht es vor allem darum, das Selbstbewusstsein und die eigenen Sprach- und Traditionskenntnisse zu fördern. Es gibt nur eine Universität im Land, die den Mapuchen eine Chance zur Hochschulbildung bietet: die "Mapuche University" in Concepcion und eine Niederlassung in Caniete.

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